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  • Netzweltler

mehr als 1000 Beiträge seit 02.05.2012

Zu Marx' Zeiten waren Natur- und Umweltschutz unbekannt.

Das gilt auch für Marx selbst.
Im damaligen Ostblock wurde auf die Umwelt keine Rücksicht genommen. Es gab Fabriken, die über ihre Kamine soviel Rohstoffe ausstießen, daß in ihrer Umgebung der Abbau dieser Rohstoffe fast schon wieder rentabel war.

Ob Kapitalismus, Kommunismus, Marxismus oder sonst irgendein -ismus: Kein relevantes Wirtschaftssystem - ob heute oder früher - ist wirklich umweltschonend.

Daher ist auch die heutige Verklärung von Marx in Sachen Naturschutz ziemlich daneben.

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  • Avatar von st.sch.
    • st.sch.

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.06.2012

    Marxismus ist KEIN Wirtschaftsystem

    Antwort auf Zu Marx' Zeiten waren Natur- und Umweltschutz unbekannt. von Netzweltler.

    Ob Kapitalismus, Kommunismus, Marxismus oder sonst irgendein -ismus: Kein relevantes Wirtschaftssystem - ob heute oder früher - ist wirklich umweltschonend.

    Eigenartige Zusammenstellung, denn Marxismus ist kein Wirtschaftssystem, Kommunismus keine Klassengesellschaft.

    Warum stellst Du nicht die zwei Klassengesellschaften Kapitalismus und Sozialismus gegenüber?

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  • Avatar von EchtLinks
    • EchtLinks

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.09.2019

    Marx kritiserte sehr wohl, dass Naturkosten nicht in den Preis eingehen

    Antwort auf Marxismus ist KEIN Wirtschaftsystem von st.sch..

    k.w.T.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (26.12.2021 10:44).

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  • Avatar von oxybenzol
    • oxybenzol

    mehr als 1000 Beiträge seit 30.09.2012

    Antwort auf Marx kritiserte sehr wohl, dass Naturkosten nicht in den Preis eingehen von EchtLinks.

    Und welches auf Marx basierende Wirtschaftssystem hat was daran ändern wollen?
    DDR jedenfalls nicht.
    Buna, Leuna, Bitterfeld
    Trabbi und Wartburg gab's bis kurz vor der Wende nur als 2Takter.

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  • Avatar von EchtLinks
    • EchtLinks

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.09.2019

    Antwort auf Re: Marx kritiserte sehr wohl, dass Naturkosten nicht in den Preis eingehen von oxybenzol.

    Die DDR war Staatssozialismus, aufgebaut auf den Trümmern der 2. Weltkrieges in einem System des permanenten Kalten Krieges unter dem Diktat der Sieger.

    Es war kein Souverän vorhanden, der es besser hätte machen können.
    Auch im Westen nicht.

    Der Souverän fehlt heute immer noch, das alternative Wirtschaftsmodell aber konnte auf der Grundlage der Erfahrungen über die Fehler des Staatssozialismus und unter dem Bedingungen der gegenwärtigen Krisen des Kapitalismus bereits formuliert werden.

    Nur verweigern sich solche Menschen wie DU der gedanklichen Aufarbeitung.

    Und was man nicht sieht, das gibt es nicht? Ist die fortgesetzte Zerstörung des Regenwaldes, aber auch unserer eigenen Wälder mit Bitterfeld aufzurechnen?

    Ich sehe, dass dieses Jahr sehr viel Holz in Deutschland eingeschlagen wurde für den Export, wegen der hohen Nachfrage in den USA und den dadurch explodierten Preisen.

    Ist das Verbrennen von Lebensmitteln kein Verbrechen?
    Meine Eltern, und die ganze Generation damals, die christlich erzogen waren und die Not des Krieges selbst ertragen und bewältigen mussten, hätten das als schwere Sünde bezeichnet.

    Und über Umweltverbrechen gibt es Berichte am laufenden Band und immer spielen dabei Profitinteressen eine große Rolle.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (27.12.2021 12:50).

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  • Avatar von oxybenzol
    • oxybenzol

    mehr als 1000 Beiträge seit 30.09.2012

    Antwort auf Re: Marx kritiserte sehr wohl, dass Naturkosten nicht in den Preis eingehen von EchtLinks.

    Naturschutz geht nur auf Kosten der Produktivität. Wenn aber aufgrund fehlender Anreize Effizienz und Produktivität auf der Strecke bleiben ist Naturschutz zu teuer, so dass man zu Gunsten höherer Interessen darauf verzichtet.

    Es war kein Souverän vorhanden, der es besser hätte machen können.
    Auch im Westen nicht.

    Schon mal vom Bundesimissionsschutzgesetz gehört? Wurde in den 70er Jahren von der FDP initiiert. Einen 4Takter für den Wartburg hätte es schon Ende der 60er Jahre geben können, wurde aber von der Regierung abgelehnt.

    Und über Umweltverbrechen gibt es Berichte am laufenden Band und immer spielen dabei Profitinteressen eine große Rolle.

    Profitinteressen spielen in jedem System eine Rolle, denn selbst wenn man komplett ohne Geld wirtschaftet wird die Menge der Produkte bzw. die Höhe des Wohlstandes durch die Menge der zur Verfügung stehenden Resourcen begrenzt. Aber wie schon erwähnt, wenn man effizienter produziert, steigt auch der Wohlstand bei gleicher Resourcenmenge.

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    • EchtLinks

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.09.2019

    Antwort auf Re: Marx kritiserte sehr wohl, dass Naturkosten nicht in den Preis eingehen von oxybenzol.

    oxybenzol schrieb am 27.12.2021 17:50:

    Naturschutz geht nur auf Kosten der Produktivität. Wenn aber aufgrund fehlender Anreize Effizienz und Produktivität auf der Strecke bleiben ist Naturschutz zu teuer, so dass man zu Gunsten höherer Interessen darauf verzichtet.

    Das mag betriebswirtschaftlich so erscheinen, nicht zwingend in einer volkwirtschaftlichen Gesamtrechnung.

    Es war kein Souverän vorhanden, der es besser hätte machen können.
    Auch im Westen nicht.

    Schon mal vom Bundesimissionsschutzgesetz gehört? Wurde in den 70er Jahren von der FDP initiiert. Einen 4Takter für den Wartburg hätte es schon Ende der 60er Jahre geben können, wurde aber von der Regierung abgelehnt.

    Klar kenne ich dieses Gesetz. Es hat aber lange gedauert, bis das Dorfbackhäuschen nicht mehr angeheizt wurde, weil der Rauch über hunderte Meter in den Morgenstunden durch das offene Schlafzimmerfenster eindrang. I
    In anderen Beitragen habe ich durchaus anerkannt, dass Umweltschutz dort praktiziert wurde, wo er als Geschäftsmodell Profit abwerfen konnte.

    Den Wartburg als Viertakter mit VW-Motor. Den gab es wirklich, aber nur kurze Zeit und viel später. Dafür war der Golf abgekupfert von einem Prototyp, der zwar in der DDR entworfen, aber nie gebaut wurde. Aber diese Geschichten bringen uns in der Sache nicht weiter. Ich bin ja kein Apologet des DDR-Staatssozialismus.

    Und über Umweltverbrechen gibt es Berichte am laufenden Band und immer spielen dabei Profitinteressen eine große Rolle.

    Profitinteressen spielen in jedem System eine Rolle, denn selbst wenn man komplett ohne Geld wirtschaftet wird die Menge der Produkte bzw. die Höhe des Wohlstandes durch die Menge der zur Verfügung stehenden Resourcen begrenzt. Aber wie schon erwähnt, wenn man effizienter produziert, steigt auch der Wohlstand bei gleicher Resourcenmenge.

    Dass Produktivität die Mehrung des Wohlstandes ermöglicht, ist eine Binsenweisheit für jeden Ökonomen. Wie man das, was als Mehrwert in privaten Profit verwandelt wird, besser nutzen kann, diese Frage darf ich nicht stellen?

    Ich habe ja eine andere Methode der Finanzierung der Investitionen vorgeschlagen, da braucht ein Unternehmen im Organisationseigentum den Mehrwert nicht für die eigene Reproduktion, solange das Unternehmen beste Qualität liefern kann.

    Und ich weiß, dass heutige Kapitalisten gar nicht so viel von Wirtschaft verstehen, sonst müssten sie keine teuren Beraterfirmen fragen.

    Die billigste und beste Ressource sind immer noch motivierte eigene Mitarbeiter.
    Die werden aber immer weniger..

    Und ich habe nicht von der Abschaffung des Geldes gesprochen, sondern von der Wiederherstellung des Geldes in seinen ökonomischen Funktionen der Wertmessung, der Zirkulation und der Distribution.

    Als Verfechter der bürgerlichen Liberalität kannst Du mir vielleicht plausibel erklären, warum Herr Lindner als Finanzminister die Inflation und den Negativzins der EZB in seiner heutigen Konstruktion nicht als eine verdeckte Steuererhöhung anprangert und eine Umkehr in der Finanzpolitik der EU fordert?

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