insbesondere wird das offensichtlich, wenn er um Naturwissenschaften geht.
Und wenn man versucht etwas einfach zu erklären, sollte es dennoch korrekt erklärt sein.
;)
insbesondere wird das offensichtlich, wenn er um Naturwissenschaften geht.
Und wenn man versucht etwas einfach zu erklären, sollte es dennoch korrekt erklärt sein.
;)
Antwort auf Der Autor zeigt auch ein sehr vereinfachtes Weltbild von artlan.
artlan schrieb am 13.04.2021 16:09:
insbesondere wird das offensichtlich, wenn er um Naturwissenschaften geht.
Des schafft kein Mensch, einmal um alle Naturwissenschaften rumgehen ... ein sich progressiv weitendes Feld ... Mit der Bitte um Nachsicht auf einem typo herum zu reiten, Spaß beiseite, ernst gemeinte Frage: gibt es eine Wissenschaft mit dem Anspruch, über aller menschlichen Wissenschaften den Überblick zu wahren erhaschen?
Und wenn man versucht etwas einfach zu erklären, sollte es dennoch korrekt erklärt sein.
;)
Tun Sie sich keinen Zwang an mit Korrekturen.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.04.2021 16:24).
Antwort auf Re: Der Autor zeigt auch ein sehr vereinfachtes Weltbild von knarr.
knarr schrieb am 13.04.2021 16:22:
[quote]
artlan schrieb am 13.04.2021 16:09:
[quote]
insbesondere wird das offensichtlich, wenn er um Naturwissenschaften geht.
[/quote]
Des schafft kein Mensch, einmal um alle Naturwissenschaften rumgehen ... ein sich progressiv weitendes Feld ... Mit der Bitte um Nachsicht auf einem typo herum zu reiten, Spaß beiseite, ernst gemeinte Frage: gibt es eine Wissenschaft mit dem Anspruch, über aller menschlichen Wissenschaften den Überblick zu wahren erhaschen?
[quote]
Ja, die Wissenschaftstheorie als Methodenlehre und Forschungslogik!
Antwort auf Re: Der Autor zeigt auch ein sehr vereinfachtes Weltbild von Deduktiv .
Deduktiv schrieb am 13.04.2021 20:05:
knarr schrieb am 13.04.2021 16:22:
gibt es eine Wissenschaft mit dem Anspruch, über aller menschlichen Wissenschaften den Überblick zu wahren erhaschen?
Ja, die Wissenschaftstheorie als Methodenlehre und Forschungslogik!
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftstheorie
Danke!
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.04.2021 20:46).
Antwort auf Re: Der Autor zeigt auch ein sehr vereinfachtes Weltbild von knarr.
knarr schrieb am 13.04.2021 20:46:
Deduktiv schrieb am 13.04.2021 20:05:
knarr schrieb am 13.04.2021 16:22:
gibt es eine Wissenschaft mit dem Anspruch, über aller menschlichen Wissenschaften den Überblick zu wahren erhaschen?
Ja, die Wissenschaftstheorie als Methodenlehre und Forschungslogik!
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftstheorie
Danke!
Falls Sie sich für die methodische Struktur der evidenzbasierten Theorien interessieren, dann ist die Formale Logik und die Einteilung von Aristoteles der Beginn der Wissenschaften!
Die methodischen Anforderungen der Komplexität zur Erstellung möglichst zweckmäßiger Theorien (Deduktion und Falsifizierung) werden dann von dem Wissenschaftstheoretiker Karl Popper dargestellt. Er bezieht seine Wissenschaftstheorie ausdrücklich auf alle Wissenschaften! Er begründet seine Wissenschaftstheorie mit Erkenntnissen aus der Physik als derjenigen Wissenschaft, die Naturgesetze mit Experimenten vereint. In seinem Buch "Die offene Gesellschaft" begründet er die Demokratie als zweckmäßige Gesellschaftsform, weil sie gegen Ideologien und festgelegte Wahrheiten steht. Er beschrieb die Stückwerk-Technik als schrittweise Methode politischer Entscheidungsfindung.
Popper lehnte Freuds Psychoanalyse als nicht falsifizierbar ab.
Ich möchte persönlich anmerken, dass Popper leider bei der völligen Ablehnung der Induktion als wissenschaftliche Methode unrecht hatte. Grundsätzlich ist seine Kritik richtig, da sich induktive Erkenntnisse immer auf Vergangenes beziehen und deshalb die Komplexität nicht abbilden können. Sinnvoll ist eine methodische Verbindung zwischen Deduktion und Induktion, wie sie z.B. in der medizinischen Forschung bei randomisiert kontrollierten Doppelblindstudien zur Findung zweckmäßiger Therapien komplexer Erkrankungen realisiert wird. Die obligaten Prüfgruppen falsifizieren jeweils die modifizierte Therapie durch Induktion (z.B. Statistik, usw.). Dies führt zur schrittweisen, also Studie für Studie, Verbesserung und Erstellung zweckmäßiger Therapien.
Die methodische Verbindung zwischen Deduktion und Induktion ist zur Erstellung möglichst zweckmäßiger Theorien in der Komplexität zielführend!
Antwort auf Re: Der Autor zeigt auch ein sehr vereinfachtes Weltbild von Deduktiv .
Einen Anspruch zu erheben bedeutet ja nicht, ihn auch erfüllen zu können.
Auch die "Herrschaftsansprüche" der Wissenschaftstheorie sind "unter die Räuber gefallen". Dazu gehören z.B. die beiden "kalifornischen Österreicher" mit dem Vornamen Paul:
Paul Watzlawick und Paul Feyerabend.
Aber hier tiefer einzusteigen, würde ja in ein Bildungsprogramm ausarten...
Antwort auf Wissenschaftstheorie von paulNucleus.
paulNucleus schrieb am 13.04.2021 23:01:
Einen Anspruch zu erheben bedeutet ja nicht, ihn auch erfüllen zu können.
Auch die "Herrschaftsansprüche" der Wissenschaftstheorie sind "unter die Räuber gefallen". Dazu gehören z.B. die beiden "kalifornischen Österreicher" mit dem Vornamen Paul:
Paul Watzlawick und Paul Feyerabend.
Aber hier tiefer einzusteigen, würde ja in ein Bildungsprogramm ausarten...
Ich schreibe nur, weil ich Bildung weitergeben möchte!
Die Ansätze von Watzlawick - "Radikaler Konstruktivismus" - und Feyerabend - "Methodischer Relativismus" - sind recht einfach zu falsifizieren!
Zum "Radikalen Konstruktivismus": Natürlich konstruiert der Mensch seine Wahrheit selbst, denn diese ist nicht absolut! Zu glauben, dass es irgendeine objektive Erkenntnis gibt, die nur gefunden werden muss, ist naiv. Dies schrieb Popper schon in seinem Buch:"Objektive Erkenntnis"! Trotzdem gibt es immer die Möglichkeit einer "Wahrheitsannäherung" der Theorien, einer ständigen Erweiterung unseres Wissens, dessen Grundlage die Reproduzierbarkeit und Falsifizierung zweckmäßiger Theorien sein sollte!
Zum "Methodischen Relativismus": Die Methode ist immer ein Teil der Erkenntnis. Kriterien wie Reproduzierbarkeit und Überprüfbarkeit sind unabdingbar miteinander verknüpft. Nur Theorien mit einem großen Wahrheitsgehalt setzen sich auf Dauer durch.
Tatsächlich kann aber die methodische Erstellung von Hypothesen frei gewählt werden, solange diese als solche gekennzeichnet bleiben! Die letztendliche wissenschaftliche Anerkennung sollte aber der entsprechenden methodischen Überprüfung/ Falsifizierung genügen, ansonsten würde es keine Wissenschaften im eigentlichen Sinne mehr geben!
Antwort auf Re: Wissenschaftstheorie von Deduktiv .
Deduktiv schrieb am 14.04.2021 10:26:
paulNucleus schrieb am 13.04.2021 23:01:
Einen Anspruch zu erheben bedeutet ja nicht, ihn auch erfüllen zu können.
Auch die "Herrschaftsansprüche" der Wissenschaftstheorie sind "unter die Räuber gefallen". Dazu gehören z.B. die beiden "kalifornischen Österreicher" mit dem Vornamen Paul:
Paul Watzlawick und Paul Feyerabend.
Aber hier tiefer einzusteigen, würde ja in ein Bildungsprogramm ausarten...
Ich schreibe nur, weil ich Bildung weitergeben möchte!
Die Ansätze von Watzlawick - "Radikaler Konstruktivismus" - und Feyerabend - "Methodischer Relativismus" - sind recht einfach zu falsifizieren!
Zum "Radikalen Konstruktivismus": Natürlich konstruiert der Mensch seine Wahrheit selbst, denn diese ist nicht absolut! Zu glauben, dass es irgendeine objektive Erkenntnis gibt, die nur gefunden werden muss, ist naiv. Dies schrieb Popper schon in seinem Buch:"Objektive Erkenntnis"! Trotzdem gibt es immer die Möglichkeit einer "Wahrheitsannäherung" der Theorien, einer ständigen Erweiterung unseres Wissens, dessen Grundlage die Reproduzierbarkeit und Falsifizierung zweckmäßiger Theorien sein sollte!
Zum "Methodischen Relativismus": Die Methode ist immer ein Teil der Erkenntnis. Kriterien wie Reproduzierbarkeit und Überprüfbarkeit sind unabdingbar miteinander verknüpft. Nur Theorien mit einem großen Wahrheitsgehalt setzen sich auf Dauer durch.
Tatsächlich kann aber die methodische Erstellung von Hypothesen frei gewählt werden, solange diese als solche gekennzeichnet bleiben! Die letztendliche wissenschaftliche Anerkennung sollte aber der entsprechenden methodischen Überprüfung/ Falsifizierung genügen, ansonsten würde es keine Wissenschaften im eigentlichen Sinne mehr geben!
Ihnen beiden Dank für die Bildung. Die Frage bleibt offen, ob den Wissenschaften im eigentlichen Sinne nicht zwei entscheidende Verbindungen zu dem Menschen, der Wissenschaft betreibt, fehlt. Beide finde ich bei Helmuth Plessner in seinen Arbeiten zur Philosophischen Anthropologie, wobei sich die philosophische Antwort auf die Frage, was der Mensch ist, mit bewusstem Blick auf die Fähigkeit des Menschen zur Sprache formuliert. Plessner formulierte einen in der Eingangsfrage umrissenen Anspruch, (in meinen Worten) zur Reflexion der Wissenschaften.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.04.2021 13:47).
Antwort auf Re: Wissenschaftstheorie von Deduktiv .
... auf die "Inseln der Falsifizierbarkeit" im Ozean der Nicht-Falsifizierbarkeit beschränken, mögen Sie ja recht haben.
Aber die Welt ist größer als Sie denken.
Natürlich nicht, wenn man einen (impliziten) Alleinseligmachungs- oder Unfehlbarkeits-Anspruch vertritt - dann ist die Welt ganz klein.