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  • Olle Knolle

mehr als 1000 Beiträge seit 15.08.2012

In Mali hatte sich das Militär erst vor kurzem an die Macht geputscht

Schade, dass dieser wichtige Umstand im Artikel viel zu kurz kommt.
Dass die neuen Machthaber sich sicher sein könnten, für den Fall einer engen Kooperation mit Russland oder China, von beiden Ländern nicht mit Menschenrechtsfragen, oder gar dem Ruf nach freien Wahlen "belästigt" zu werden, übt sicherlich einen großen Reiz aus.

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  • Avatar von Elch_test
    • Elch_test

    mehr als 1000 Beiträge seit 08.09.2016

    Antwort auf In Mali hatte sich das Militär erst vor kurzem an die Macht geputscht von Olle Knolle.

    Olle Knolle schrieb am 25.11.2022 09:24:

    Dass die neuen Machthaber sich sicher sein könnten, für den Fall einer engen Kooperation mit Russland oder China, von beiden Ländern nicht mit Menschenrechtsfragen, oder gar dem Ruf nach freien Wahlen "belästigt" zu werden, übt sicherlich einen großen Reiz aus.

    Vielleicht ist ja auch genau umgekehrt: Uniformierte Menschen sehnen sich nach Unabhängigkeit und nutzen jede Gelegenheit, die sich ihnen bietet.

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  • Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Da fehlt so einiges in dem Artikel ...

    Antwort auf In Mali hatte sich das Militär erst vor kurzem an die Macht geputscht von Olle Knolle.

    Olle Knolle schrieb am 25.11.2022 09:24:

    Schade, dass dieser wichtige Umstand im Artikel viel zu kurz kommt.
    Dass die neuen Machthaber sich sicher sein könnten, für den Fall einer engen Kooperation mit Russland oder China, von beiden Ländern nicht mit Menschenrechtsfragen, oder gar dem Ruf nach freien Wahlen "belästigt" zu werden, übt sicherlich einen großen Reiz aus.

    da kommt noch mehr zu kurz. MINUSMA ist keine europäische, es ist eine UN Mission, die aus einer Mission der Afrikanischen Union hervorgegangen ist. Entsprechend sind auch die grössten Truppensteller der knapp 16000 Beteiligten an der Mission auch die Afrikaner, nicht die Europäer. Im Übrigen ist auch China mit Truppen an der Mission beteiligt. Nur so von wegen Imperialismus und so ... ;)

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    • Olle Knolle

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.08.2012

    Antwort auf Re: In Mali hatte sich das Militär erst vor kurzem an die Macht geputscht von Elch_test.

    Uniformierte Menschen sehnen sich eher danach, Macht ausüben zu können, ohne dass jemand versucht, ihnen da reinzureden. Kann man auch als ein Form von Bestreben nach Unabhängigkeit werten.

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  • Avatar von Bartträger
    • Bartträger

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.07.2005

    Wieder eine verkürzte Erzählung

    Antwort auf In Mali hatte sich das Militär erst vor kurzem an die Macht geputscht von Olle Knolle.

    Olle Knolle schrieb am 25.11.2022 09:24:

    In Mali hatte sich das Militär erst vor kurzem an die Macht geputscht

    Dieser Eindruck wurde in der Tagesschau vermittelt. Aber auch da hätte man fragen können: "War das das letztlich erreichte Ziel der Ausbildungsmission EUTM Mali?"

    Die islamistischen Umtriebe in Mali verschäften sich ab 2011 enorm, nachdem die Westlichen-Werte-Armeen Gadafi weggebombt hatten, die staatlichen Waffenlager gestürmt wurden und mit dem Machtvakuum und dem Interesse der westlichen Staaten sehr viel Geld von außen in die Region floss.

    Die Dschihadisten aus Libyen fielen in Nordmali ein und überrannten die chronisch unterversorgte Armee. Tuareg, die schon lange von ihrem Staat Azavad träumen, schlossen sich den Kämpfern an, wurden aber sofort selbst zum Opfer, nachdem die Islamisten ihre ersten Ziele (Timbuktu) erreicht hatten.

    Der erste Putsch der Armee folgte. Eigentlich war es eine Mischung aus Verzweiflung, weil die Armee den bis an die Zähne bewaffneten und ausgerüsteten Dschihadisten dramatisch unterlegen ist; eine Flucht nach Bamako, um das eigene Leben in Sicherheit zu bringen; und ein Versuch, Aufmerksamkeit für die schlechte Lage des Staates zu erlangen.

    Das Militär hat nie wirklich regiert.

    Schon damals war die Berichterstattung sehr lückenhaft. Die Islamisten wurden betont. Die Tuareg wurden ihnen gleichgestellt. Die Information, dass das ins Chaos getrieben Libyen der Grund der Misere war, bleib aus. Weitere Putsche folgten, die alle aus Verzweiflung und nicht von lokaler Macht, sondern von Machtlosigkeit getragen waren.

    Ein Berichterstattung über die Hintergründe unterblieb regelmäßig, weil die unrühmliche Rolle der EU nicht auch noch publik gemacht werden sollte. Schließlich gehen Medien und Regierungen in Sachen "Westliche Werte für die Welt" Seit' an Seit'.

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  • Avatar von Rubis
    • Rubis

    936 Beiträge seit 07.03.2020

    Antwort auf Da fehlt so einiges in dem Artikel ... von Ignoramus-et-Ignorabimus.

    was haben jetzt UN-Blauhelme mit dem Imperialismus zu tun?

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  • Avatar von Saul Goodmen
    • Saul Goodmen

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.03.2015

    Antwort auf Wieder eine verkürzte Erzählung von Bartträger.

    Bartträger schrieb am 25.11.2022 10:46:

    Olle Knolle schrieb am 25.11.2022 09:24:

    In Mali hatte sich das Militär erst vor kurzem an die Macht geputscht

    Dieser Eindruck wurde in der Tagesschau vermittelt. Aber auch da hätte man fragen können: "War das das letztlich erreichte Ziel der Ausbildungsmission EUTM Mali?"

    Die islamistischen Umtriebe in Mali verschäften sich ab 2011 enorm, nachdem die Westlichen-Werte-Armeen Gadafi weggebombt hatten, die staatlichen Waffenlager gestürmt wurden und mit dem Machtvakuum und dem Interesse der westlichen Staaten sehr viel Geld von außen in die Region floss.

    Gaddafi hatte es sogar vorhergesagt
    wenn ihr mich wegbombt
    bricht hier das Chaos aus
    und die Leute stehen vor eurer Haustür
    und so ist es gekommen

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  • Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Antwort auf Re: Da fehlt so einiges in dem Artikel ... von Rubis.

    Rubis schrieb am 25.11.2022 12:35:

    was haben jetzt UN-Blauhelme mit dem Imperialismus zu tun?

    das musst du die Forenten hier fragen, die MINUSMA als Fortsetzung europäisch kolonialen Handelns begreifen. Ich tu's ja nicht.

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  • Avatar von shinji-akari
    • shinji-akari

    mehr als 1000 Beiträge seit 02.10.2003

    Antwort auf Da fehlt so einiges in dem Artikel ... von Ignoramus-et-Ignorabimus.

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 25.11.2022 09:58:

    da kommt noch mehr zu kurz. MINUSMA ist keine europäische, es ist eine UN Mission, die aus einer Mission der Afrikanischen Union hervorgegangen ist. Entsprechend sind auch die grössten Truppensteller der knapp 16000 Beteiligten an der Mission auch die Afrikaner, nicht die Europäer. Im Übrigen ist auch China mit Truppen an der Mission beteiligt. Nur so von wegen Imperialismus und so ... ;)

    Irgendwie fehlt bei deiner Ergänzung, dass Frankreich kaum Truppen im Rahmen von MINUSMA in Mali eingesetzt hat, sondern außerhalb der Mission. Der Abzug der französischen Truppen, hat nix mit den 46 Franzosen bei MINUSMA zutun.

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  • Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Antwort auf Re: Da fehlt so einiges in dem Artikel ... von shinji-akari.

    shinji-akari schrieb am 25.11.2022 13:56:

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 25.11.2022 09:58:

    da kommt noch mehr zu kurz. MINUSMA ist keine europäische, es ist eine UN Mission, die aus einer Mission der Afrikanischen Union hervorgegangen ist. Entsprechend sind auch die grössten Truppensteller der knapp 16000 Beteiligten an der Mission auch die Afrikaner, nicht die Europäer. Im Übrigen ist auch China mit Truppen an der Mission beteiligt. Nur so von wegen Imperialismus und so ... ;)

    Irgendwie fehlt bei deiner Ergänzung, dass Frankreich kaum Truppen im Rahmen von MINUSMA in Mali eingesetzt hat, sondern außerhalb der Mission. Der Abzug der französischen Truppen, hat nix mit den 46 Franzosen bei MINUSMA zutun.

    sagt ja auch keiner. Die französische Mission hiess Barkhane, und war explizit zur Terrorbekämpfung gedacht. Die war insofern eine Ergänzung zu MINUSMA, weil auch die UN, nachdem es sehr viele tote Blauhelmsoldaten gab, festgestellt hat, dass die UN Truppen im Rahmen von MINUSMA nicht zur Terrorbekämfpung geeignet sind.

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