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Avatar von bismi
  • bismi

mehr als 1000 Beiträge seit 02.01.2010

Renditejagd ist ganz bestimmt nicht das Problem.

Jedenfalls nicht in einer freien Wirtschaft, wo die freie Konkurrenz die Rendite in Richtung Grenzkosten abschmelzen lässt, egal ob in der billigen Holzklasse oder der besonders kundenfreundlichen Klasse. König Kunde kann wählen. Und die Wettbewerber konkurrieren nicht nur um Kunden sondern auch um Arbeitskräfte, was sich positiv auf Arbeitsbedingungen und Gehalt auswirkt.

Anders sieht das aus in einer Monopolwirtschaft. Weshalb muss man denn Zwischenstopp in Amsterdam, Paris oder Helsinki in Kauf nehmen, um mit der Konkurrenz zu fliegen. Geht das nicht direkt von D aus? Hat da vielleicht der Staat seine Finger im Spiel, um der Lufthansa Privilegien (= Monopol) zu verschaffen? Warum hat der recht einseitige Artikel nicht mal in diese Richtung geforscht?

Und in einem (staatlich abgesicherten) Monopolunternehmen wollen auch die Angestellten ihre Privilegien erhalten. Dazu dienen Tarifbindung, Streik und Betriebsrat. Anstatt das Gehalt auf dem Markt zu verdienen, soll der Steuerzahler die Besitzstände bezahlen und der Passagier die Konsequenzen dieses Besitzstandskampfes ausbaden. Die Medien verklären dann noch die realen, logischen Zusammenhänge und zeigen die Falschen als die Schuldigen auf.

Und Bezahlschranken sind auch in Ordnung, z.B. bei den Sitzplätzen. Die begehrtesten Sitzplätze bekommt der, der sie bezahlt. Ansonsten hätten wir Warteschlangen und Sprintwettbewerbe auf dem Weg zum Flugzeug, wie im Sozialismus.

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  • Avatar von Grober_Unfug
    • Grober_Unfug

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2003

    Antwort auf Renditejagd ist ganz bestimmt nicht das Problem. von bismi.

    Nein - das ist sie nicht - im Internetzeitalter.
    Ich bin seit 20 Jahren wieder geflogen - und das sogar über den Atlantik.
    Nun wollte ich diese CO2 Sünde ohne schwere Gebrechen an Geldbeutel - und (als fast 2m Mensch) Körper - in der Holzklasse verüben.
    Google Flights hat mir UA empfohlen - und - die waren wirklich richtig günstig - (wenn man im Vorfeld einplant nur mit Handgepäck zu reisen - und keine Forderungen nach einem speziellen Sitzplatz bekommt (der kostet dann optional gerne mal fast so viel wie das Ticket)) - und hatten im Gegensatz zu bisherigen Foltererfahrung mit der Konkurrenz mit Delta (vor 20 Jahren) tatsächlich Sitze in der Holzklasse in die ich herein gepasst habe.
    Am aller Witzigsten - an UA ist, dass ich sie über die LH Website gebucht hatte...
    Bis auf Weiteres weiß ich was ich nicht fliege (LH, Delta, ...), wenn ich mal wieder über den Teich muss - und weiß wo ich ohne Schmerzen wieder aus dem Sitz komme...

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  • Avatar von meckerpott
    • meckerpott

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.01.2003

    Antwort auf Renditejagd ist ganz bestimmt nicht das Problem. von bismi.

    bismi schrieb am 28.08.2024 03:28:

    Anders sieht das aus in einer Monopolwirtschaft. Weshalb muss man denn Zwischenstopp in Amsterdam, Paris oder Helsinki in Kauf nehmen, um mit der Konkurrenz zu fliegen. Geht das nicht direkt von D aus? Hat da vielleicht der Staat seine Finger im Spiel, um der Lufthansa Privilegien (= Monopol) zu verschaffen?

    Unsinn, es geht um Umsteigeverbindungen für die Langstrecke.
    Niemand hält eine US-Linie davon ab, Non-Stop nach Hamburg zu fliegen - es lohnt sich schlicht nicht. Und die Lufthansa betreibt ihre Drehkreuze in FRA und MUC, der Aufwand, Langstreckenflugzeuge in HAM zu stationieren, wäre viel zu groß; selbst Berlin hat längst aufgehört, davon zu träumen, Lufthansa-Hub zu werden (wird dafür immerhin von auswärtigen Linien auf Langstrecke angeflogen).

    So hat der Hamburger auf dem Weg nach Nordamerika die Wahl zwischen FRA/MUC zum Umsteigen - oder eben die o.g. London, Amsterdam, Paris...

    Das einzige, was der Staat hier beschränkt, sind Landerechte für Emirates - m.E. zu recht, weil die kaum "eigene" Passagiere mitbringen, sondern als fast reiner Umsteigeflughafen nur Verkehr abziehen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (29.08.2024 15:22).

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