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  • Ch.Wiechering

72 Beiträge seit 09.12.2020

Wichtiger Faktor Long COVID ist Ausgleich von Vitamin-D Mangel nach Erkrankung

Wichtigster Faktor bei Long COVID ist der Ausgleich eines Vitamin-D Mangel nach der akuten Erkrankung

Leider wird hier in der Presse nur selten erwähnt, das Vitamin-D ein entscheidender Faktor bezüglich Long-Covid ist, genau wie es auch bei der COVID-19 Erkrankung der Fall ist.

Jeder der einen Vitamin-D Mangel vor einer COVID Erkrankung hatte, hat danach einen größeren Mangel, weil es ein Verbrauchsmaterial bei der Virenbekämpfung ist. Und es zwingend dazu erforderlich. Wenn der Vorrat alle ist, wird die Virenbekämpfung eingestellt.

Siehe dazu diese von der EU finanzierte Studie der Universität Kopenhagen von 2010
„Sonne unverzichtbar für starkes Immunsystem
...T-Zellen brauchen unbedingt ausreichende Mengen an Vitamin D im Blut, um in Aktion treten und entsprechend funktionieren zu können..
Sind keine ausreichenden Mengen dieses Vitamins im Blut verfügbar - so die Forscher - blieben die Zellen in einem schlafähnlichen Zustand und seien daher unfähig zur "Aktivierung" und somit zur gezielten Bekämpfung fremder Krankheitskeime. "

https://cordis.europa.eu/article/id/31850-more-sun-means-a-better-immune-system/de

Da sich die verschieden Verläufe der Covid-19 Erkrankung samt Long–Covid dadurch leicht erklären lassen, und bekannt ist, das bei schwer an COVID-19 Erkrankten fast immer ein Vitamin-D Mangel protokolliert wird, liegt es nahe, das der Effekt des zu Ende gehenden Vitamin-D Vorrates während der Erkrankung hier wirkt.

Bei Long-Covid hat der Vorrat gereicht um die akute Erkrankung zu überstehen, aber es ist nicht genug vorhanden, um die letzten Viren loszuwerden. Diese verbleiben dann länger in den Organen und richten auch nach mehreren Wochen verspätete Schäden an und schwächen den Körper, so dass eine Erholung lange dauern kann.
Siehe: https://www.br.de/wissen/corona-post-covid-long-covid-spaetfolgen-herz-100.html

In einer Studie aus Indien, die auch vom RKI in den Behandlungsempfehlungen für COVID-19 Patienten berücksichtigt wurde, waren nach 17 Tagen 3 mal mehr Patienten der Vitamin-D Gruppe virenfrei.
Aber nicht alle waren virenfrei, obwohl diese täglich 60.000 I.E Vitamin-D bekommen haben. Daran kann man sehen, dass auch nach einer COVID Erkrankung noch eine Zeitlang Vorsicht geboten ist, bevor man sich körperlich wieder anstrengt. Beachtet man das nicht, kann das zu Rückfällen führen.

Zum Thema Fatigue gibt es eine Doppelblindstudie des Universitätsspitals Zürich, bei der die Hälfte der Patienten Einzeldosen von 100.000 I.E. Vitamin-D bekommen hat, und die andere Hälfte nur einen Placebo. In der Studie verbesserte sich der Score (Wertebereich 10 bis 50) der Patienten mit Vitamin-D um etwa 3,3 Punkte in 4 Wochen), dagegen verbesserte er sich in der Placebo Gruppe nur um 0,8 Punkte.
Hier beschleunigte die Vitamin-D Supplementation die Erholung um etwa Faktor 4, das wären dann z.B. anstatt 2 Monaten, nur 2,5 Wochen.
Universitäts Hospital Zürich 30.12.2016 "Effect of vitamin D3 on self-perceived fatigue”
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5207540/

Wer also keine körperlichen Schäden davongetragen hat, hat eine gute Chance durch eine Vitamin-D Substitution deutlich schneller wieder zu gesund zu werden.

Wie man einen Vitamin-D Mangel nach einer Erkrankung möglichst schnell ausgleichen kann,
ist in einem Weltweiten offenen Brief, den mehr als 230 Wissenschaftlern unterschrieben haben, enthalten. In diesem werden alle Regierungen auffordert eine Vitamin-D Supplementation zu fördern.
Der Brief wurde mit der Absicht verfasst, möglichst viele Menschen vor einem schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung zu bewahren, kann aber auch als Richtlinie für die Vitamin-D Einnahme nach einer COVID-19 Erkrankung verwendet werden.
Inzwischen gibt es auch eine auf Deutsch übersetzte Version davon.
https://vitamindforall.org/letter_DE.pdf

Eine tägliche Einnahme von bis zu 2000 I.E. (50ug) bei Kindern und 4000 I.E für Erwachsene gilt in Europa als sicher. Siehe Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit:
https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/120727-0

Wer ohnehin wegen Long-Covid in Behandlung ist, kann auch den Wert messen lassen, und dann Präparate mit z.B. 10.000 I.E täglich bekommen.

Bisher ist nicht viel dazu in Veröffentlichung aus Deutschland zu finden, aber immerhin gibt es eine Empfehlung der Charitee Klinik Berlin zur Behandlung von Long-COVID in der die empfohlene Dosis 1000-2000 beträgt.
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjQtNzv5LnwAhVnhf0HHdC_A6gQFjABegQIBRAD&url=https%3A%2F%2Fcfc.charite.de%2Ffileadmin%2Fuser_upload
%2Fmicrosites%2Fkompetenzzentren%2Fcfc%2FLanding_Page
%2FTherapieempfehlungen_PVF_4_21.pdf&usg=AOvVaw1fkKbiLxUigGCfBn0QTBUT

Da jetzt die UV Strahlung wieder intensiver wird, wird es bald weniger Long-Covid Fälle geben, da man durch ein Sonnenbad bis zu 25.000 I.E Vitamin-D am Tag selber bilden kann. Das war im Winter nicht möglich, daher konnten sich viele, die nichts über diese Zusammenhänge erfahren haben oder nicht standardmäßig Vitamin-D einnehmen, auch nicht schnell erholen.

Ch.Wiechering
Kiel

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    • Z

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.06.2000

    ⚠️ Hochdosierte Vitamin-D Einnahme NUR unter ÄRZTLICHER AUFSICHT ⚠️

    Antwort auf Wichtiger Faktor Long COVID ist Ausgleich von Vitamin-D Mangel nach Erkrankung von Ch.Wiechering.

    Bitte verbreiten Sie nicht einfach leichtfertig irgendwas in den Foren. Die Wirkung von Vitamin-D ist vielfach nicht hinreichend geklärt und über die Jahre wurden die Dosierungsempfehlungen "deutlich" nach unten angepasst. Sie sollten außerdem nicht von einer Vitamin-D Empfehlung sprechen, wenn diese nur als therapeutische Ergänzung empfohlen wird.

    Wer Vitamin-D selbst einnehmen möchte, sollte ausdrücklich niedrige Dosierungen wählen, ansonsten drohen gesundheitliche Folgen einer Überdosierung.

    17.05.2021 - "Eigenmächtige Vitamin-D Einname höchstens in kleiner Dosis"
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123881/

    10.02.2021 - "Einnahme von Vitamin-D benötigt eine eindeutige Indikation"
    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/02/10/einnahme-von-vitamin-d-braucht-eine-eindeutige-indikation

    MFG/Z

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  • Avatar von Ch.Wiechering
    • Ch.Wiechering

    72 Beiträge seit 09.12.2020

    Re: 4000 I.E täglich gelten als sicher, weit weg von 25000 I.E. durch Sonnenbad

    Antwort auf ⚠️ Hochdosierte Vitamin-D Einnahme NUR unter ÄRZTLICHER AUFSICHT ⚠️ von Z.

    Ich habe nur die oberen Grenzen erwähnt die nach Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als sicher gelten.
    Warum sollte man dazu einen Arzt fragen wenn nichts passieren kann.

    Durch ein Sonnenbad kann man bis zu 25000 I.E. Vitamin-D am Tag selber bilden.
    Davon sind die 4000 I.E weit weg.

    Es gibt etliche Studien, in den denen COVID-19 Patienten große Mengen Vitamin-D bekommen haben ohne das es Nebenwirkungen gegeben hat.
    Zum Beispiel diese Indische Studie die auch in in den Behandlungsempfehlungen des RKIs für COVID-19 Patienten berücksichtigt worden ist:
    "Short term, high-dose vitamin D supplementation for COVID-19 disease: a randomised, placebo-controlled, study (SHADE study)"
    https://pmj.bmj.com/content/early/2020/11/12/postgradmedj-2020-139065

    Dort gab es 1-2 Wochen lang jeden Tag 60.000 I.E ohne das unerwünschte Nebenwirkungen beobachtet wurden.
    Bei dieser Studie waren 3 mal mehr Patienten der Vitamin-D Gruppe virenfrei nach 17 Tagen, im Vergleich zur nicht Vitamin-D Gruppe.

    Das ist ein wichtiges Ergebnis bezüglich Long-COVID, da sich in letzter Zeit Berichte häufen, das z.B anhaltende Folgen der COVID-19 Erkrankung durch zurückbleibende Viren verursacht werden.
    https://www.mdr.de/wissen/long-covid-geruch-geschmack-corona-virus-aktiv-100.html

    Es besteht also die Chance schneller wieder gesund zu werden, wenn man einen Mangel möglichst schell ausgleicht.

    Vitamin-D ist nicht giftig, deshalb sind solche kurzfristigen hohen Dosen bei einem Mangel üblicherweise nützlich und nicht schädlich.

    Bei Dauerhafter Einnahme von großen Dosen steigt der Calzium Spiegel im Blut an, was z.b zu Nierenversagen führen kann, das ist die Gefahr der Vitamin-D Einnahme.
    Dazu habe ich eine Publikation von 2018 gefunden in der 50000 I.E. täglich erwähnt werden.
    "Zu viel D(es Guten)"
    https://medicalforum.ch/de/detail/doi/smf.2018.03354
    Wie bei Vielem gilt auch hier, zu wenig und zu viel ist nicht gut.

    Deshalb solle man die Einnahme einer Dosis über 4000 I.E. täglich mit einem Arzt besprechen, es muss dann regelmäßig der Kalziumwert geprüft werden, um eine Hypercalzemie zu vermeiden.

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