Eine Berufskrankheit ist eine Erkrankung, welche typischerweise mit dem Risko der Ausübung eines bestimmten Berufes einhergeht. Bergarbeiter - Staublunge als Beispiel. Covid ist aber eine Infektionskrankheit die man sich überall holen kann. Manche Berufsgruppen sind sicherlich stärker gefährdet als andere, aber selbst die Krankenschwester auf der Covid-Station kann ich ihre Infektion auch auf dem Nachhauseweg in der Bahn geholt haben und eben nicht an ihrem Arbeitsplatz.
So what? Ein paar Leuten mit Long Covid wird also mehr geholfen als anderen weil sie den passenden Beruf haben? Und die anderen lässt man fallen wie heiße Kartoffeln weil sie sich zum Beispiel zu Hause beim Homeschooling bei ihrem Nachwuchs angesteckt haben dessen Schule ein paar Tage zu spät geschlossen wurde?
Corona ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und die Lasten sollten demzufolge auch so verteilt werden. Es wird wohl nicht realisierbar sein den (finanziellen) Schaden den der Einzelne voll abzufedern, aber mein Gerechtigkeitsempfinden sagt, dass zumindest allen etwas geholfen werden muss und nicht in Ausnahmefällen - wie etwa bei der Krankenschwester - wirklich von einem Arbeitsunfall mit der damit verbundenen Besserstellung ausgegangen werden sollte.