Oliver Schad schrieb am 23.10.2022 15:51:
Links kann nur sein antikapitalistisch zu sein und das will im Führungskader der Linkspartei NIEMAND. Wagenknecht kritisiert immer gewisse Höhen von Gewinnen der Reichen. Gewisse Menge des Reichtums. Aber doch nie Reichtum an sich und kapitalistische Ausbeutung an sich.
Frage: Was ist der Unterschied für mich, wenn ich zwischen kapitalistischer und sozialistischer Ausbeutung wählen kann? Beide nehmen mir einen guten Teil der von mir geleisteten Arbeit weg. Und weg bedeutet: ich kann nicht mehr darüber verfügen so wie ich will. Bei kapitalistischer Ausbeutung habe ich wenigstens noch die Freiheit der Entscheidung und der Entfaltung meiner Persönlichkeit (je nach meinen ökonomischen Mitteln, will ich mich weiter entfalten muß ich mehr erwirtschaften). Bei sozialistischer Ausbeutung habe ich die nicht, ich bin dann Sklave der Gesellschaft (in jeder "sozialistischen" Gesellschaft gabs Asozialenparagraphen, die freiwillige Nichtarbeiter (oder die von Marx so schön als Lumpenproletariat bezeichneten Schichten) unter die Knute der "Gesellschaft" gezwungen haben)).
Weitergedacht bedeutet es: kann persönliche Freiheit überhaupt links sein?