Ich finde es gut, dass zu wichtigen Artikeln eine Kommentar-Auswertung folgt.
Im Buch „Propagandaschlacht ums Klima. Wie wir die Anstifter klimapolitischer Untätigkeit besiegen“
kritisiert der Autor Michael E. Mann, das Konzept des „individuellen CO2-Fußabdrucks“ wurde vom Energiekonzern BP vermittelt, damit Klimaschützer „mit erhobenem Zeigefinger aufeinander losgehen“.
„Wenn aus dem Klimaproblem ein Gezeter über Nahrungs- und Reise-Entscheidungen wird, dass sich um persönliche Reinheit, Bloßstellen von Menschen aufgrund ihres Verhaltens und um Tugendhaftigkeit dreht, werden wir nie mit gemeinsamer Stimme sprechen. Dann (…) setzen sich die Interessen der fossilen Brennstoffwirtschaft durch.“
Der Einfluss Einzelner reiche nicht aus. Rindfleisch-Essen erzeuge weltweit etwa 6,0 % der globalen Treibhausemissionen, der Flugverkehr 3,0 %. Dagegen gehen 70 % aller CO2-Emissionen auf das Konto von 100 Unternehmen: Kohle-, Öl-, und Gaskonzerne.
Diese seien nur politisch zu regulieren.
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Ich stimme Herrn Manns Zahlen nicht exakt zu, zudem lässt er den großen Anteil von Militärorganisationen bei dem Fußabdruck außen vor - aber vom Grundgedanken her ist das nicht abwegig.