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Avatar von Belbo2
  • Belbo2

166 Beiträge seit 30.07.2007

Gutes Essen sollte aber in erster Linie Genuss ...

Das ist dann genau der Grund, warum die ja meist geschmacklich aufgepeppten Fertigessen gekauft und nicht, im eh gestressten Alltag, auch noch 1 Stunde "Küchenarbeit" geleistet wird. Essen ist nun einmal zunächst unabdingbar notwendige Nahrung und nicht Genuss und "gut" kann es durchaus auch sein, wenn es einfach nur schmackhaft ist. Für ein Genusserlebnis gibt es auch viele andere Dinge und Gelegenheiten. Essen ist normalerweise mindestens 3x täglich angesagt, da wird die Genusserzeugung ja auch schon fast zur Qual. 😎

cu

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  • Avatar von GrumpyOldMan
    • GrumpyOldMan

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.06.2018

    Antwort auf Gutes Essen sollte aber in erster Linie Genuss ... von Belbo2.

    auch noch 1 Stunde "Küchenarbeit" geleistet wird

    Und das auch nur wenn die (evtl. sogar frischen) Zutaten gerade im Haus sind.

    Wir kochen gerne und oft. Aber während der Woche tut es Abends auch Brot mit Käse. Wegen der Aufwände, da beide berufstätig. Und natürlich nutzen wir auch Convenience, wer schon mal Tortellini oder Lasagne oder Pizza(teig) oder ... gemacht hat, weiss, wieviel Aufwand das ist. Sowas macht man dann am WE.

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  • Avatar von Netzweltler
    • Netzweltler

    mehr als 1000 Beiträge seit 02.05.2012

    Antwort auf Gutes Essen sollte aber in erster Linie Genuss ... von Belbo2.

    Belbo2 schrieb am 24.01.2023 11:11:

    Das ist dann genau der Grund, warum die ja meist geschmacklich aufgepeppten Fertigessen gekauft und nicht, im eh gestressten Alltag, auch noch 1 Stunde "Küchenarbeit" geleistet wird. Essen ist nun einmal zunächst unabdingbar notwendige Nahrung und nicht Genuss und "gut" kann es durchaus auch sein, wenn es einfach nur schmackhaft ist. Für ein Genusserlebnis gibt es auch viele andere Dinge und Gelegenheiten. Essen ist normalerweise mindestens 3x täglich angesagt, da wird die Genusserzeugung ja auch schon fast zur Qual. 😎

    Genuß ist das, was die Leute geschmacklich gewohnt sind. Und wenn sie Produkte mit Ersatzstoffen gewohnt sind, dann ist das ihr Genuß.

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  • Avatar von jungspund
    • jungspund

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.08.2002

    Antwort auf Re: Gutes Essen sollte aber in erster Linie Genuss ... von GrumpyOldMan.

    GrumpyOldMan schrieb am 24.01.2023 11:27:

    . Aber während der Woche tut es Abends auch Brot mit Käse.


    Der deutsche Klassiker :-)

    Lasagne oder Pizza(teig) oder ... gemacht hat, weiss, wieviel Aufwand das ist.

    Das ist doch nun wirklich kein großer Aufwand. Die Lasagne vielleicht etwas mehr, aber nicht unüberschaubar ...
    Arbeit in der Küche kann auch entspannend sein. Für viele Gerichte ist ja keine minutengenau Sychronisierung erforderlich.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.01.2023 11:43).

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  • Avatar von VapingDad
    • VapingDad

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.11.2018

    Antwort auf Re: Gutes Essen sollte aber in erster Linie Genuss ... von GrumpyOldMan.

    Vorkochen und einfrieren? Ist doch besser als dieser schreckliche fertigfraß. Dafür ist mir mein Körper echt zu schade

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  • Avatar von GrumpyOldMan
    • GrumpyOldMan

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.06.2018

    Antwort auf Re: Gutes Essen sollte aber in erster Linie Genuss ... von jungspund.

    Nun, für eine gute Lasagne muss man:

    - den Teig machen, ruhen lassen, auswalzen, in Stücke schneiden
    - die Füllung vorkochen (ich gehe jetzt mal von einer Bolognaise aus)
    - die Bechamel machen (das ist der schnellste Teil)

    Der Rest, das Füllen der Form ist natürlich schnell gemacht.

    Aber wenn du ernsthaft kochen willst, hast du einiges an Vorarbeiten zu leisten, damit du die Zutaten am Arbeitsplatz in dem Moment wo sie gebraucht werden vorliegen hast. Und genau diese Vorbereitungen sind es, die die Zeit fressen.

    Wenn ich z.B. eine Tajine mache ist das Kochen nachher ein Selbstgänger, da kann man in der Küche sitzen und was lesen. Aber auch da sKochen kostet eben Zeit, die man, wenn man nicht um 21:00 abends essen will, in der Woche üblicherweise nicht hat.

    Oder: Mutti oder Vaddi gibt den Ganztagshausmann bzw. die Halbtagskraft. ;-)

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  • Avatar von jungspund
    • jungspund

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.08.2002

    Antwort auf Re: Gutes Essen sollte aber in erster Linie Genuss ... von GrumpyOldMan.

    GrumpyOldMan schrieb am 24.01.2023 12:00:

    - den Teig machen, ruhen lassen, auswalzen, in Stücke schneiden
    - die Füllung vorkochen (ich gehe jetzt mal von einer Bolognaise aus)
    - die Bechamel machen (das ist der schnellste Teil)

    Nudelplatten darf man gerne fertig nehmen ... Sugo mit oder ohne Fleisch ist haltbar und kann tatsächlich am WE vorbereitet werden. Kann man auch einkochen. Bechamel muss man machen, und ja, Spinat muss man frisch machen. Bei guter Vorratshaltung brauchst du also maximal entspannte 30-45 Minuten von gewienerter Küche bis "Rein-in den Ofen" inkl. "clean-as-you-go"

    Aber wenn du ernsthaft kochen willst, hast du einiges an Vorarbeiten zu leisten, damit du die Zutaten am Arbeitsplatz in dem Moment wo sie gebraucht werden vorliegen hast

    .

    Mis-en-place, ja und gerna, zuhause aber nur, wenn es das Gericht erfordert oder mehreres gleichzeitig gemacht wird. Nicht gerade Haushaltskochen.
    Einen gewissen Skill, was nun wann und wie die Pfanne muss, braucht man natürlich. Wer zuerst Zwiebel schneidet und ins heisse Fett schmeisst, der hat schon verloren und bekommt ein kräftiges Holzkohlearoma.

    Aber auch da sKochen kostet eben Zeit, die man, wenn man nicht um 21:00 abends essen will, in der Woche üblicherweise nicht hat.

    Ach, die Zeit hast schon, Kostet eben Vorplanung, um 16 Uhr den Einfall auf Sugo bekommen, geht eben nicht. Und kalte Küche geht ja auch noch - ist aber nicht unumgänglich.

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  • Avatar von szul
    • szul

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.06.2003

    Der soziale Aspekt des Genusses

    Antwort auf Re: Gutes Essen sollte aber in erster Linie Genuss ... von GrumpyOldMan.

    GrumpyOldMan schrieb am 24.01.2023 12:00:

    Oder: Mutti oder Vaddi gibt den Ganztagshausmann bzw. die Halbtagskraft. ;-)

    Das ist der Punkt.
    In der Generation unserer Eltern war es normal,
    dass ein Elternteil zumindest halbtags zuhause war,
    da war das mit dem Kochen und des gesunden Essen dann kein Problem.
    (Damals konnte eine Person auch noch eine ganze Familie ernähren,
    das ist heute leider deutlich schwieriger geworden.)

    Heute, wo oftmals beide Elternteile (vollzeit) Berufstätig sind,
    (oder es sich ohnhin um einen Singlehaushalt handelt,)
    klappt das halt nicht mehr.

    Und das hat nicht nur zur Folge,
    dass das Essen weniger Gesund ist,
    sondern oftmals auch dass der soziale Aspekt dabei zu kurz kommt.
    Wenn sich jeder bei Bedarf einfach eine Fertigmahlzeit in die Mikrowelle schmeisst,
    dann wird auch viel seltener gemeinsam gegessen.

    Dieser Aspekt des "Genusses" wird gerade in Deutschland gerne übersehen.

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  • Avatar von jungspund
    • jungspund

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.08.2002

    Vorsichtig ...

    Antwort auf Der soziale Aspekt des Genusses von szul.

    szul schrieb am 24.01.2023 12:42:

    dass ein Elternteil zumindest halbtags zuhause war,
    da war das mit dem Kochen und des gesunden Essen dann kein Problem.
    (Damals konnte eine Person auch noch eine ganze Familie ernähren,
    das ist heute leider deutlich schwieriger geworden.)

    "Eine Person konnte ..." .. nein, hat sie nicht, die eine.
    Die andere Person hat nämlich die Arbeit der Hauswirtschaft gemacht. Also Kochen ohne Convinience, Haltbarmachen und Co. Kannst du heute genauso habe. Aber dann bleibt eben einer zuhause und macht diese Arbeit. Teilweise auch noch die Arbeit der Ernte und des Gartenbaus.

    Und natürlich war die Bandbreite an Gerichten viel kleiner. Das wurde akzeptiert.

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  • Avatar von GrumpyOldMan
    • GrumpyOldMan

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.06.2018

    Antwort auf Re: Gutes Essen sollte aber in erster Linie Genuss ... von VapingDad.

    Mealprepping - so machen wir es auch oft.
    Am Besten ist es allerdings, wenn man die Notwendigen Zutaten vorgeschnitten im Eisfach hat. Dann geht es auch spontan, was zu machen. Was man sich hat
    Aber wie gesagt, z.B. Pasta holen wir dann doch beim Pastaverkäufer unseres Vertrauens im Supermarkt. Es gibt da im mercado in HH z.B. eine netten Stand mit guten Sachen. Aber das hat halt nicht jeder und auch nicht jeder hat das Geld für die Preise.

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