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  • Spökenkieker

260 Beiträge seit 11.06.2021

Offshore-Windanlagen

Ja, ich weiß, das ist Ketzerei aber es sind ja nicht nur die bösen Fischer, die die Meere belasten.
Beispielsweise verursachen Offshore-Windanlagen sehr viel Lärm unter Wasser was die Fische stresst.
Die Fische habe ja auch Ihre Wanderrouten, die durch Windräder ähnlich unterbrochen werden, wie die Wanderrouten der Vögel.
Ansonsten fällt mir als regelmäßiger Nordseeurlauber auf, das es immer weniger deutsche Fischer gibt. Die noch existierenden Fischer demonstrieren ja deshalb.

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  • Avatar von elklynx
    • elklynx

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.04.2004

    Aha

    Antwort auf Offshore-Windanlagen von Spökenkieker.

    Da kann man ja nur weiter Kohle fördern oder jetzt sofort, umgehend, die Deep-State-Politiker verhindern das nur, Sarah weiß es, den deutschen Strombedarf mit Kernfusion decken. Mimimi, keine deutschen Fischer mehr, die sowieso seit 50 Jahren nur noch in Neufundland Fang fanden, weil die Nordsee seit spätesstens dem Cod War in den 1970ern, 50 Jahre, überfischt ist. Guck mal im Supermarkt, wo der Fisch herrkommt. Ja, es gibt ein paar Luxus-Nordseeschollen und ein bisschen von Island eingekauften Kabeljau, der Rest kommt von weiter entfernten Seiten unseres Globus. Der Brot-und-Butterfisch wird als "Alaskaseelachs" bezeichnet und bezeichnet meist, aber nicht ausschließlich, das was in Deutschland auch als "Pazifischer Pollack" bezeichnet wird, obwohls auch kein Pollack, sondern ein Barentsee-Gladus ist. Um die verklaufszahlen bedienen zu können, wird seit 20 Jahren Mekong-Pangasius und Viktoriasee-Tilapia in den europäischen Markt gesteckt, weil es von den Fischen des 20. Jh. längst zu wenig zur Bedienung der Nachfrage gibt. Uiuiui, na was fürn Wunder, dass es in so einer Situation "immer weniger" deutsche Hochsee-Fischer gibt. In Mecklenburg Vorpommern gibt es auch immer weniger Olivenbauern, wir müssen unbedingt mehr Olivenanbau an der Müritz fördern und schlagt endlich den Pfälzerwald kahl, so eine unproduktive Brachfläche, die armen Bauernhöfe, die deswegen nicht existieren.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.03.2024 12:40).

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  • Avatar von meckerpott
    • meckerpott

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.01.2003

    Antwort auf Offshore-Windanlagen von Spökenkieker.

    Spökenkieker schrieb am 13.03.2024 10:28:

    Beispielsweise verursachen Offshore-Windanlagen sehr viel Lärm unter Wasser was die Fische stresst.

    Hat Dir das der Frisör Deines Schwagers erzählt?
    Man ahnt schon, dass das Blödsinn ist, aber solche Legenden waren Anlass genug, das ganze mit einer reichlich teuren Messkampagne zu unterlegen (Alpha Ventus).
    Kurzfassung: bei Flaute stehen die Räder still, nix zu messen. Bei Wind wird das Betriebsgeräusch der Anlagen vom Wellenschlag übertönt.
    Am besten messen lassen sich noch die Antriebe der Schiffe in der benachbarten Hauptschifffahrtsroute.

    Ein kurzzeitiges und echtes Problem ist der Lärm bei der Installation, das ist aber etwas völlig anderes. Wer sich nicht wirklich für das Thema interessiert und seine Meinung fest hat, kann das durchaus vermischen.

    Die Fische habe ja auch Ihre Wanderrouten, die durch Windräder ähnlich unterbrochen werden, wie die Wanderrouten der Vögel.

    Auch das klingt eher nach Fachsimpelei mit dem Azubi im Zooladen.
    Seriösen Studien zufolge sind das für die Fische willkommene künstliche Riffe, zumal die Windparks für die Fischerei gesperrt sind und somit den Fischen einen besseren Lebensraum bieten.
    Das haben natürlich auch die Fischer mitbekommen - es gibt Anekdoten über Fischerboote, die einfach so durch den Windpark fahren (und dabei auch schon Messtechnik zerstört haben).

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  • Avatar von Spökenkieker
    • Spökenkieker

    260 Beiträge seit 11.06.2021

    Antwort auf Aha von elklynx.

    elklynx schrieb am 13.03.2024 12:40:

    iuiui, na was fürn Wunder, dass es in so einer Situation "immer weniger" deutsche Hochsee-Fischer gibt.

    Naja, im Artikel geht es um die Nord- und Ostsee und nicht um Hochseefischerei...

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  • Avatar von elklynx
    • elklynx

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.04.2004

    In meinem Beitrag gehts auch um die Nordsee

    Antwort auf Re: Aha von Spökenkieker.

    Guckst du nochmal den ganzen Beitrag durch. Nordsee hat seit 50 Jahren zu wenig Fisch, kein Fisch, keine Fischer. Es gibt aber deutsche Fischflottenkontingente vor Neufundland und Neuschottland. Der "Deutsche Kabeljau" ist nicht deswegen in der Minderheitl weil anderer Fisch so billig wäre und deinem Fischerplayboy das Fischen erschwert würde, sondern weils zu wenige deutsche Kabeljaus gibt uind wo es zu wenige gibt, können eben keine gefangen werden. Der Putensalamizüchter mit einer 500-Hähne-Mastanlage sagt ja auch nicht einfach, ich schlachte heute einfach 1500 Hähne, weil ich die zum wirtschaftlichen Überleben brauche - wenn er nur 500 hat.

    P.S.
    Und nochmal: Cod War ist 1970er - da gabs noch keine Windparks

    P.P.S.
    Oh guck mal, gerade sind 1000 männliche Küken geschlüpft, sofort schlachten, das sind ja die 1000, die uns fehlen. 🤣

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.03.2024 13:38).

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    • Spökenkieker

    260 Beiträge seit 11.06.2021

    Antwort auf Re: Offshore-Windanlagen von meckerpott.

    meckerpott schrieb am 13.03.2024 13:13:

    Seriösen Studien zufolge sind das für die Fische willkommene künstliche Riffe, zumal die Windparks für die Fischerei gesperrt sind und somit den Fischen einen besseren Lebensraum bieten.

    Es gibt eine sehr positive Studie dazu von Deepwater Wind, die allerdings von den Windkraftbetreibern finanziert wurde.
    Ansonsten möchte ich nur darauf hinweisen, das neben der Fischerei welche einer Fischereiquoten unterworfen ist, es auch andere Veränderungen in den Gewässern gibt.
    Wie eben der Bau von Windparks usw.
    Naja, mal sehen was da noch kommt.

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  • Avatar von 486DX4-160
    • 486DX4-160

    mehr als 1000 Beiträge seit 04.06.2003

    Antwort auf Offshore-Windanlagen von Spökenkieker.

    Spökenkieker schrieb am 13.03.2024 10:28:

    Ja, ich weiß, das ist Ketzerei aber es sind ja nicht nur die bösen Fischer, die die Meere belasten.
    Beispielsweise verursachen Offshore-Windanlagen sehr viel Lärm unter Wasser was die Fische stresst.
    Die Fische habe ja auch Ihre Wanderrouten, die durch Windräder ähnlich unterbrochen werden, wie die Wanderrouten der Vögel.
    Ansonsten fällt mir als regelmäßiger Nordseeurlauber auf, das es immer weniger deutsche Fischer gibt. Die noch existierenden Fischer demonstrieren ja deshalb.

    Umso wichtiger wären Schutzzonen und niedrige Fangquoten, bis sich der Bestand erholt hat und es wieder ordentlich was zu Fischen gibt.
    Da demonstrieren die noch existierenden Fischer aber dagegen.
    Klar: Was hilft jede Menge Fisch in 8 Jahren, wenn die nächsten Quartale nicht passen und so Kündigung droht?

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