Naja, die Rechnung geht aktuell nicht zu Ungunsten Russlands auf. Die von der FAZ veröffentlichte Zahl von ca. 980 Verlusten für die russische Armee pro Tag seit Kriegsbeginn halte ich für genauso wenig realistisch, wie die von Selenskj als Kiew vermeldete "offizielle" Zahl von 31.000 getöteten ukrainischen Soldaten. Denn wäre seine Armee so erfolgreich, dass auf jeden toten ukrainischen Soldaten fast drei tote Russen kommen, sähe der Frontverlauf anders aus.
Also kurzum: hier wird kräftig gelogen. Wenn ich konservativ schätzen müsste, haben Russen und Ukrainer etwa zwischen 1:3 und 2:3 Soldaten verloren, vermutlich insgesamt 800.000 Mann auf beiden Seiten. Das ist eine Gesamtzahl aller getöteten, verwundeten, vermissten und kriegsgefangenen Soldaten für beide Seiten.
Wenn also Karl Lauterbach deutsche Krankenhäuser fit machen will für 1000 Verwundete am Tag, dann bedeutet dies also, dass die EIGENE Seite auf einmal doppelt so viele Verluste machen müsste, wie BEIDE Seiten zusammen im Russo-Ukrainischen Krieg (ausgehend von 1:1 Toten/Verwundeten). Wir sprechen also über eine Vervierfachung der Intensität der Kämpfe.
Die Chinesen haben kein Interesse an einem blutigen Landkrieg, die haben auch kein Interesse, mehrere Millionenheere durch den Fleischwolf zu drehen, auch wenn sie die Möglichkeiten dazu hätten. Auch die Inder verzichten auf einen Landkrieg, etwa gegen Pakistan. Die könnten sie problemlos überrollen, selbst wenn die Inder nur Musketen und Schwerter einsetzen würden, trotzdem verzichtet Modi auf eine Mobilmachung.
Die "Möchtegernfeldherren" scheinen eine fast rein euro-amerikanische Angelegenheit zu sein, und die sehen nur überall Feinde. Bedenklich.