... dann ist es wohl schwierig zu antworten. Doch ich mache es trotzdem!
Meine Sichtweise, wonach dieser Krieg Deutschland nichts angeht, wir unsere Grundsätze, keine Waffen in Krisengebiete zu liefern aufrecht erhalten sollten und die Ukraine auch eine erhebliche Schuld an der jetzigen Situation hat, brachte mir eine Sperrung wegen "Trollerei" ein, da sich angeblich andere Foristen "provoziert" fühlten durch die gegenteilige Sichtweise zum Regierungsnarrativ.
Bei einem solchen Verständnis von Meinungsfreiheit und demokratischer Meinungsbildung stellt sich für mich schon die Frage nach der Gesinnung der Moderation.
Dennoch werde ich meine Meinung hier weiter vertreten, da sie aus demokratischer Sicht ebenso legitim ist wie die der Kriegsunterstützer!
Die Strategie des Entzugs von wehrfähigen Soldaten zur Schwächung der Armee wurde ja schon in Syrien angewandt, um Assads Armee auszudünnen, was uns eine unkontrollierte Massenmigration vor allem junger Männer mit all den mittlerweile bekannten Problemen brachte. So sind laut Statistik z.B. immer noch 65% der syrischen Migranten von Sozialtransfers abhängig, ebenso haben sie weiterhin einen überproportionalen Anteil an der Gewaltkriminalität.
Da ich für den militärischen Konflikt in der Ukraine nicht Putin als den Hauptverantwortlichen sehe, sondern eine aus einem von den USA geführten Putsch hervorgegangene Marionettenregierung in Kiew, sehe ich für Deutschland keinen Anlass, in diesem Krieg Partei zu ergreifen, Waffen zu liefern oder gar mit Sanktionen gegen Russland unsere Wirtschaft und den Wohlstand der Bürger zu gefährden. Es ist nicht Deutschlands Krieg!
Aber zurück zu der Frage, ob es naiv ist, russischen Soldaten in Deutschland Asyl zu bieten.
Ja, das denke ich schon allein angesichts der Tatsache, dass derzeit ca. 150 000 russische Soldaten in der Ukraine im Einsatz sind, während die russische Armee ca. 1 Million aktive Soldaten hat und 2 Millionen Reservisten mobilisieren kann. Wenn wir die nur zur Hälfte inklusive Familien aufnehmen würden, wäre das eine enorme Belastung für unseren gesellschaftlichen Frieden. Der ohnehin schon überlastete Wohnungsmarkt würde wohl noch katastrophalere Entwicklung nehmen und auch die ohnehin schon enormen Schulden würden noch weiter anwachsen - wohl gemerkt, ohne dass für diesen Konflikt irgendeine Verantwortung bei Deutschland liegt, außer den jetzt von Deutschland in die Ukraine gelieferten Waffen.
Die USA haben diesen Konflikt nach meiner Sicht gezielt herbeigeführt und damit eine Hauptverantwortung, aber es ist kein Nato-Problem. Zu diesem versucht man es zu konstruieren, indem man Moskau unterstellt, es hätte die Expansionsgelüste nach Westen, welche die Nato nun unabweisbar nach Osten hin gezeigt hat. Einen konkreten Beleg für diese Verdächtigung gibt es nicht und es ist bei sachlicher Betrachtung nicht festzustellen, dass Russland Nato-Gebiet zu okkupieren beabsichtigt.
Die Ukraine hat das Abkommen von Minsk missachtet und erwartet nun weiterhin in schon dreister Art vom Westen und wie man überall sehen kann explizit von Deutschland, dass es zur Kriegs- und Sanktionspartei wird. Dem muss entschieden widersprochen werden. Es ist allein Sache der Ukraine, mit Russland eine Übereinkunft zu treffen. Die Forderung nach Neutralität und Anerkennung der Entscheidung der Bürger der autonomen Krim halte ich für ebenso berechtigt wie die Forderung nach der Unabhängigkeit des Donbass, da dort mehrheitlich russisch stämmige Menschen leben, denen man diese Kiewer Regierung nicht mehr zumuten kann.
Von daher kann man nur hoffen, dass in Deutschland trotz der momentan herrschenden, extrem aufgeheizten Kriegspropaganda gegen Russland doch eine Mehrheit die Vernunft und den Mut hat, zu sagen "es ist nicht unser Krieg", wir wollen keine Konfrontation mit Russland und die Politk dazu zwingt, diese Position einzunehmen.
Nachdem wir ja auch keine Sanktionen gegen die USA verhängt haben, obwohl diese nachweislich völkerrechtswidrig den Irak überfallen und besetzt haben, ist nach meinem logischen Verständnis auch kein Grund gegeben, jetzt Russland zu sanktionieren.