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  • Corminax

496 Beiträge seit 09.03.2007

Das ist ja grauenhaft, ...

... was da in Iowa passiert.

Die Zahl der Gesetzentwürfe, die darauf abzielen, Transpersonen den Zugang zu medizinischer Grundversorgung, rechtlicher Anerkennung, Bildung, Toiletten, Sport und das Recht auf Existenz in öffentlichen Schulen zu verweigern, ist in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen.

Keine medizinische Grundversorgung mehr für Transpersonen, keine Toiletten, kein Recht auf Existenz? Warum reagiert hier die Weltöffentlichkeit nicht und sanktioniert Iowa?
Vielleicht weil das Bullshit ist?

Ein weiteres in Iowa verabschiedete Gesetz verbietet die geschlechtsangleichende medizinische Behandlung bei Patientinnen und Patienten unter achtzehn Jahren

So wie das auch in Europa mehr und mehr Mediziner, Psychologen und Pädagogen aufgrund der gemachten Erfahrungen mit zunehmenden Detransitionen fordern, sollen nicht schon Kinder mit Hormonen behandelt und radikaloperiert werden.
Auch diese Aussage ist Nonsens:

Die Republikanische Gouverneurin von Iowa, Kim Reynolds, hat ein Gesetz unterzeichnet, das es Transpersonen unter der Schülerschaft verwehrt, eine Toilette zu benutzen, die ihrer staatlich festgelegten Geschlechtsidentität entspricht.

Gerade das Gegenteil ist richtig; es soll die Toilette aufgesucht werden, die dem biologischen und der damit "staatlich festgelegten Geschlechtsidentität entspricht. Damit soll verhindert werden, dass Frauen (weiblich gelesene Personen mit Uterus, die noch nicht, aktuell oder früher mal menstruiert haben) ihre Schutzräume verlieren und Noch-Schwanzträgern ausgeliefert sind.

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    • Rhiannon

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    Antwort auf Das ist ja grauenhaft, ... von Corminax.

    Hallo,

    Corminax schrieb am 03.04.2023 16:41:

    ... was da in Iowa passiert.

    Keine medizinische Grundversorgung mehr für Transpersonen, keine Toiletten, kein Recht auf Existenz? Warum reagiert hier die Weltöffentlichkeit nicht und sanktioniert Iowa?
    Vielleicht weil das Bullshit ist?

    Richtig, weil es in Iowa, genau wie in praktisch allen US-Staaten keine öffentliche Krankenversicherung, wie sie es bei uns gibt, nicht gibt. Also, wenn überhaupt, die Transpersonen sich die Hormone selbst besorgen.

    Was aber heisst, daß sie keinesfalls verirrte sind, sondern sich stark überlegt haben, das auch zu machen.

    Ein weiteres in Iowa verabschiedete Gesetz verbietet die geschlechtsangleichende medizinische Behandlung bei Patientinnen und Patienten unter achtzehn Jahren

    So wie das auch in Europa mehr und mehr Mediziner, Psychologen und Pädagogen aufgrund der gemachten Erfahrungen mit zunehmenden Detransitionen fordern, sollen nicht schon Kinder mit Hormonen behandelt und radikaloperiert werden.
    Auch diese Aussage ist Nonsens:

    In Europa, soweit mir bekannt, wird niemals jemand unter 18 "radikaloperiert".

    Wenn überhaupt, werden Jugendliche mit Hormonblockern, wenn die Kinder und die Eltern das wünschen, behandelt, deren Folgen reverible sind.

    Die Republikanische Gouverneurin von Iowa, Kim Reynolds, hat ein Gesetz unterzeichnet, das es Transpersonen unter der Schülerschaft verwehrt, eine Toilette zu benutzen, die ihrer staatlich festgelegten Geschlechtsidentität entspricht.

    Gerade das Gegenteil ist richtig; es soll die Toilette aufgesucht werden, die dem biologischen und der damit "staatlich festgelegten Geschlechtsidentität entspricht. Damit soll verhindert werden, dass Frauen (weiblich gelesene Personen mit Uterus, die noch nicht, aktuell oder früher mal menstruiert haben) ihre Schutzräume verlieren und Noch-Schwanzträgern ausgeliefert sind.

    Dann kommt es zu Situationen, wie vor kurzem in den USA: Ein Transmann ging auf ein Damenklo, wie es das Gesetz verschreibt, die dort vorhandenen Cis-Frauen erregten sich über einen Mann in ihrem Schutzraum und riefen die Polizei, die dann den Transmann festnahm.

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    • Corminax

    496 Beiträge seit 09.03.2007

    Antwort auf Re: Das ist ja grauenhaft, ... von Rhiannon.

    Richtig, weil es in Iowa, genau wie in praktisch allen US-Staaten keine öffentliche Krankenversicherung, wie sie es bei uns gibt, nicht gibt.

    Die doppelte Verneinung (keine ... nicht gibt) ist Dir wohl im Überschwang der Gefühle unbeabsichtigt unterlaufen. Allerdings bestätigst Du damit, dass die Aussage "Keine medizinische Grundversorgung mehr für Transpersonen" falsch ist. Es gibt dann wohl in Iowa für egal wen Medizin nur gegen Geld.

    Was aber heisst, daß sie keinesfalls verirrte sind, sondern sich stark überlegt haben, das auch zu machen.

    ...hat auch keiner was von "Verwirrten" gesagt, höchstens von Kindern, die sich der Tragweite der Eingriffe noch nicht ganz bewusst sein könnten. Wir reden hier von Personen, die laut derselben Politiker, die das befürworten, anderseits angeblich altersbedingt nicht mal realisieren können, dass 75 Messerstiche in den Körper ihrer Klassenkameradin eventuell etwas Schlechtes sein könnte.

    In Europa, soweit mir bekannt, wird niemals jemand unter 18 "radikaloperiert".

    Falsch:
    https://de.statista.com/infografik/26187/anzahl-der-geschlechtsangleichenden-operationen-in-deutschland/

    Wenn überhaupt, werden Jugendliche mit Hormonblockern, wenn die Kinder und die Eltern das wünschen, behandelt, deren Folgen reverible sind.

    Auch falsch, falls Du mit "reverible" reversibel gemeint haben solltest. Das ist doch genau das (gute) Argument, warum man so früh wie möglich geschlechtsangleichende Hormontherapien machen möchte, weil eben vieles nicht mehr rückgängig zu machen ist.

    Dann kommt es zu Situationen, wie vor kurzem in den USA: Ein Transmann ging auf ein Damenklo, wie es das Gesetz verschreibt, die dort vorhandenen Cis-Frauen erregten sich über einen Mann in ihrem Schutzraum und riefen die Polizei, die dann den Transmann festnahm.

    Die ihn nach einem kurzen Blick aufs nicht vorhandene Gemächt wieder freigelassen haben dürfte. Aber es gibt auch die Story von dem Vergewaltiger, der sich kurzerhand zur Frau erklärte, in den Frauenknast kam und dort Mithäftlinge vergewaltigte.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2001

    Antwort auf Re: Das ist ja grauenhaft, ... von Corminax.

    Corminax schrieb am 04.04.2023 11:38:

    Die doppelte Verneinung (keine ... nicht gibt) ist Dir wohl im Überschwang der Gefühle unbeabsichtigt unterlaufen. Allerdings bestätigst Du damit, dass die Aussage "Keine medizinische Grundversorgung mehr für Transpersonen" falsch ist. Es gibt dann wohl in Iowa für egal wen Medizin nur gegen Geld.

    Richtig !

    In Europa, soweit mir bekannt, wird niemals jemand unter 18 "radikaloperiert".

    Falsch:
    https://de.statista.com/infografik/26187/anzahl-der-geschlechtsangleichenden-operationen-in-deutschland/

    Da steht in der ersten Gruppe "Von 15 bis 20", was aber bedeutet, daß die OPs, die gemacht werden, für die erst ab 18 jährigen auch da hinein fallen, also die Statistik verfälschend ist. Die Statistik gibt vor, daß bereits 15 jährige genital oder Brust-Operiert werden, ohne es zu belegen.

    Wenn überhaupt, werden Jugendliche mit Hormonblockern, wenn die Kinder und
    die Eltern das wünschen, behandelt, deren Folgen reverible sind.

    Auch falsch, falls Du mit "reverible" reversibel gemeint haben solltest. Das ist doch genau das (gute) Argument, warum man so früh wie möglich geschlechtsangleichende Hormontherapien machen möchte, weil eben vieles nicht mehr rückgängig zu machen ist.

    Hormonblocker sind zwar auch Hormone, aber sie haben die Eigenschaft, die späteren Folgen der Pubertät von Transmenschen (MzF, tiefe Stimme und FzM, Brustenwicklung) zu verzögern, bzw. zu blockieren.

    Erst wenn dann die entsprechenden Hormone (Östrogene bei MzF und Testoteron bei FzM) gegeben werden, entwickeln sich die entsprechenden speziellen sekundendären bzw. Effekte.

    Werden die Hormonblocker aber vor der Hormontherapie beendet, sind die Effekte der Hormonblock reversibel, die entsprechende Pubertät nimmt ihren normalen Lauf.

    Dann kommt es zu Situationen, wie vor kurzem in den USA: Ein Transmann ging auf ein Damenklo, wie es das Gesetz verschreibt, die dort vorhandenen Cis-Frauen erregten sich über einen Mann in ihrem Schutzraum und riefen die Polizei, die dann den Transmann festnahm.

    Die ihn nach einem kurzen Blick aufs nicht vorhandene Gemächt wieder freigelassen haben dürfte.

    Das ist mir weiter nicht bekannt, aber die Folgen allein, festgenommen zu werden, nur weil er das Gesetz befolgte, zeigt den Unsinn dieser Gesetze.

    Aber es gibt auch die Story von dem Vergewaltiger, der sich kurzerhand zur Frau erklärte, in den Frauenknast kam und dort Mithäftlinge vergewaltigte.

    Dieser Fall ?
    https://www.rnd.de/panorama/schottland-trans-frau-wegen-vergewaltigung-zu-acht-jahren-haft-verurteilt-IKX2ZG4BQVA77D5FLNAC2OHFUM.html

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