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  • Avatar von barschgesicht
    • barschgesicht

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.09.2009

    Antwort auf Re: Das Problem ist ja nicht von auf_der_hut.

    Nun ja, das ganze auf Sexualitaet zu verkuerzen greift denke ich zu kurz da Transmenschen sich eben nicht dadurch definieren das sie auf Frauen oder Maenner stehen. Im Gegenteil ein Teil der M2F Personen stehen durchaus weiterhin auf Frauen.
    Das Problem sehe ich halt eher darin das die Pubertaet es haeufig mit sich bringt das man sich unwohl im eigenen sich veraendernden Koerper fuehlt.
    Wenn man diesen Personen nun anfaengt einzureden das sie moeglicherweise im falschen Koerper sind koennte der ein oder andere durchaus auf die Idee kommen eine Behandlung anzufangen die spaeter eben schwer rueckgaengig zu machen ist.

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    • auf_der_hut

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.05.2008

    Antwort auf Re: Das Problem ist ja nicht von barschgesicht.

    Das habe ich auch nicht sagen wollen.

    Es ging mir nur darum, das eben niemand schwul wird weil es nicht mehr stigmatisiert ist. Es gibt nicht mehr oder weniger Schwule als früher. Genauso wenig wechselt jemand das Geschlecht, nur weil Transmenschen gesellschaftlich akzeptiert sind und offen darüber gesprochen werden kann. Diese Befürchtungen haben keine reale Grundlage - bei der Homosexualität ist das inzwischen weitgehend akzeptiert, bei der Transgender anscheinend noch nicht.

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  • Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Antwort auf Medizinische Dilemmata von Emrymer.

    Emrymer schrieb am 03.04.2023 13:56:

    Das ist und bleibt ein Dilemma. Das Kind, das betroffen ist, kann weder guten Gewissens behandelt werden (weil es sich der Konsequenzen nur unzureichend bewußt sein kann), noch kann man guten Gewissens sagen: das geht später auch alles noch, warte doch einfach...

    wobei man da jahrzehntelang nicht so zimperlich war, wenn Kinder mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren wurden. Da wurden ja bedenkenlos verstümmelnde Operationen zur 'Normalisierung' der Geschlechtsorgane an Kleinstkindern durchgeführt. Oftmals war die Entscheidungsgrundlage in welche Richtung allein die chirurgisch technische Praktikabilität. 'It's easier to make a hole than a pole' kommt ja aus dieser Einstellung der beteiligten Professionen. Da spielte die geschlechtliche Selbstverortung der Kinder überhaupt keine Rolle, die waren zu klein um eine solche zu äussern, und wurden ja auch gar nicht gefragt.

    Das jetzt ausgerechnet dieselben Leute, die diese jahrzehntelange Praxis vollkommen unproblematisch fanden, sich jetzt angeblich um das Wohl von Transjugendlichen sorgen, ist schon ein dreister Fall von Heuchelei.

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    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Sicher, dass das dieselben Personen sind / waren?

    Antwort auf Re: Medizinische Dilemmata von Ignoramus-et-Ignorabimus.

    Sind Sie sicher, dass das dieselben Personen waren?
    Denn mit den Neugeborenen waren ja vermutlich vor allem die Ärzte der Entbindungsstation befasst, und die werden vermutlich dann eher seltener mit Jugendlichen zu tun haben.

    Wenn es nicht dieselben Personen sind, läuft, soweit ich sehe, der Vorwurf der "Doppelmoral" ins Leere: da haben eben verschiedene Leute verschiedene Vorstellungen, was für das jeweilige Kind "gut" sein sollte.

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    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Antwort auf Sicher, dass das dieselben Personen sind / waren? von Emrymer.

    Emrymer schrieb am 04.04.2023 09:59:

    Sind Sie sicher, dass das dieselben Personen waren?
    Denn mit den Neugeborenen waren ja vermutlich vor allem die Ärzte der Entbindungsstation befasst, und die werden vermutlich dann eher seltener mit Jugendlichen zu tun haben.

    Wenn es nicht dieselben Personen sind, läuft, soweit ich sehe, der Vorwurf der "Doppelmoral" ins Leere: da haben eben verschiedene Leute verschiedene Vorstellungen, was für das jeweilige Kind "gut" sein sollte.

    also zum einen braucht's da schon ein bisschen mehr dazu als nur einen Arzt auf der Entbindungsstation.... Solche frühkindlichen Operationen brauchen ja eine jahrelange Nachsorge und teilweisse Folgeoperationen, später eventuell noch Endokrinologen usw. Das Kind wächst ja. Das war ja kein first time final, sondern das waren jahrelange Behandlungen. Da haben sich schon ausgewiessene Spezialisten herausgebildet.

    Berüchtigt in dem Zusammenhang wurde John Money (David Reimer!) am John Hopkins, der ja dann andersherum auch die extrem selektive und restriktive medizinische Behandlung von Transmenschen dort durchgeführt hat. Da gibt's durchaus Überschneidungen.

    Zum anderen meinte ich jetzt nicht unbedingt nur die beteiligten medizinischen Professionen, sondern in erster Linie diejenigen, die sich aus vornehmlich politischen Gründen jetzt ausgerechnet Transjugendliche und Kinder als schutzwürdiges Sujet herausgepickt haben, die es vor Beeinflussung und medizinischer Hilfe zu schützen gälte.

    Und natürlich ist es in gewisser Weise ein medizinisch/psychologisches Dilemma, weil für Transjugendliche eine frühe Angleichung natürlich vorteilhaft ist, nicht nur was das körperliche Ergebnis angeht. Die müssen die empfundene gegengeschlechtliche Pubertät wenn keine Behandlung passiert nämlich auch erst mal überleben. Speziell wenn die in einem wenig supportiven Umfeld leben. Viele tun das nicht. Insofern ist Warten und Vertrösten nicht wirklich eine Option.

    Es ist andererseits natürlich immer auch schwierig von aussen zu entscheiden, wie tragfähig der Entschluss zur Angleichung in einem Alter ist, in dem bei einer normalen Entwicklung die psychosexuelle Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Nur ist eben aus der Sicht von Transjugendlichen an dieser Entwicklung nichts normal.

    Insofern denke ich eben, bevor man da mit starren Schemata operiert, muss man eben das Kind/den Jugendlichen auch professionell begleiten und mit ihnen gemeinsam einen Weg finden. Der sollte aber auch nichts von vorneherein ausschliessen.

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