In den hoch entwickelten Industrieländern sind private Haushalte und Unternehmen Nettosparer. Das muss ausgeglichen werden durch eine jährliche Neu- und Höherverschuldung des Staates und/oder durch Handelsüberschüsse.
Entgegen dem Stabilitäts- und Wachstumspakt von 1967 ("Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht") fährt Deutschland seit dem Jahr 1952 das Wirtschaftswachstumsmodell Handelsüberschüsse. Mit dem gerade verabschiedeten Wachstumschancengesetz möchte man das wieder aktivieren.
Damit ist man auf einem guten Wege. So lag der Handelsüberschuss Deutschlands (trade in goods and services) im ersten Halbjahr schon wieder bei knapp 100 Milliarden Euro. Wir drücken unserem Finanzminister und der Schwarzen Null im Grundgesetz die Daumen, dass unsere Handelspartner willens und in der Lage sind, sich weiter für uns zu verschulden, damit wir selbst das nicht tun müssen.