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  • lliberty123de

106 Beiträge seit 16.07.2009

Falsche Frage!

Es stellt sich eher die Frage, ob der Ruzzische Angriffskrieg mit der Menschenwürde vereinbar ist? Und hier lautet die Antwort: NEIN

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  • Avatar von Stimmy
    • Stimmy

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.01.2018

    Antwort auf Falsche Frage! von lliberty123de.

    Das ist für mich Ablenkung vom Problem mit klassischer Whataboutism-Rhetorik: Anstatt sich mit einem Missstand auseinanderzusetzen, lenkt man das Thema auf einen anderen Missstand.
    Nach der Rhetorik könnte man auch fragen, warum sich Deutschland so an einen Staat hängt, der in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Angriffskriege geführt hat - gemeint sind natürlich die USA.

    Jetzt aber raus aus dem Whataboutism: Das eigentliche Problem ist, dass Ukrainer (und natürlich auch Russen, darauf hat der Westen allerdings keinen Einfluss) gezwungen werden, sich für diesen Krieg töten zu lassen und andere Menschen zu töten. Und da unterstützt der Westen nun mit dem kategorischen Ablehnen von Verhandlungslösungen und mit einseitiger Berichterstattung fleißig mit.
    Genauso werden größtenteils Waffen geliefert, bei deren Einsatz wiederum Ukrainer ihr Leben riskieren müssen. Würden nur vollautonome oder zumindest ferngesteuerte Waffen geliefert werden, die ohne dass Ukrainer dafür ihr Leben riskieren müssen die russiche Armee hinter ihre Grenze zurückdrängen, würde dieser Kritikpunkt wegfallen. Dem ist aber nicht so.

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  • Avatar von lalilalila
    • lalilalila

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.11.2001

    Das soll Whataboutism sein?

    Antwort auf Re: Falsche Frage! von Stimmy.

    Soso. Der Krieg und der Angreifer sind also Whataboutism.

    Es ist also Whataboutism, wenn wie immer bei Telepolis auf das Opfer eingedroschen wird. Nicht auf Ruzzland. Wenn man schreibt, dass durch deutsche Waffen weniger Ukrainer sterben, dann ist das sogar "anstößig" und es wird gesperrt (*)! Es ist absolut berechtigt, auf diese Schieflage bei Telepolis hinzuweisen.

    (*)
    natürlich ohne Antwort, was daran "anstößig" sein soll - weil ich geschrieben habe, dass vermutlich Frieden einkehren wird, wenn die Ruzzen einmal "aus dem Land geprügelt" sind?? Das ist doch im Krieg eher eine Verniedlichung als eine Eskalation. Die gehen die ganze zeit aufeinander los, um sich gegenseitig auszulöschen. Putin hats befohlen und der Angreifer wird von Telepolis systematisch geschont! Stattdessen wird auf das Opfer eingedroschen, weil die die Mobilmachung ausrufen mussten.

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    • Stimmy

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    Antwort auf Das soll Whataboutism sein? von lalilalila.

    lalilalila schrieb am 29.08.2023 14:38:

    Soso. Der Krieg und der Angreifer sind also Whataboutism.

    Ähh. Mal ehrlich, was ist es sonst?
    Artikelthema: "Kriegsdienstzwang: Sind deutsche Waffen für die Ukraine mit der Menschenwürde vereinbar?"
    Kommentar: "Es stellt sich eher die Frage, ob der Ruzzische Angriffskrieg mit der Menschenwürde vereinbar ist? "

    Putin hats befohlen und der Angreifer wird von Telepolis systematisch geschont! Stattdessen wird auf das Opfer eingedroschen, weil die die Mobilmachung ausrufen mussten.

    Also ich finde es grundsätzlich verachtenswert, wenn Menschen zum Kriegsdienst gezwungen werden. Egal von wem das ausgeht. Ein Mensch darf meiner Ansicht nach nicht dazu gezwungen werden, für die Interessen Anderer zu kämpfen, andere Menschen zu töten und mit einer großen Chance selbst ums Leben zu kommen.
    Aber da gehen die Meinungen natürlich auseinander.

    Das Thema ist auch darum so hochproblematisch, weil Krieg einerseits etwas absolut Barbarisches ist, andererseits Kriege gesellschaftlich relativ akzeptiert sind.

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  • Avatar von lalilalila
    • lalilalila

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    Antwort auf Re: Das soll Whataboutism sein? von Stimmy.

    Stimmy schrieb am 29.08.2023 14:56:

    lalilalila schrieb am 29.08.2023 14:38:

    Soso. Der Krieg und der Angreifer sind also Whataboutism.

    Ähh. Mal ehrlich, was ist es sonst?
    Artikelthema: "Kriegsdienstzwang: Sind deutsche Waffen für die Ukraine mit der Menschenwürde vereinbar?"
    Kommentar: "Es stellt sich eher die Frage, ob der Ruzzische Angriffskrieg mit der Menschenwürde vereinbar ist? "

    Natürlich ist es nicht Whataboutism. Ganz einfach, weil Telepolis IMMER auf die Ukraine drischt und zum Alibi kurz Ruzzland erwähnt.

    Der KRIEG ist nicht mit der Menschewürde vereinbar. Das gilt für ALLE Menschen. Dummerweise wird man den Angreifer nicht los, wenn man sich nicht wehrt.

    Im Übrigen ist wegen der Barbarei des Krieges auch auch ausdrücklich völkerrechtlich erlaubt, das Opfer mit allem möglichen, auch mit Waffen, zu unterstützen, ohne dass man selbst Kriegspartei wird. Diese Waffen dürften sogar auf dem Territorium des Angreifers eingesetzt werden. Das hat auch der Rechtsvorgänger von Ruzzland - die Sowjetunion - unterschrieben.

    Pazifismus ist schön und gut, aber hier ist es schief gegangen mit dem Vertrauen, dass man sich nichts tut, wenn man nicht rüstet. Gründlich schief. Folter, Vertreibung, Vergewaltigung, Mord aus einem faschistischem Staat. Das sollten wir den Ukrainern selbst überlassen, ob die sich wehren sollen.

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    • Stimmy

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    Antwort auf Re: Das soll Whataboutism sein? von lalilalila.

    lalilalila schrieb am 29.08.2023 15:53:

    Der KRIEG ist nicht mit der Menschewürde vereinbar. Das gilt für ALLE Menschen. Dummerweise wird man den Angreifer nicht los, wenn man sich nicht wehrt.

    Indem man sich wehrt, wird man ihn aber auch nicht unbedingt los. Nur scheint das ein Punkt zu sein, den viele nicht sehen wollen.

    Das sollten wir den Ukrainern selbst überlassen, ob die sich wehren sollen.

    Sehr gerne, sofern das auf jeden einzelnen Menschen in der Ukraine individuell bezogen ist.

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    • lalilalila

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    Antwort auf Re: Das soll Whataboutism sein? von Stimmy.

    Stimmy schrieb am 29.08.2023 16:45:

    lalilalila schrieb am 29.08.2023 15:53:

    Der KRIEG ist nicht mit der Menschewürde vereinbar. Das gilt für ALLE Menschen. Dummerweise wird man den Angreifer nicht los, wenn man sich nicht wehrt.

    Indem man sich wehrt, wird man ihn aber auch nicht unbedingt los. Nur scheint das ein Punkt zu sein, den viele nicht sehen wollen.

    Doch. Aber die Mehrheit der Ukrainer will nicht erobert werden. Wie schon häufig geschrieben: Folter, Vertreibung, Vergewaltigung, Mord. Das wollen die dort nicht.

    Und es ist ja nicht so, dass die Ukrainer nicht weiterkommen. Es ist allerdings sehr zäh. War es übrigens in der Normandie anfangs auch.

    Das sollten wir den Ukrainern selbst überlassen, ob die sich wehren sollen.

    Sehr gerne, sofern das auf jeden einzelnen Menschen in der Ukraine individuell bezogen ist.

    Und das haben sie in der Mehrheit anders gewählt. Durch Ruzzlands Angriff ist nun mal Mobilmachung. Wir können den Ukrainern allerdings helfen, wenn man ihnen Ausrüstung gibt, die die Überlebenschancen erhöhen.

    Gerade diese Forderung nach Verweigerung - ganz besonders am Anfang - war schon richtig mies und hat vielen Ukrainern das Leben gekostet. Die hatten anfangs wie im ersten Weltkrieg gekämpft.

    Die Ukrainer überlegen übrigens, nächstes Jahr mitten im Krieg zu wählen. Das könnte natürlich zum großen Teil nur Briefwahl sein.

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    Antwort auf Re: Das soll Whataboutism sein? von lalilalila.

    lalilalila schrieb am 29.08.2023 17:06:

    Und das haben sie in der Mehrheit anders gewählt. Durch Ruzzlands Angriff ist nun mal Mobilmachung. Wir können den Ukrainern allerdings helfen, wenn man ihnen Ausrüstung gibt, die die Überlebenschancen erhöhen.

    Und genau da dreht sich das Ganze im Kreis. Weil jeder das Thema an anderen Punkten legitim und nicht legitim findet. Ich denke, eine weitere Diskussion gibt an dieser Stelle keinen Sinn.
    Manche sehen Aussagen wie "ist nun mal Mobilmachung" nicht als legitim an. Weil da direkt die Forderung drinsteckt, dass viele Bürger bitteschön für diesen Krieg mit ihrem Leben bezahlen und/oder andere Menschen töten sollen, auch wenn sie das persönlich abgrundtief ablehnen.
    Das komplette Gegenteil wäre z.B. das altbekannte "Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin", was auch wieder viele nicht legitim finden.

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