... aber sie sind weit davon entfernt daraus vernünftige Konsequenzen zu ziehen.
Fassen wir zusammen:
- statt bösem russischem Pipeline-Gas wird es Gas aus demokratischen Ländern wie Nigeria, Algerien und Katar geben, denn Niederlande und Norwegen haben bei weitem nicht genug Resourcen
- statt russischem Pipeline-Gas werden wir US-amerikanisches Fracking-Gas bekommen: dreimal so teuer und viermal so umweltschädlich
- statt Kohleausstieg 2030 kommt der Kohleausstieg frühestens 2038, eher später, wobei aktuell auch Steinkohle aus Russland bezogen wird
- sogar ein längerer Betrieb von AKW wird angedacht und von Habeck aktuell vor allem deshalb zurückgewiesen, weil der Abwicklungsprozess dermaßen weit vorangeschritten ist, dass es ein zusätzliches Sicherheitsrisiko bedeutet die Dinger wieder hochzufahren
- ganz zu schweigen davon, dass man erstmal die Versorgung mit Uran sicherstellen müsste
- dem Wirtschaftsminister werden ein paar Unternehmen erklärt haben, dass sie mit derartig hohen Energiepreisen und zweifelhafter Energie-Verfügbarkeit ihre Betriebe dicht machen und ins Ausland werden gehen müssen
- wodurch Arbeitsplätze wegfallen und entsprechend erhöhte Sozialkosten entstehen, sowie Staatseinnahmen für die groß angekündigte Energiewende (und nicht nur dafür) fehlen werden
So wie es aussieht, ist die Bundesregierung dabei sich unter dem Druck und dem Beifall von Transatlantikern absichtsvoll und tief in die Scheiße zu reiten.
Wobei dies für die USA einen ganzen Sack an Vorteilen bringt:
1. Russland schwächen,
2. Deutschland schwächen,
3. den Petrodollar stützen bzw. einen Bedeutungsverlust des Dollar verhindern,
4. einen Markt für teures und unbeliebtes Frackinggas schaffen und damit verbunden
5. zusätzliche Abhängigkeiten und Druckpotenziale schaffen.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (28.02.2022 20:09).