Das Versagen der Friedensbewegung besteht darin, dass man geglaubt hat, in einem kriegerischen Wirtschaftssystem eine friedliche Weltordnung entstehen lassen zu können. Der Kapitalismus ist der ständige Kampf um Ressourcen und Wohlstand auf Kosten anderer. Solange wir nicht diese Logik des Konkurrenzdenkens und der Ausbeutung anderer Völker, Kulturen und Länder durchbrechen, sondern endlich ein nachhaltiges und friedliches Miteinander mit unseren Nachbarn schaffen, werden wir diesem Teufelskreis nicht (mehr) entkommen. Das System insgesamt ist kaputt und macht uns alle krank. Noch ist es nicht zu spät, einen anderen Weg einzuschlagen, aber die Zeit läuft davon.
Umso wichtiger ist es, gerade jetzt einen kühlen Kopf zu bewahren. Angst, Panik und Hysterie sind ein denkbar schlechter Ratgeber. Es braucht nun dringend große Diplomaten, die wieder Brücken bauen, deeskalieren und nach konstruktiven (friedlichen) Lösungen suchen. Der größte Fehler den man jetzt machen könnte, ist, sich auf eine Sanktions- und Aufrüstungspolitik einzuschießen, die nur noch mehr Leid und Krieg verursachen wird. Auf Krieg mit noch mehr Krieg zu antworten, ist nicht die Lösung. Ebenso wenig auf Aufrüstung mit eigener Aufrüstung zu reagieren.