Ansicht umschalten
« Ältere Neuere » Seite 1 2
Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
  • Ignoramus-et-Ignorabimus

mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

Eine Verschwenung von Leben ...

... ist ein Krieg immer. Eine Verschwendung von Lebenszeit ist dieser Artikel. Dass in der Öffentlichkeit weder die wahren Verluste auf ukrainisischer noch auf russischer Seite bekannt sind, ist eine Binse.

Dass die Verlautbarungen über die Verluste der jeweiligen Gegenseite eher im Bereich der strategischen Informationspolitik als im Gültigkeitsbereich der Wirklichkeit angesiedelt sind, ebenso. Da ändert es auch nichts, wenn man dann einzelne Aussagen zu Verlustzahlen zusammenrührt, und darauf verweisst, dass man ja eigentlich nichts sicher sagen kann.

Ausser vielleicht, dass die Erfahrungswerte aus früheren Konflikten besagen, dass auf einen Toten 2-3 Verwundete kommen, je nach Qualität der medizinischen Versorgung auf dem Gefechtsfeld.

Was jetzt die Einberufungspraxis in Russland und der Ukraine angeht, da wird es immer zu Fehlern kommen. Da gab es selbst bei der Bundeswehr Fehler im Rahmen der Wehrpflicht. Und das war im tiefsten Frieden, bei einem überschaubaren Teil der zu erfassenden Bevölkerung.

Im Gegensatz zu Russland aber, konnte die Ukraine zu Beginn des Krieges auf viele Freiwillige zurückgreifen, und dass sich das im Laufe eines Krieges zu einem Mobilisierungsregime verändern würde, war so absehbar, wie der Wechsel der Jahreszeiten.

Bleibt als Fazit des Artikels allenfalls noch, dass Russland die rund 3-fache Bevölkerung der Ukraine hat, entsprechend die Ukraine grundsätzlich weniger Menschen mobilisieren kann, und schon allein aus diesem Grunde wesentlich achtsamer mit seinen Soldaten umgehen muss, als Russland dies traditionell tut. Aber das wusste man ja bereits vorher.

Bewerten
- +
  • Avatar von Zumsteinspitze
    • Zumsteinspitze

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.05.2021

    Antwort auf Eine Verschwenung von Leben ... von Ignoramus-et-Ignorabimus.

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 01.03.2023 10:50:

    ... ist ein Krieg immer. Eine Verschwendung von Lebenszeit ist dieser Artikel. Dass in der Öffentlichkeit weder die wahren Verluste auf ukrainisischer noch auf russischer Seite bekannt sind, ist eine Binse.

    Dass die Verlautbarungen über die Verluste der jeweiligen Gegenseite eher im Bereich der strategischen Informationspolitik als im Gültigkeitsbereich der Wirklichkeit angesiedelt sind, ebenso. Da ändert es auch nichts, wenn man dann einzelne Aussagen zu Verlustzahlen zusammenrührt, und darauf verweisst, dass man ja eigentlich nichts sicher sagen kann.

    Ausser vielleicht, dass die Erfahrungswerte aus früheren Konflikten besagen, dass auf einen Toten 2-3 Verwundete kommen, je nach Qualität der medizinischen Versorgung auf dem Gefechtsfeld.

    Was jetzt die Einberufungspraxis in Russland und der Ukraine angeht, da wird es immer zu Fehlern kommen. Da gab es selbst bei der Bundeswehr Fehler im Rahmen der Wehrpflicht. Und das war im tiefsten Frieden, bei einem überschaubaren Teil der zu erfassenden Bevölkerung.

    Im Gegensatz zu Russland aber, konnte die Ukraine zu Beginn des Krieges auf viele Freiwillige zurückgreifen, und dass sich das im Laufe eines Krieges zu einem Mobilisierungsregime verändern würde, war so absehbar, wie der Wechsel der Jahreszeiten.

    Bleibt als Fazit des Artikels allenfalls noch, dass Russland die rund 3-fache Bevölkerung der Ukraine hat, entsprechend die Ukraine grundsätzlich weniger Menschen mobilisieren kann, und schon allein aus diesem Grunde wesentlich achtsamer mit seinen Soldaten umgehen muss, als Russland dies traditionell tut. Aber das wusste man ja bereits vorher.

    Wenn ein Gegner dreimal mehr Mobilisierungsreserven hat, allerdings die Verluste im Laufe des Krieges annähernd gleich liegen, dann hat derjenige auf Dauer gesehen die besseren Karten.
    Was gibt es noch?
    Auf beiden Seiten kämpfen Söldnertruppen und wohl auch diverse Freiwillige dubioser Herkunft.
    Und was des einem sein Azow oder Kraken ist des anderem sein Kadyrow.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Robert Tanner
    • Robert Tanner

    148 Beiträge seit 23.02.2023

    Antwort auf Eine Verschwenung von Leben ... von Ignoramus-et-Ignorabimus.

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 01.03.2023 10:50:

    Bleibt als Fazit des Artikels allenfalls noch, dass Russland die rund 3-fache Bevölkerung der Ukraine hat, entsprechend die Ukraine grundsätzlich weniger Menschen mobilisieren kann, und schon allein aus diesem Grunde wesentlich achtsamer mit seinen Soldaten umgehen muss, als Russland dies traditionell tut. Aber das wusste man ja bereits vorher.

    Ich glaube, der entscheidende Punkt ist, dass die Ukraine von Russland in eine Kriegsführung gezwungen wird, die über die Verhältnisse und Möglichkeiten der Ukraine geht. Es geht sich Manpower-mäßig längst nicht mehr aus. Es ist ja nicht nur das Frontpersonal, sondern der anschwellende Bedarf an Logistik und Unterstützung. Die ukrainische Armee muss mitten in der Auseinandersetzung komplett auf westliche Waffensysteme umstellen. Mit welchen Leuten? Das ist ein Rattenschwanz von nicht mehr zu stemmenden Aufgaben.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Antwort auf Re: Eine Verschwenung von Leben ... von Zumsteinspitze.

    Zumsteinspitze schrieb am 01.03.2023 11:33:

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 01.03.2023 10:50:

    ... ist ein Krieg immer. Eine Verschwendung von Lebenszeit ist dieser Artikel. Dass in der Öffentlichkeit weder die wahren Verluste auf ukrainisischer noch auf russischer Seite bekannt sind, ist eine Binse.

    Dass die Verlautbarungen über die Verluste der jeweiligen Gegenseite eher im Bereich der strategischen Informationspolitik als im Gültigkeitsbereich der Wirklichkeit angesiedelt sind, ebenso. Da ändert es auch nichts, wenn man dann einzelne Aussagen zu Verlustzahlen zusammenrührt, und darauf verweisst, dass man ja eigentlich nichts sicher sagen kann.

    Ausser vielleicht, dass die Erfahrungswerte aus früheren Konflikten besagen, dass auf einen Toten 2-3 Verwundete kommen, je nach Qualität der medizinischen Versorgung auf dem Gefechtsfeld.

    Was jetzt die Einberufungspraxis in Russland und der Ukraine angeht, da wird es immer zu Fehlern kommen. Da gab es selbst bei der Bundeswehr Fehler im Rahmen der Wehrpflicht. Und das war im tiefsten Frieden, bei einem überschaubaren Teil der zu erfassenden Bevölkerung.

    Im Gegensatz zu Russland aber, konnte die Ukraine zu Beginn des Krieges auf viele Freiwillige zurückgreifen, und dass sich das im Laufe eines Krieges zu einem Mobilisierungsregime verändern würde, war so absehbar, wie der Wechsel der Jahreszeiten.

    Bleibt als Fazit des Artikels allenfalls noch, dass Russland die rund 3-fache Bevölkerung der Ukraine hat, entsprechend die Ukraine grundsätzlich weniger Menschen mobilisieren kann, und schon allein aus diesem Grunde wesentlich achtsamer mit seinen Soldaten umgehen muss, als Russland dies traditionell tut. Aber das wusste man ja bereits vorher.

    Wenn ein Gegner dreimal mehr Mobilisierungsreserven hat, allerdings die Verluste im Laufe des Krieges annähernd gleich liegen, dann hat derjenige auf Dauer gesehen die besseren Karten.
    Was gibt es noch?
    Auf beiden Seiten kämpfen Söldnertruppen und wohl auch diverse Freiwillige dubioser Herkunft.
    Und was des einem sein Azow oder Kraken ist des anderem sein Kadyrow.

    wenn das so ist, und wenn das so bleibt. Aber das wissen wir ja nicht, und es ist deshalb einfach müssig, darüber zu spekulieren.

    Mit behaupteten Verlustzahlen wird in diesem Krieg strategisch kommuniziert wie in wenig anderen. Traditionell war der Westen bei den eigenen Verlusten immer vergleichsweise transparent, während man die der Gegner gerne übermässig nach oben schätzte. Aber in diesem Krieg werden Zahlen fast nach belieben im Rahmen strategischer Kommunikation verwandt.

    Auch behauptet hohe ukrainische Verluste könnten einfach nur ein weiteres Druckmittel für verstärkte Waffenlieferungen sein beispielsweise, wie dies ja ansatzweise bereits in der Panzer- und Schützenpanzerdiskussion geschah.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Antwort auf Re: Eine Verschwenung von Leben ... von Robert Tanner.

    Robert Tanner schrieb am 01.03.2023 11:42:

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 01.03.2023 10:50:

    Bleibt als Fazit des Artikels allenfalls noch, dass Russland die rund 3-fache Bevölkerung der Ukraine hat, entsprechend die Ukraine grundsätzlich weniger Menschen mobilisieren kann, und schon allein aus diesem Grunde wesentlich achtsamer mit seinen Soldaten umgehen muss, als Russland dies traditionell tut. Aber das wusste man ja bereits vorher.

    Die ukrainische Armee muss mitten in der Auseinandersetzung komplett auf westliche Waffensysteme umstellen. Mit welchen Leuten? Das ist ein Rattenschwanz von nicht mehr zu stemmenden Aufgaben.

    das behauptest du auf Grundlage welcher Daten denn ?!? Es lassen sich allgemeine Argumente sowohl für relativ hohe ukrainische Verluste finden, wie auch für's Gegenteil. Der Rest bleibt Spekulation.

    Und die Umstellung auf westliche Waffensysteme funktioniert doch. Da kann man ja jetzt nicht davon sprechen, dass die Ukraine ihre Alten und Lahmen zur Ausbildung schicken muss. Und was die Wartung und Logistik für diese Systeme angeht, die muss einerseits nicht unbedingt in der Ukraine von Ukrainern geleistet werden, und andererseits kann da auch viel aus der Armee ausgelagert werden.

    Wie gesagt, ich behaupte nicht, dass die Überlegenheit Russlands an Mobilisierungsreserven kein Problem werden könnte. Es kann aber genauso gut sein, dass wenn die Verluste dann auf beiden Seiten so hoch sind, dass dies zum Tragen kommen könnte, vorher eine der Konfliktparteien politisch kollabiert. Wer wollte sowas denn zum jetzigen Zeitpunkt voraussagen ? Ich jedenfalls nicht.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Sandra Eilers
    • Sandra Eilers

    130 Beiträge seit 02.02.2023

    Antwort auf Re: Eine Verschwenung von Leben ... von Ignoramus-et-Ignorabimus.

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 01.03.2023 11:45:

    Traditionell war der Westen bei den eigenen Verlusten immer vergleichsweise transparent, während man die der Gegner gerne übermässig nach oben schätzte.

    Vietnam :D

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Robert Tanner
    • Robert Tanner

    148 Beiträge seit 23.02.2023

    Antwort auf Re: Eine Verschwenung von Leben ... von Ignoramus-et-Ignorabimus.

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 01.03.2023 11:57:

    Robert Tanner schrieb am 01.03.2023 11:42:

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 01.03.2023 10:50:

    Bleibt als Fazit des Artikels allenfalls noch, dass Russland die rund 3-fache Bevölkerung der Ukraine hat, entsprechend die Ukraine grundsätzlich weniger Menschen mobilisieren kann, und schon allein aus diesem Grunde wesentlich achtsamer mit seinen Soldaten umgehen muss, als Russland dies traditionell tut. Aber das wusste man ja bereits vorher.

    Die ukrainische Armee muss mitten in der Auseinandersetzung komplett auf westliche Waffensysteme umstellen. Mit welchen Leuten? Das ist ein Rattenschwanz von nicht mehr zu stemmenden Aufgaben.

    das behauptest du auf Grundlage welcher Daten denn ?!? Es lassen sich allgemeine Argumente sowohl für relativ hohe ukrainische Verluste finden, wie auch für's Gegenteil. Der Rest bleibt Spekulation.

    Und die Umstellung auf westliche Waffensysteme funktioniert doch. Da kann man ja jetzt nicht davon sprechen, dass die Ukraine ihre Alten und Lahmen zur Ausbildung schicken muss. Und was die Wartung und Logistik für diese Systeme angeht, die muss einerseits nicht unbedingt in der Ukraine von Ukrainern geleistet werden, und andererseits kann da auch viel aus der Armee ausgelagert werden.

    Wie gesagt, ich behaupte nicht, dass die Überlegenheit Russlands an Mobilisierungsreserven kein Problem werden könnte. Es kann aber genauso gut sein, dass wenn die Verluste dann auf beiden Seiten so hoch sind, dass dies zum Tragen kommen könnte, vorher eine der Konfliktparteien politisch kollabiert. Wer wollte sowas denn zum jetzigen Zeitpunkt voraussagen ? Ich jedenfalls nicht.

    Na gut. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von oldman123
    • oldman123

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.11.2003

    Jeder der in der Erstmusterung als diensttauglich befunden wurde,...

    Antwort auf Eine Verschwenung von Leben ... von Ignoramus-et-Ignorabimus.

    ... kann eingezogen werden. Typischer weise in jeder Armee, mit wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel orthodoxe Juden in Israel. Die werden auch im Kriegsfall nicht einberufen.

    Wer einmal eine militärische Ausbildung hatte, also Reservist ist, kann in jedem Fall im Kriegsfall einberufen werden.

    Bunderswehr

    "Wer ist ein Reservist?
    In Deutschland zählen dazu laut einer Schätzung des Bundesamts für das Personalmanagement der Bundeswehr rund 6,8 Millionen ehemals Grundwehrdienstleistende, rund 1 Million Absolventinnen und Absolventen des Freiwilligen Wehrdienstes sowie rund 2,4 Millionen ehemalige Zeit- und Berufssoldaten.
    ]Von diesem 10,2 Millionen ehemaligen Soldatinnen und Soldaten sind allerdings nur noch rund 900.000 Reservistinnen und Reservisten tatsächlich wehrrechtlich verfügbar.

    Wer das 65 Lebensjahr vollendet hat, zählt nicht mehr zur Reserve. Auch wer früher einmal gedient hat, nun aber gesundheitliche Probleme hat oder aus anderen Gründen ungeeignet ist, kann wehrrechtlich nicht mehr eingezogen werden."

    Morgenpost 02.03.2022

    Reservisten der Bundeswehr

    "2. Für den Spannungs- und Verteidigungsfall geltende Rechtslage
    Reservist ist jeder Wehrpflichtige, der in der Bundeswehr gedient hat und für den keine dauernde Wehrdienstausnahme (Wehruntauglichkeit oder anerkannte Kriegsdienstverweigerung) besteht."

    Eine Kriegsdienstverweigerung gehört wohl in den meisten Armeen zu Ausnahmen. Auch die Kriegsdienstverweigerung in Berufsarmeen hat fast immer Konsequenzen. Da gehört sogar das Desertieren dazu. In Deutschland und Kanada sollen besonders viele Deserteure der USA Truppen illegal leben, da die kein Recht auf Asyl oder sowas haben.

    Komische Episoden dürften es immer mal wieder geben.

    Als ich 1981 einberufen wurde, war unter den Neulingen im Nachbarregiment ein "Soldat", der stakte den ganzen Tag im Trainingsanzug mit Krücken. Der Grund: ihm fehlte der Rechte Unterschenkel. Ca. ein Jahr nach seiner Musterung hatte er einen Motoradunfall. Meldete das aber nicht dem Wehrkreiskommando. Auf dein Einberufungsbefehl reagierte er nicht. Wurde mit Polizei und Militärpolizei von zuhause abgeholt und in die Garnison verfrachtet, dann er wurde er erst nach 2 Wochen durch ein Attest des Stabsarzt entlassen - Ordnung muss sein.

    Ich hoffe, dass der Krieg in der Ukraine nicht so lange dauert, dass irgendwann ein "Volkssturm" eingesetzt werden muss, weil sich auch ukrainische Männer zwischen 18 und 60 lieber ins Ausland absetzen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (01.03.2023 12:13).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Antwort auf Re: Eine Verschwenung von Leben ... von Sandra Eilers.

    Sandra Eilers schrieb am 01.03.2023 11:58:

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 01.03.2023 11:45:

    Traditionell war der Westen bei den eigenen Verlusten immer vergleichsweise transparent, während man die der Gegner gerne übermässig nach oben schätzte.

    Vietnam :D

    ja, da war's allerdings besonders absurd. Das lag zu einem guten Teil am Verteidigungsminister McNamara. Der kam als Manger von Ford ja aus der Wirtschaft, und wollte Methoden zur Erfolgskontrolle aus der Wirtschaft, das Benchmarking, auf den Krieg übertragen, um so den Verlauf einordnen zu können.

    Also kam's dann zu diesen berüchtigten Bodycounts. Nun wollte natürlich jeder Frontoffizier erfolgreich sein, und weil die Zahlen ja sowieso nicht überprüfbar waren, wurden immer absurdere Verluste des Gegners gemeldet.

    Wäre ja an und für sich wurscht gewesen, wenn nicht an der Spitze der Befehlskette, im Pentagon, nicht eine ganze Weile diese Zahlen für bare Münze genommen worden wären, und man sich darüber zu wundern begann, weshalb der Gegner immer noch weiter kämpft ;)

    Bewerten
    - +
  • Avatar von oldman123
    • oldman123

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.11.2003

    Antwort auf Re: Eine Verschwenung von Leben ... von Sandra Eilers.

    Sandra Eilers schrieb am 01.03.2023 11:58:

    Ignoramus-et-Ignorabimus schrieb am 01.03.2023 11:45:

    Traditionell war der Westen bei den eigenen Verlusten immer vergleichsweise transparent, während man die der Gegner gerne übermässig nach oben schätzte.

    Vietnam :D

    Nach den verheerenden militärischen Misserfolgen der US und südvietnamesichen Armee, brauchte man Erfolgsmeldungen. Darum wurden ein Body Counts "eingeführt" der Erfolge an Hand von Todesopfern in Vietnam (ebenso in Kambodscha und Laos) belegen sollte. Fast alle Toten wurden gezählt, weil die mutmaßlich alle dem Viet Cong oder ähnlichen Widerstandsgruppen angehörten.

    Auch in anderen Kriegen waren die Anzahl der Opfer des Überfallenen Landes immer weit höher, weil durch den Einsatz von moderner Kampftechnik eine Übermacht bestand und man auf Zivilisten sowieso keine Rücksicht nahm - und die Kriege trotzdem von den Aggressoren verloren wurden.

    Aber selbst bei militärischer Überlegenheit, die Kosten für Kriege sind immer hoch - an Geld und was man nicht einfach in Geld aufwiegen kann: Menschenleben, Zerstörung und sogar die Fürsorge für eigene Verluste.

    "Cost of War" (engl.)
    - US-HAUSHALTSKOSTEN: 8 BILLIONEN DOLLAR
    - MENSCHLICHE KOSTEN: ÜBER 929.000
    - GEOGRAFISCHE REICHWEITE: ÜBER 85 LÄNDER
    - VERTRIEBENE: 38 MILLIONEN
    - AFGHANISTAN VOR UND NACH 20 JAHREN KRIEG (2001-2021)

    WATSON INSTITUTE FOR INTERNATIONAL AND PUBLIC AFFAIRS
    https://watson.brown.edu/costsofwar/figures

    Bewerten
    - +
« Ältere Neuere » Seite 1 2
Ansicht umschalten