CCNP schrieb am 27.01.2024 20:22:
weshalb schrieb am 27.01.2024 19:28:
zum Austausch transportiert, seitens der ukrainischen Exekutive ausgerechnet mit einer deutschen Flugabwehrrakete abzuknallen, wäre maximal unlogisch, weil die Ukraine jeden Frontsoldaten dringend benötigt und weitaus weniger frisches Menschenfleisch in die Schlacht werfen kann hat, als die russische, die daher ein weitaus geringeres Interesse an einem symmetrischen Gefangenenaustausch haben dürfte. Mir sieht das eher nach nach einer der üblichen Geheimdienstoperationen von Oberarmleuchter Plutin aus und mir fehlt daher für dieses Statement auch jedes Verständnis, tut mir leid.
Möglich.
Aber wenn der Teufel himself die 65 Kämpfer der Ukraine vorenthalten wollte, hätte er sie doch einfach nach Sibirien verlegen können? (Von den Wehrmachtsangehörigen haben das nur 66% überlebt.) Er hätte noch eine ganzes Flugzeug und eine Flugzeugbesatzung mehr. Deine These überzeugt nicht. Flugzeuge und Flugzeugbesatzungen sind nicht so einfach zu ersetzen.
Vielleicht wurde auch einfach nur ein Flugzeug abgeschossen - ohne Gefangene drin.Wissen wir ja nicht. Wäre ja nun bereits das dritte Mal in kurzer Zeit, was Russlands Führung nicht unbedingt besonders kompetent wirken lässt, waren ja alles keine Kampfflugzeuge die zwangsläufig in gefährlichem Gebiet fliegen müssten. Weil man das sonst auch gerne macht, nutzt man halt die Chance gleich mal, um eine abenteuerliche Geschichte zu stricken, bei der irgendwelche von Dritten gelieferten Systeme in den Händen der Ukrainer böse Gräueltaten vollbracht haben, in dem Fall ein Kriegsverbrechen auch noch über russischem Boden. Ist ja nichts wirklich neues, das gab es schon mit tscheschichen Raketenwerfen, HIMARS, ATACMS, der Panzerhaubitze - you name it.
Dass ausgerechnet Iris-T genannt wird, als aufgrund der Reichweite besonders unwahrscheinliches System, das spricht schwer dafür, dass es sehr effektiv ist und man gerne Deutschland von weiteren Lieferungen abhalten will.
Damit ist jedenfalls offensichtlich hier die "politische Message" mal wieder wesentlich wichtiger, als die Plausibilität der russischen Behauptungen....
Es ist übrigens prinzipiell ja auch durchaus möglich, dass die Gefangenen eh schon tot waren (wodurch auch immer gestorben und ohne an Bord zu sein) und man nun einen bequemen Weg gefunden hat, der Ukraine es in die Schuhe zu schieben. Wäre ja nicht das erste mal, denkt man an das Gefängnis mit den Azov Kämpfern. Wenn die Untersuchung ähnlich transparent abläuft wie damals, kann man das wohl zwangsläufig nicht ausschliessen, weil keine Variante halbwegs glaubwürdig belegt wird. Die ganze Geschichte basiert von A bis Z auf "nach russischen Angaben", wobei man bei in etwa jedem Punkt guten Grund hat zu Lügen. Da wird schon etwas mehr nötig sein, als "laut Angaben des russischen Ministeriums..." um etwas halbwegs glaubwürdig zu belegen.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (27.01.2024 20:39).