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  • Reinhard Pohl

402 Beiträge seit 11.08.2023

Putin hat keine Wahl

Der Autor beschreibt die Kriegsmüdigkeit im Staat des Aggressors richtig.

Schon in der ersten Amtszeit von Putin gab es ja Umfragen zu seiner Ideologie: Wollen Sie, dass Russland wieder Großmacht wird? Oder wollen Sie lieber, dass es Ihnen privat besser geht? Zwei Drittel wollten keine Großmacht werden, sondern lieber eine Waschmaschine.

Insbesondere das Sterben von Hunderttausenden (die Opposition weist immer wieder darauf hin: Auch Zehntausende Verwundeteter später in den russischen Krankenhäusern) sorgt dafür, dass inzwischen die meisten gegen den Krieg sind.

Der Autor vernachlässigt aber die Unzufriedenheit bei den Oligarchen völlig. Die Hälfte des russischen Vermögens ist ja bei nur zwei Dutzend Milliardären. Die hatte Putin im Dezember 2021 in den Kreml geladen und die Ausplünderung der ukrainischen Provinzen so abgesprochen, dass sie sich gegenseitig nicht in die Quere kommen. Dafür sollten sie ihre Steuern in Russland bezahlen, um den Krieg zu finanzieren. Die wurden allesamt von Putin betrogen, denn keine Provinz kann bisher wirklich ausgebeutet werden. Wenn Putin die Untersüttzung der Oligarchen verliert, und das ist früher oder später zu erwarten, ist er am Ende.

Übrigens: Putins permanente Ablehnung jeder Verhandlung, von der Ukraine wöchentlich mit neuen Vorschlägen untermauert, zeigt seine Schwäche. Er kann nichts anbieten für Verhandlungen, ohne sein Leben zu verlieren.

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