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  • MichaelDi

942 Beiträge seit 08.11.2016

Ärgerliche Stänkerei - hier eine andere Perspektive

Schon seit Jahrzehnten fordern echte Progressive die Individualisierung der Sozialversicherungen, vor allem der Rentenversicherung, aber durchaus auch der Krankenversicherung.

Wer die Systeme kennt, der weiss, das z.B. Arbeitslose und Bürgergeldempfänger, darunter Behinderte, keine Beiträge bezahlen, aber trotzdem versichert sind, jedenfalls bei GKV und Pflege. Für die Versicherung der Kinder wird nicht gezahlt. Es gibt keinen Zweifel, dass an diesen Prinzipien nicht gerüttelt wird. Selbstverständlich würde man auch bei der Kleinkindbetreuung diverse Versicherungen unentgeltlich weiterlaufen lassen, wie da ja auch Rentenersatzansprüche anfallen.

Wer aber ohne guten Grund dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, müsste selber bezahlen. Insbesondere traditionelle Einzelverdienerfamilien, darunter viele Besserverdiener, müssten bezahlen. Das wäre fair.

Die Individualisierung wäre ein grosser Sprung für mehr Emanzipation und Gleichstellung der Geschlechter, ein Ersatz für zweifelhafte Instrumente wie Quoten, die den bedürftigsten Frauen nicht helfen und engagierte jüngere Männer diskriminieren.

Die Konzepte könnten helfen, vielen Frauen, die sich bis heute wirtschaftlichem Planen verweigern, bei Scheidung an perspektivloser Arbeitslosigkeit und später an Altersarmut leiden, zu eigenen Kompetenzen und Ansprüchen zu helfen. Längerfristig könnte es das deutsche Scheidungs- und exfamiliäre Versorgungsrecht auf die Höhe der Zeit bringen. Hauptzweck wäre aber natürlich die Aktivierung von Arbeitskraftreserven in der Gesellschaft. Davon könnte u.a. auch die Kinderbetreuung profitieren. Das funktioniert in anderen west- und nordeuropäischen Ländern exakt so.

Man sollte sich das Konzept mit offenem Sinn anschauen und dort Stellung beziehen, wo es tatsächlich am Sozialen hapert.

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    • unbekannter Benutzer

    36 Beiträge seit 25.06.2023

    Antwort auf Ärgerliche Stänkerei - hier eine andere Perspektive von MichaelDi.

    Das heißt also, das man für irgendwelche Leute mit zahlen soll, aber für die Ehefrau, die Haus und Garten in Ordnung hält und die ältere Generation mitbetreut, gibt es nichts.

    Wenn dieselben Progressiven meiner Frau einen angemessenen Job garantieren würden, könnten wir darüber reden. In den 00er Jahren war der Maschinenbau Männersache. Als Mädel war da nur was möglich, wenn die Chance bestand, dass man hübsch auf dem Messestand rumsteht. Und wenn man dann ein paar Jahre raus ist, gibt es eh nichts mehr.

    Ich kenne keinen Ingenieur, der Fensterputzer zum Fensterputzergehalt machen möchte. Warum sollte es Frauen anders gehen?

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    • strolch21

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.02.2008

    Antwort auf Ärgerliche Stänkerei - hier eine andere Perspektive von MichaelDi.

    MichaelDi schrieb am 27.06.2023 16:03:

    Schon seit Jahrzehnten fordern echte Progressive die Individualisierung der Sozialversicherungen, vor allem der Rentenversicherung, aber durchaus auch der Krankenversicherung.

    Wer die Systeme kennt, der weiss, das z.B. Arbeitslose und Bürgergeldempfänger, darunter Behinderte, keine Beiträge bezahlen, aber trotzdem versichert sind, jedenfalls bei GKV und Pflege. Für die Versicherung der Kinder wird nicht gezahlt. Es gibt keinen Zweifel, dass an diesen Prinzipien nicht gerüttelt wird. Selbstverständlich würde man auch bei der Kleinkindbetreuung diverse Versicherungen unentgeltlich weiterlaufen lassen, wie da ja auch Rentenersatzansprüche anfallen.

    Wer aber ohne guten Grund dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, müsste selber bezahlen. Insbesondere traditionelle Einzelverdienerfamilien, darunter viele Besserverdiener, müssten bezahlen. Das wäre fair.

    Die Individualisierung wäre ein grosser Sprung für mehr Emanzipation und Gleichstellung der Geschlechter, ein Ersatz für zweifelhafte Instrumente wie Quoten, die den bedürftigsten Frauen nicht helfen und engagierte jüngere Männer diskriminieren.

    Die Konzepte könnten helfen, vielen Frauen, die sich bis heute wirtschaftlichem Planen verweigern, bei Scheidung an perspektivloser Arbeitslosigkeit und später an Altersarmut leiden, zu eigenen Kompetenzen und Ansprüchen zu helfen. Längerfristig könnte es das deutsche Scheidungs- und exfamiliäre Versorgungsrecht auf die Höhe der Zeit bringen. Hauptzweck wäre aber natürlich die Aktivierung von Arbeitskraftreserven in der Gesellschaft. Davon könnte u.a. auch die Kinderbetreuung profitieren. Das funktioniert in anderen west- und nordeuropäischen Ländern exakt so.

    Man sollte sich das Konzept mit offenem Sinn anschauen und dort Stellung beziehen, wo es tatsächlich am Sozialen hapert.

    Klingt sehr nach DDR Argumentation und trägt der relativ gesunkenen Arbeitsproduktivität Rechnung.

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    291 Beiträge seit 21.06.2023

    Antwort auf Ärgerliche Stänkerei - hier eine andere Perspektive von MichaelDi.

    MichaelDi schrieb am 27.06.2023 16:03:

    Schon seit Jahrzehnten fordern echte Progressive die Individualisierung der Sozialversicherungen, vor allem der Rentenversicherung, aber durchaus auch der Krankenversicherung.

    Ja dann sollte das Steuersystem auch nach progressiven Massstäben individualisiert werden ....

    Wer die Systeme kennt, der weiss, das z.B. Arbeitslose und Bürgergeldempfänger, darunter Behinderte, keine Beiträge bezahlen, aber trotzdem versichert sind, jedenfalls bei GKV und Pflege. Für die Versicherung der Kinder wird nicht gezahlt. Es gibt keinen Zweifel, dass an diesen Prinzipien nicht gerüttelt wird. Selbstverständlich würde man auch bei der Kleinkindbetreuung diverse Versicherungen unentgeltlich weiterlaufen lassen, wie da ja auch Rentenersatzansprüche anfallen.

    das sind schon krude Theorien. Ichnene sie hyperkapitalisctisch .
    Sie wollen sich vom solidarischen Prinzip der Gemeinsamkeit verabschieden ..

    Wer aber ohne guten Grund dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, müsste selber bezahlen. Insbesondere traditionelle Einzelverdienerfamilien, darunter viele Besserverdiener, müssten bezahlen. Das wäre fair.

    Ihre These widerspricht sich fundamental .
    Behinderte und ererbslose sind nicht ohne Grund abrbeitslos...da hat die Geselllschaft und der Staat eben auch versagt weil er diese nicht integrieren kann

    Die Individualisierung wäre ein grosser Sprung für mehr Emanzipation und Gleichstellung der Geschlechter, ein Ersatz für zweifelhafte Instrumente wie Quoten, die den bedürftigsten Frauen nicht helfen und engagierte jüngere Männer diskriminieren.

    Die Konzepte könnten helfen, vielen Frauen, die sich bis heute wirtschaftlichem Planen verweigern, bei Scheidung an perspektivloser Arbeitslosigkeit und später an Altersarmut leiden, zu eigenen Kompetenzen und Ansprüchen zu helfen. Längerfristig könnte es das deutsche Scheidungs- und exfamiliäre Versorgungsrecht auf die Höhe der Zeit bringen. Hauptzweck wäre aber natürlich die Aktivierung von Arbeitskraftreserven in der Gesellschaft. Davon könnte u.a. auch die Kinderbetreuung profitieren. Das funktioniert in anderen west- und nordeuropäischen Ländern exakt so.

    Man sollte sich das Konzept mit offenem Sinn anschauen und dort Stellung beziehen, wo es tatsächlich am Sozialen hapert.

    So ein Unsinn,... Frauen sind nach einer Scheidung oder auch Trennung besser sozial abgefedert als alle anderen sozialen Absteiger .. Ihr pseudo feministischer "Workshop" hier, der alle Empfänger staatlicher Leistungen über einen Kamm scherrt, entbehrt jeglicher logischer Überlegung!

    und überhaupt was hat das mit der Krankenversicherung zu tun

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  • Avatar von Gast (16461)
    • Gast (16461)

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.05.2015

    Antwort auf Ärgerliche Stänkerei - hier eine andere Perspektive von MichaelDi.

    vielen Frauen, die sich bis heute wirtschaftlichem Planen verweigern,

    Stimmt ,sie verweigern sich, weil es so tolle Betreuungsangebote gibt, oder weil Arbeit so genial toll bezahlt wird (insbesondere für diejenigen, die jetzt eine Weile nicht auf dem Arbeitsmarkt aktiv waren)

    "Verweigern" ist ein echt toller Begriff für eine freiwillige Lebensplanung.
    Diese hat sich an den aktuellen Bedingungen ausgerichtet.
    Diese nun für alle zu verschärfen wirkt sich quasi rückwirkend aus und soll nur weitere Billigarbeit ermöglichen.

    Auch wenn die acatech wissenschaftlich arbeitet, kann auch Idiotie aus der Wissenschaft kommen.

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