Ansicht umschalten
Avatar von Der Weisse
  • Der Weisse

mehr als 1000 Beiträge seit 06.04.2021

"Pumpe man Kohlendioxid hinein, werde das Öl nach oben getrieben"

Flüssigkeit, die auf Gas schwimmt? Schwer zu glauben.

Bewerten
- +
  • Avatar von alterweissermann (1)
    • alterweissermann (1)

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.06.2019

    Antwort auf "Pumpe man Kohlendioxid hinein, werde das Öl nach oben getrieben" von Der Weisse.

    Der Weisse schrieb am 13.08.2021 18:17:

    Flüssigkeit, die auf Gas schwimmt? Schwer zu glauben.

    Köstlicher Kommentar. Danke!

    Bewerten
    - +
  • Avatar von klanomath.de
    • klanomath.de

    461 Beiträge seit 10.06.2015

    Schweig, Ahnungsloser!

    Antwort auf "Pumpe man Kohlendioxid hinein, werde das Öl nach oben getrieben" von Der Weisse.

    Tertiary recovery

    1. n. [Enhanced Oil Recovery]

    Traditionally, the third stage of hydrocarbon production, comprising recovery methods that follow waterflooding or pressure maintenance. The principal tertiary recovery techniques used are thermal methods, gas injection and chemical flooding. The term is sometimes used as a synonym for enhanced oil recovery (EOR), but because EOR methods today may be applied at any stage of reservoir development, the term tertiary recovery is less commonly used than in the past.

    sowie:

    gas injection
    1. n. [Well Completions]

    A reservoir maintenance or secondary recovery method that uses injected gas to supplement the pressure in an oil reservoir or field. In most cases, a field will incorporate a planned distribution of gas-injection wells to maintain reservoir pressure and effect an efficient sweep of recoverable liquids.

    (Quelle: https://glossary.oilfield.slb.com/en/)

    Das funktioniert bei den Methoden, die mit Gasen arbeiten, mit inerten Gasen (N₂, CO₂) wie auch mit Erdgas.

    Speziell die CO₂-Methode ist auch hier weiter (lexikalisch) ausgeführt:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Carbon_dioxide_flooding

    Erdöl-/Erdgaslagerstätten sind schon anders beschaffen als dein häuslicher Öltank.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von alterweissermann (1)
    • alterweissermann (1)

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.06.2019

    Antwort auf Schweig, Ahnungsloser! von klanomath.de.

    Natürlich liegst Du richtig. Hydraulisch kann ich mit Gasen Flüssigkeiten "bewegen", in der Natur kommt das aber nicht vor.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Der Weisse
    • Der Weisse

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.04.2021

    Antwort auf Schweig, Ahnungsloser! von klanomath.de.

    Die meisten Forscher auf dem Gebiet der CO2-Sequestrierung favorisieren (Stand 2000er Jahre) eine Lagerung in tiefen Sedimentschichten, deren Poren mit Salzwasser gefüllt sind. Ab ca. 800 m Tiefe treten Drücke auf, bei denen das eingebrachte CO2 so verdichtet ist, dass es im überkritischen Zustand bleibt. Damit ein erneutes Zutagetreten des Kohlenstoffdioxids praktisch ausgeschlossen ist, müssen diese Schichten durch eine undurchlässige Deckschicht abgedeckt sein. Trotz des dort herrschenden Drucks besitzt das CO2 mit unter 700 kg pro m³ eine geringere Dichte als das Salzwasser, wodurch es auf diesem schwimmen wird.

    > https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Abscheidung_und_-Speicherung#Lagerung_in_Form_von_CO2

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Grober_Unfug
    • Grober_Unfug

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2003

    Antwort auf Schweig, Ahnungsloser! von klanomath.de.

    Schau auch mal nach superkritischen CO2.
    Damit wird aus den Kaffeebohnen das Coffein geholt. Das löst so ziemlich alles aus allem.
    Unter den Bedingungen "da unten" ein paar 100 bar Druck und Temperaturen > 33°C ist CO2 weder flüssig - noch gasförmig.
    Zudem reagiert es mit allem was hinreichend basisch ist - und kann ggf. Klüfte in das Gestein sprengen.
    Je nach Umgebungsgestein ist CO2 Gift für eine dauerhaft Endlagerung da unten.
    Wenn es dann (ggf. nach geologischen Zeiträumen) austritt kann es über mehrere Kilometer Umkreis jedes Leben ersticken.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.08.2021 21:38).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von alterweissermann (1)
    • alterweissermann (1)

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.06.2019

    Antwort auf Re: Schweig, Ahnungsloser! von Grober_Unfug.

    Grober_Unfug schrieb am 13.08.2021 21:34:

    Schau auch mal nach superkritischen CO2.
    Damit wird aus den Kaffeebohnen das Coffein geholt. Das löst so ziemlich alles aus allem.
    Unter den Bedingungen "da unten" ein paar 100 bar Druck und Temperaturen > 33°C ist CO2 weder flüssig - noch gasförmig.
    Zudem reagiert es mit allem was hinreichend basisch ist - und kann ggf. Klüfte in das Gestein sprengen.
    Je nach Umgebungsgestein ist CO2 Gift für eine dauerhaft Endlagerung da unten.
    Wenn es dann (ggf. nach geologischen Zeiträumen) austritt kann es über mehrere Kilometer Umkreis jedes Leben ersticken.

    Bin voll und ganz mit Dir dacor.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von DachsH
    • DachsH

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.12.2018

    Antwort auf "Pumpe man Kohlendioxid hinein, werde das Öl nach oben getrieben" von Der Weisse.

    Wieso aufschwimmen?

    https://en.wikipedia.org/wiki/API_gravity

    https://www.nature.com/articles/s41467-019-09714-9

    https://cleantechnica.com/2021/02/10/alberta-oil-sands-emissions-alone-are-3-times-the-global-market-for-co2/

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Thomas aus Marl
    • Thomas aus Marl

    288 Beiträge seit 10.01.2021

    Das weiß doch beinahe jedes Kind

    Antwort auf "Pumpe man Kohlendioxid hinein, werde das Öl nach oben getrieben" von Der Weisse.

    Jede Spraydose, egal ob Deodorant oder Haarspray, funktioniert doch genau so.

    Das von oben auf die Flüssigkeit drückende Treibgas drückt diese nach oben.

    Ein altbekanntes Prinzip. Und Sie wollen das nicht kennen?

    Bewerten
    - +
Ansicht umschalten