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Avatar von Great White Handkerchief
  • Great White Handkerchief

mehr als 1000 Beiträge seit 09.03.2005

Mr Bean

Als ich das erste mal von CO2-Sequestrierung im Spektrum der Wissenschaft gelesen habe, habe ich es zunächst für einen Aprilscherz gehalten.

Ich muss bei dieser Idee an den Sketch mit Mr. Bean denken, wo er sich im Nobelrestaurant ein Beefsteak Tatar bestellt, ohne zu wissen was das ist.
Um das Gesicht zu wahren versucht er dann verzweifelt das rohe Hackfleisch an allen möglichen und unmöglichen Stellen zu "entsorgen". Als er es fast geschafft hat, passiert dem Kellner ein Missgeschick und Mr. Bean bekommt zur "Entschädigung" nochmals eine komplette Portion.

GWH

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  • Avatar von ludmillaZ
    • ludmillaZ

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.12.2009

    Antwort auf Mr Bean von Great White Handkerchief.

    Diese Idee ist so was von bescheuert.
    Könnte glatt von unserem Verkehrsminister sein...

    Möglichst wenig CO2 erzeugen und möglichst viel aufforsten
    halte ich für sinnvoller.

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  • Avatar von M42n
    • M42n

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.12.2017

    Antwort auf Re: Mr Bean von ludmillaZ.

    Genauso sehe ich das auch. Heutzutage ist kaum vorstellbar, daß die britische Insel, Spanien und Portugal ehemals komplett bewaldet waren. Dann ging das massenweise Bau von Holzschiffen los...

    Donald Trump übrigens teilweise auch, der hatte den Plan, daß mehr Bäume angepflanzt werden sollten:

    https://www.sueddeutsche.de/wissen/baeume-klimawandel-1.4768533

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  • Avatar von ludmillaZ
    • ludmillaZ

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.12.2009

    Antwort auf Re: Mr Bean von M42n.

    Ich würde mich ja schon freuen wenn hier in der Stadt die vertrockneten Bäume der letzten Jahre ersetzt würden. Dafür haben wir aber kein Geld, sagt die Stadt...

    Es sieht nicht gut aus. Wir sind einfach zu gierig.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.08.2021 15:38).

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  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Re: "möglichst viel aufforsten"

    Antwort auf Re: Mr Bean von ludmillaZ.

    ludmillaZ schrieb am 13.08.2021 14:32:

    Möglichst wenig CO2 erzeugen und möglichst viel aufforsten
    halte ich für sinnvoller.

    Stimmt, aber reicht nicht.
    Die Landwirtschaft muß so verändert werden daß der Boden aktiv Senke wird.
    Das geht sogar bei gleichem Ertrag. Allerdings arbeitsintensiv.
    Andere Pflanzen auf Grasland. Potential von Gentechnik.
    Und natürlich weniger Fleisch.

    https://www.woz.ch/2109/zukunft-der-welternaehrung/raus-aus-der-industriellen-landwirtschaft

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.08.2021 16:24).

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  • Avatar von ohirsch
    • ohirsch

    219 Beiträge seit 05.09.2018

    Antwort auf Mr Bean von Great White Handkerchief.

    habe ich es zunächst für einen Aprilscherz gehalten.

    Mir ging es ähnlich.
    Es war ein Interview mit dem alten Jacques Cousteau, der etwas von Lagerung von CO2 im Meer sprach. Ich empfand Mitleid und dachte er hat Alzheimer.
    Seine Filme und sein Lebenswerk bewundere ich.

    Dass das eine alberne Idee ist, davon bin ich bis heute überzeugt.

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  • Avatar von ludmillaZ
    • ludmillaZ

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.12.2009

    Antwort auf Re: "möglichst viel aufforsten" von blu_frisbee.

    Pflanzenreste verkohlen und ab damit in den Boden.
    Sorgt für fruchtbaren Boden.
    Stichwort: Terra Preta.
    Es könnte allerdings sein, dass das auch nicht reicht.

    Sich allerdings hinzustellen und zu sagen:
    "Da kann man eh` nichts mehr machen...", halte ich für keine Option.

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  • Avatar von ThSteier
    • ThSteier

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.09.2001

    Antwort auf Re: "möglichst viel aufforsten" von ludmillaZ.

    ludmillaZ schrieb am 14.08.2021 11:40:

    Pflanzenreste verkohlen und ab damit in den Boden.
    Sorgt für fruchtbaren Boden.

    Das Problem dabei ist, dass die Pflanzenreste nicht von alleine verkohlen (die für die Pyrolyse nötige Wärme muss auch irgendwie erzeugt werden) und dass dabei bei Weitem nicht nur Holzkohle entsteht. So heimelig ein Holzkohlemeiler auch aussieht - das, was da oben rauskommt, ist alles andere als nur Sauerstoff und Veilchenduft...

    Stichwort: Terra Preta.

    Terra Preta an sich ist eigentlich nichts anderes als das, was jeder Kleinbauer und -gärtner schon seit Ewigkeiten macht: Kompost mit Asche und Holzkohle. Das Ganze im nötigen Maßstab hochzuskalieren ist die Herausforderung.

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  • Avatar von ludmillaZ
    • ludmillaZ

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.12.2009

    Antwort auf Re: "möglichst viel aufforsten" von ThSteier.

    In Südamerika wurde das schon vor Jahrhunderten erfolgreich gemacht.
    Der Boden ist, anders als bei Brandrodung, immer noch fruchtbar.
    Der Boden hält auch das Wasser besser.

    Das Problem dabei ist, dass die Pflanzenreste nicht von alleine verkohlen (die für die Pyrolyse nötige Wärme muss auch irgendwie erzeugt werden) und dass dabei bei Weitem nicht nur Holzkohle entsteht. So heimelig ein Holzkohlemeiler auch aussieht - das, was da oben rauskommt, ist alles andere als nur Sauerstoff und Veilchenduft...

    Dass das Verkohlen nicht von allein passiert, ist bekannt.
    Und Sauerstoff kommt "da oben" auch nicht raus.
    Woher auch?
    Doch moderne Öfen (nicht Meiler) nutzen die brennbaren Gase für den Herstellungsprozess.
    Es muss nur am Beginn Energie zugeführt werden.
    Ab etwa 280°C ändert sich das.

    Terra Preta an sich ist eigentlich nichts anderes als das, was jeder Kleinbauer und -gärtner schon seit Ewigkeiten macht: Kompost mit Asche und Holzkohle. Das Ganze im nötigen Maßstab hochzuskalieren ist die Herausforderung.

    Fäkalien, Dung, Knochen sowie Fischgräten und Tonscherben wurden, soweit vorhanden, auch gerne genommen.

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    • ThSteier

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.09.2001

    Antwort auf Re: "möglichst viel aufforsten" von ludmillaZ.

    ludmillaZ schrieb am 16.08.2021 14:29:

    Doch moderne Öfen (nicht Meiler) nutzen die brennbaren Gase für den Herstellungsprozess.
    Es muss nur am Beginn Energie zugeführt werden.
    Ab etwa 280°C ändert sich das.

    Da werde ich nicht widersprechen. Dann wird's halt nur wieder Großindustrie (von der man ja auch irgendwie weg will) und nichts, was ein Landwirt/Förster mal spontan selber stemmen könnte. So lange man (wie die Indios) ein paar Jahrhunderte Zeit und/oder nur kleine Flächen hat, ist das ja kein Problem. Aber mal als Größenordnung: Deutschland hat 16,7 Mio Hektar Ackerfläche. Bei Kompost rechnet man (bei jährlicher Gabe) 2..4 Liter pro m² - macht π*Daumen 500 Mio m³ Kompost Terra Preta nur für den Ackerbau. Jährlich. Ohne die Waldflächen (nochmal knapp 12 Mio. ha) auch nur zu berücksichtigen.

    Ich will nicht behaupten, dass das unmöglich ist - aber es ist eine andere Hausnummer als wenn's nur um ein paar Gärten oder Bio-Landwirte ginge.

    Terra Preta an sich ist eigentlich nichts anderes als das, was jeder Kleinbauer und -gärtner schon seit Ewigkeiten macht: Kompost mit Asche und Holzkohle. Das Ganze im nötigen Maßstab hochzuskalieren ist die Herausforderung.

    Fäkalien, Dung, Knochen sowie Fischgräten und Tonscherben wurden, soweit vorhanden, auch gerne genommen.

    Eben. Kompost - nur mit hippem Namen.

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