und wir schauten auf die vielen Schaufelradbagger und Förderbänder und Pumpen. Die Schaufelbagger laufen elektrisch, die Förderbänder und die Pumpen auch. Und die kleinen Güterzüge, die die Kohle zum nahe gelegenen Kraftwerk bringen.
Dort wird aus der Braunkohle Strom gemacht, eventuell muss man noch andere Stoffe, zB Steinkohle (aus Kolumbien) dazuschmeißen, damit der nasse Dreck brennt. Braunkohle liegt irgendwo zwischen Torf und Kohle.
Bis zum gegenüberliegenden Rand des Lochs 10 km, Tiefe ca 350 m.
Soll man das nach dem Ende des Braunkohleabbaus mit Wasser vollaufen lassen? Aus geologischen Gründen kein so tolles Badewasser und schon gar kein Fischgewässer. Und bis es sich mit Regenwasser und dem Grundwasser der Umgebung wieder gefüllt hat, dauerts so lang, bis mein kleines Enkelkind im Altenheim ist.
Oder man pumpt weiter (bei den Steinkohlebergwerken muss man das, weil sich sonst der Untergrund auflöst und die ganze Landschaft Meter um Meter versinkt).
Also weiterpumpen kostet Strom, der dann nicht mehr im Kraftwerk nebenan erzeugt wird. (Frau Merkel denkt alles vom Ende her - warum fällt mir das bloß gerade jetzt ein?)
Von der in der Kohle enthaltenen Energie geht im Kraftwerk 60 - 70 % verloren (die entweicht mit dem Wasserdampf), an dieser Stelle wird dann der Strom für Schaufelradbagger, Förderband und Pumpen abgezweigt, dann noch ein paar kleine Leitungsverluste , bis die Energie in irgendeinem Haushalt oder Industriebetrieb ankommt.
Das kraftwerk wird bald oder 2038 oder sonstwann abgeschaltet, die Pumpen laufen weiter.
Ein schönes Wort "Ewigkeitskosten"
Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach
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Antwort auf Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach von kleines Licht.
Vielleicht wird es mal noch schöner als hier:
https://leipziger-neuseenland.org
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Antwort auf Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach von kleines Licht.
kleines Licht schrieb am 13.08.2021 17:55:
Bis zum gegenüberliegenden Rand des Lochs 10 km, Tiefe ca 350 m.
Soll man das nach dem Ende des Braunkohleabbaus mit Wasser vollaufen lassen?Darauf wird's wohl oder übel hinauslaufen (Falls nicht jemand auf die glorreiche Idee kommt, da einfach Europas größte Müllkippe oder sowas draus zu machen - rechnen muss man mit allem...). Speicherkapazität für Wasser kann man nie genug haben (ob nun zur Hochwasserrückhaltung oder als Vorrat für eine Dürre) und die Region wäre vermutlich auch froh, wenn sich das Grundwasser mal wieder dort sehen lassen würde, wo es früher mal war.
Aus geologischen Gründen kein so tolles Badewasser und schon gar kein Fischgewässer.
Du tust ja gerade so, als wären ein pH-Wert von 4 und flächendeckender Ockerschlick etwas Schlimmes. Die sollen sich mal nicht so anstellen, die Fische, jawoll! Außerdem ist das nur vorübergehend, um die 50..100 Jahre oder so.
Mal ernsthaft: Der Versauerung und Verschlickung kann man im Vorfeld entgegenwirken (die Alt-Tagebaue in der Lausitz sind das Beispiel dafür, wie man's nicht machen sollte - aber ok, vor der Wende hat's halt keinen interessiert und anschließend war's bequem, dass sich mit der Wende alle Verantwortlichkeiten erstmal in Luft aufgelöst hatten...), aber das muss man wollen, planen - und vor allem bezahlen.
Und bis es sich mit Regenwasser und dem Grundwasser der Umgebung wieder gefüllt hat, dauerts so lang, bis mein kleines Enkelkind im Altenheim ist.
Man könnte das theoretisch mit Wasser aus Rur und Enft unterstützen, aber das fehlt dann halt dort weiter stromab wieder. Wobei sich eh' die Frage stellt, was von den Flüssen noch übrig bleibt, wenn das eingeleitete Sumpfungswasser plötzlich wegfällt.
Oder man pumpt weiter (bei den Steinkohlebergwerken muss man das, weil sich sonst der Untergrund auflöst und die ganze Landschaft Meter um Meter versinkt).
Das Versinken ist bei Tagebauen in lockerem Sediment kein Thema, aber dafür die Rutschungsgefahr an den Böschungen. Trockener Sand ist bei einen Böschungswinkel von rund 45° (1:1) noch stabil - bei Staunässe bzw unter Wasser ist dagegen ganz schnell "Schluss mit lustig" und der Kram beginnt zu fließen. Schon bei konstantem Wasserstand geht man bei Baggerseen von einer Mindestböschung von 1:3 aus - kommen Wellenschlag oder gar wechselnde Wasserstände (es taucht ja immer mal die Idee auf, aus der Grube ein Pumpspeicherkraftwerk zu machen) hinzu, ist man ganz schnell bei 1:6 oder darüber. Bei einem 400m tiefen Loch bedeutet das eine 2500m breite Böschung...
Also weiterpumpen kostet Strom, der dann nicht mehr im Kraftwerk nebenan erzeugt wird.
Das wäre das kleinste Problem - man könnte ja die Sophienhöhe mit Windrädern und Solarpanels zupflastern, dann hätte man (angeblich) kostenlosen Strom direkt vor Ort, so lange man will. Im Durchschnitt zumindest.
Aber ob es in einer Zeit der Wetter- und Wasserextreme Sinn der Sache ist, auf die Speicherkapazität für Wasser zu verzichten und auch das Grundwasser auf Dauer abgesenkt zu lassen, ist eine andere Frage.
Eigentlich hat man nur die Wahl zwischen zwei Übeln. Mich würde mal interessieren, ob sich da seitens Politik und Wirtschaft schon mal jemand ernsthaft Gedanken gemacht hat oder ob wieder das übliche große Erschrecken (samt panischer Suche nach Notfallplänen) kommt, wenn dann RWE "So, wir sind dann mal weg, viel Spaß noch!" sagt...
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Antwort auf Re: Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach von ThSteier.
Solar und PV Anlagen und Ackerböden oder Wald ( CO2 Senke )
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Antwort auf Re: Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach von CNG.
Reicht dafür das Wasser aus?
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Antwort auf Re: Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach von DachsH.
DachsH schrieb am 14.08.2021 11:42:
Solar und PV Anlagen
Dafür würden sich eher die Halden und Außenkippen (besonders deren Südhänge) anbieten. Für etwas anderes sind trockene Sandhaufen mit einer minimalen Auflage an Mutterboden ja eh' kaum nutzbar.
und Ackerböden oder Wald ( CO2 Senke )
Das braucht beides Wasser - und Landwirschaft außerdem halbwegs ebenes Gelände mit fruchtbarem Boden.
Gut, Wald könnte man zwar auch wie gehabt auf Basis von 08/15-Kiefernplantagen hinzaubern, aber da erleben wir ja gerade, dass das auch nicht unbedingt optimal funktioniert. -
Antwort auf Re: Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach von DachsH.
DachsH schrieb am 14.08.2021 11:43:
Reicht dafür das Wasser aus?
Ja - sonst müsste man ja nicht permanent abpumpen, um eine Flutung zu vermeiden.
Die Füllung dauert halt nur etliche Jahrzehnte, wenn man kein Fremdwasser einspeisen kann (oder will) und das Ganze ausschließlich über den Wiederanstieg des Grundwassers geschehen lässt. Wobei Fremdwasser auch nicht so viel bewirkt wie man annehmen könnte, weil ein Gutteil davon erstmal von See aus rückwärts das Grundwasser auffüllt, falls dieses langsamer steigt als der Wasserspiegel.
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Antwort auf Re: Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach von ThSteier.
Ja, da braucht man Mutterboden, aber was hindert uns daran?
Zu Geizig?
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.08.2021 12:49).
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Antwort auf Re: Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach von ThSteier.
Das reicht nicht dafür aus.
https://www.lausitzerseenland.de/de/service/infomaterial/faq/artikel-woher_kommt_das_wasser_in_die_neu_entstehenden_seen.html
https://www.saechsische.de/politik/deutschland/innenpolitik/umweltpolitik/wenn-seen-duersten-5279129-plus.html
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Antwort auf Re: Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach von DachsH.
DachsH schrieb am 14.08.2021 12:46:
Das reicht nicht dafür aus.
https://www.lausitzerseenland.de/de/service/infomaterial/faq/artikel-woher_kommt_das_wasser_in_die_neu_entstehenden_seen.html
https://www.saechsische.de/politik/deutschland/innenpolitik/umweltpolitik/wenn-seen-duersten-5279129-plus.html
Jein. Die Links schreiben das Gleiche:
Problem 1 ist, dass man nicht noch Jahrzehnte warten wollte, bis Grundwasser und See von allein steigen, und deswegen Fremdwasser einspeist.
Problem 2 ist (wie schon geschrieben) dass die Seen praktisch rückwärts das abgesenkte Grundwasser wieder auffüllen, wenn man den See schneller füllen will, als das Grundwasser nachkommt, sprich der Großteil des eingespeisten Wassers verschwindet erstmal.
Manche Prozesse lassen sich halt auch mit Geld und gutem Willen nicht über's Knie brechen.