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  • kleines Licht

371 Beiträge seit 09.05.2019

Da stand ich vor einigen Tagen vor dem Loch von Hambach

und wir schauten auf die vielen Schaufelradbagger und Förderbänder und Pumpen. Die Schaufelbagger laufen elektrisch, die Förderbänder und die Pumpen auch. Und die kleinen Güterzüge, die die Kohle zum nahe gelegenen Kraftwerk bringen.
Dort wird aus der Braunkohle Strom gemacht, eventuell muss man noch andere Stoffe, zB Steinkohle (aus Kolumbien) dazuschmeißen, damit der nasse Dreck brennt. Braunkohle liegt irgendwo zwischen Torf und Kohle.
Bis zum gegenüberliegenden Rand des Lochs 10 km, Tiefe ca 350 m.
Soll man das nach dem Ende des Braunkohleabbaus mit Wasser vollaufen lassen? Aus geologischen Gründen kein so tolles Badewasser und schon gar kein Fischgewässer. Und bis es sich mit Regenwasser und dem Grundwasser der Umgebung wieder gefüllt hat, dauerts so lang, bis mein kleines Enkelkind im Altenheim ist.
Oder man pumpt weiter (bei den Steinkohlebergwerken muss man das, weil sich sonst der Untergrund auflöst und die ganze Landschaft Meter um Meter versinkt).
Also weiterpumpen kostet Strom, der dann nicht mehr im Kraftwerk nebenan erzeugt wird. (Frau Merkel denkt alles vom Ende her - warum fällt mir das bloß gerade jetzt ein?)
Von der in der Kohle enthaltenen Energie geht im Kraftwerk 60 - 70 % verloren (die entweicht mit dem Wasserdampf), an dieser Stelle wird dann der Strom für Schaufelradbagger, Förderband und Pumpen abgezweigt, dann noch ein paar kleine Leitungsverluste , bis die Energie in irgendeinem Haushalt oder Industriebetrieb ankommt.
Das kraftwerk wird bald oder 2038 oder sonstwann abgeschaltet, die Pumpen laufen weiter.
Ein schönes Wort "Ewigkeitskosten"

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