gottwuerfeltnicht schrieb am 30.03.2022 03:01:
Ich möchte davor warnen die ökonomischen Aspekte zu vernachlässigen! Klar, nichts tun ist teurer als viele kleinteilige Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern. Aber das wiederum ist teurer als große Photovoltaik-Anlagen im industriellen Maßstab. Es gibt bei der Energiewende noch viele Herausforderungen die uns einiges kosten werden, da müssen wir die Kosten im Auge behalten. Superbillige Freiflächenphotovoltaik könnte z.B. helfen, die enormen Kosten für Speicher querzufinanzieren. Vergeuden wir aber zu viele Ressourcen um jedes Hausdach einzeln anzuschließen, dann werden uns die Speicherkosten deutlich mehr schmerzen.
Ich denke, die Tatsache dass ausgerechnet Tesla Photovoltaik-Dachziegel anbietet spricht Bände: Das ist was für wohlhabende Enthusiasten die die hohen Kosten tragen können, aber keine Lösung auf volkswirtschaftlicher Skala.
Die Wohneigentumsquote in D ist zwar im internationalen Vergleich niedrig, aber doch fast 50%. Und wenn die Hälfte unserer Bevölkerung den Strom, den sie über's Jahr verbraucht, selbst erzeugt, halte ich das durchaus für eine "Lösung auf volkswirtschaftlicher Skala"...
Und die Kosten für private Dach-PV sind nachranging, weil sie eben nicht von der Allgemeinheit getragen werden, weder über Steuern noch über den Strompreis (solange der Börsenpreis über der Einspeisevergütung liegt).
bye
TT
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (30.03.2022 13:41).