Jian schrieb am 05.04.2022 19:10:
Nein, Wälder sind keine Absatzmärkte. Dieser größte Teil der Menschheit ist vor allem eins: Konsument. Ohne Absatz keine Gewinne.
Das mag in einer idealisierten Form, für einen "Kapitalismus der freien Konkurrenz", der sich in einem eher nationalen Rahmen bewegt, bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch ansatzweise zugetroffen haben - heute jedoch ist das Kapital längst global konzentriert - was nationale Regierungen zum mittleren Management regionaler Verwaltungseinheiten deklassiert.
Tatsächlich ähnelt die heutige Konzentration von Macht weit eher feudalen Strukturen - bloss in einem globalen Rahmen - und kapitalistisch komkurrieren nur noch die Netzwerke der mittleren Ebenen - also ein Mittel und eine Form, die jederzeit ausgetauscht werden kann.
Den Übergang in eine feudale Planwirtschaft sehen wir gerade - etwa in der gigantischen Verschiebung von Mitteln im Rahmen von Corona - oder aktuell in der Umstellung auf Kriegswirtschaft. Konsum (der arbeitenden Massen) ist da nur noch Reibungsverlust.