Die Atomkraft Spaltungsreaktoren haben alle die gleichen Probleme.
Sie sind sehr teuer.
Das Atommüll Problem und ist nicht gelöst und wird es niemals.
Das Atomkraft viel CO2 verursacht? (s.u.)
Atomstrom war niemals günstig, das erschien nur den Betreibern so, weil die sich auf
Kosten der Gemeinschaft bereichern durften.
https://www.pv-magazine.de/2019/07/24/diw-berlin-atomkraft-war-und-ist-nicht-rentabel/
Wenn du mal die Kosten aus 2014 einsehen möchtest, leider ist das unvollständig (es fehlen Wärmepumpen, Hybrid und Elektroautos) und etwas veraltet:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/hgp_umweltkosten_0.pdf
https://www.umweltbundesamt.de/daten/umwelt-wirtschaft/gesellschaftliche-kosten-von-umweltbelastungen#umweltkosten-der-strom-und-warmeerzeugung
https://www.ausgestrahlt.de/blog/2017/10/20/atomkraft-ist-am-teuersten/
https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/publikationen/Studien/Greenpeace_Energy_Was_Strom_wirklich_kostet_2015.pdf
Etwas Detaillierter warum Atomstrom so teuer ist:
Fange erst einmal mit den Halbwertszeiten des Atommülls an.
Das sind nämlich die gespaltenen Kerne, die massiv strahlen.
Das Atommüllproblem ist nicht und kann physikalisch (zumindest nicht mit der Erzeugten Energie) nicht gelöst werden.
Dazu muss man die Transurane noch gar nicht betrachten. (Pu, U, Np, ... https://de.wikipedia.org/wiki/Transuranabfall)
Das Problem ist, Kernspaltungsreaktoren erhöhen immer die Radioaktivität und zwar um das viel Millionenfache.
Hier mal einige Isotopen und deren Aufbewahrungsdauer um die Radioaktivität von Uran235 zu erreichen:
Dazu reicht völlig der Jahrtausende strahlende Atommüll, der mit jeder Spaltung von U oder Pu Kernen unvermeidlich anfällt.
https://en.wikipedia.org/wiki/Fission_products_(by_element)
Die Strahlung von Natururan ist recht unproblematisch.
https://en.wikipedia.org/wiki/Fission_product_yield
Atomarer Zerfallsmüll hat folgende Zusammensetzung zu Natururan mit Erreichung der Strahlungsstärke von Natururan je Element. :
7,3*10^8a/30a*6,3% =1,5 Millionenfach Cäsium 137 -> 21 HWZ => 621 Jahre
7,3*10^8a/29a*4,5% =1,1 Millionenfach Strontium 90 -> 20 HWZ => 581 Jahre*2(Tochterzerfall)=1.162Jahre
7,3*10^8a/88a*0,5% =42 Tausendfach Samarium 151 -> 15 HWZ => 1.362 Jahre.
Wobei Sr90 zu Y90 (Yttrium) zerfällt, das hat dann eine HWZ von 64,1h zu Z90 (Zirconium)
Sm151 zerfällt zu Eu151 das mit einer HWZ 1,7*10^18 Jahren als unkritisch angesehen werden kann.
Das müsste für mindestens 2.500Jahre eingelagert werden um nicht schlimmer als Uran 235 zu strahlen.
Die anderen Isotope habe ich mir noch nicht angesehen.
Tec99 (6,1% HWZ 211 ka), Sn128 (0,1% HWZ 230 ka), Zr93 (5,4% HWZ 1,5 Ma) und Cäsium 135 (6,9% HWZ 2,3 Ma) scheinen da auch problematisch zu sein.
Und da die benötigte Endlagerfläche (m²) von der Menge des erzeugten Stromes/der gespaltenen Kerne abhängt, zieht eine Erhöhung der Uran ausbeute auch zwingend eine Erhöhung der Endlagerfläche nach sich.
Je kW Leistung, die auf dem Endlager einzulagern sind (Radioaktivität), sind 0,67m² vorzusehen und die dürfen auch nicht gestapelt werden.
Das sind bei 500m Tiefe etwa 30MWh Strom die zu 1m² Endlager führen.
Und das ist nur eines der unendlich vielen und ungelösten Probleme.
Atomkraft ist einfach zu teuer selbst unter Vernachlässigung aller Abschreibungsrelevanten Kosten.
https://www.lazard.com/media/451419/lazards-levelized-cost-of-energy-version-140.pdf
(Seite 2 Marginal Costs)
Den Text habe ich nicht speziell für dich geschrieben, aber diese Frage kam einfach zu häufig.
Und was Atomkraft angeht:
Die Atomkraft ist auslaufend, antik, teuer, unwirtschaftlich, unsicher, unzuverlässig, hat ein Müll Problem und hat obendrein noch ein Brennstoff- und ein Endlagerproblem ganz im Gegensatz zu PV und Wind die sind um Längen Preiswerter, zuverlässiger und umweltfreundlicher.
Deswegen ist Kernenergie zu vermeiden.
Aktuell kostet eine WKA etwa 1,25Mio €/MW und hat 2200VLS und dieser Preis ist noch am sinken.
https://w3.windmesse.de/windenergie/news/27407-windkraftanlage-hersteller-turbine-preis-ausschreibung-mw-consulting-overmohle
Im Ergebnis also 1,25Mio €/30/2200MWh= 19€/MWh Kosten.
Was auch mit dem sonstigen kommunizierten Kosten übereinstimmt.
https://www.greentechmedia.com/articles/read/next-generation-electricity-technology-is-being-held-back-by-outdated-marke
https://assets.greentechmedia.com/assets/content/cache/made/assets/content/cache/remote/https_dqbasmyouzti2.cloudfront.net/content/images/articles/1_v2_1403_615_80.jpg
Ein 1.600MW Kernkraftwerk das 60 Jahre hält darf also nicht mehr als 14Mrd € inklusive Bau, Brennstoff, Wartung, Versicherung, Entsorgung und Endlagerung kosten.
https://www.bbc.co.uk/news/business-49823305
https://www.greentechmedia.com/articles/read/more-delays-for-uks-hinkley-point-nuclear-plant-as-offshore-wind-costs-drop
Teure Offshore etwa 40 Pfund in Gegensatz zu 92,5 Pfund für Nuklear pro MWh.
Momentan ist der Bau alleine schon teurer (Hinkley Point C aktuell 2*16 Mrd €=24€/MWh) und die EE werden immer preiswerter.
Dazu kommen 25$/kg Uran und eine erhebliche Umweltverschmutzung beim Abbau.
Dazu kommt ein sich immer mehr einem ERoEI von <1 annähernder Wirkungsgrad.
https://de.wikipedia.org/wiki/Uran
U ist zu 2,5ppm in der kontinentalen Erdkruste enthalten von denen 0,7% U235 sind.
Denn pro kg Natur-Uran erhält man nur etwa 50 MWh, wenn wir Brut-Technogien mal ignorieren, die auch immer mehr Atommüll Erzeugen der auch aufbewahrt und aufbereitet werden will.
Des wegen benötigt man wesentlich höhere Konzentrationen, denn diese 50MWh müssen für alles ausreichen. (Bergbau, Anreicherung, Transport, Bau des Kraftwerkes, Rückbau des Kraftwerkes, Zwischenlagerung, Endlagerung)
D.h. zur Zeit 1% U235 im Mittel also 25$/10g U235 dazu kommt noch eine Anreicherung.
=> 25$/10g U235 * 22,8 MWh/g Uran235 = 0,01-0,02 cent/kWh Brennstoff das ist Preiswert, besonders wenn man die Umweltverschmutzung nicht trägt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wismut_(Unternehmen)
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/niger-areva-baut-im-grossen-stil-uran-ab-und-schadet-der-umwelt-a-934979.html
Aber 10g U235 kostet 1,5m² Endlagerfläche für tausende von Jahren.
https://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_fission_product
https://en.wikipedia.org/wiki/Fission_products_(by_element)
Deutschland hat am 31.12.2013 bereits 28.100m³ Hochradioaktiven Müll und für jedes kW Leistung braucht 0,67m² exklusive Endlagerfläche über Jahrtausende.
https://www.atommuellreport.de/themen/atommuell/einzelansicht/radioaktive-abfaelle-mengenuebersicht.html
Dazu kommen noch jede Menge an schwach- und mittelradioaktivem Müll.
https://www.manager-magazin.de/finanzen/versicherungen/a-761954.html
http://www.blicklog.com/2011/05/31/natrlich-ist-das-akw-risiko-versicherbar-wie-man-einfach-die-versicherungskosten-fr-kernenergie-berechnen-knnte/
Versicherung liegt bei 6.000Mrd/€ / 10.000Betriebsjahre=600Mio €/a=4cent/kWh also und das steigt noch um die Inflationsrate.
Dazu kommt ein erheblicher Kühlungsbedarf der zukünftig auch nicht sichergestellt werden kann.
Dazu ein etwa genauso teurer Abriß wie Bau, also noch einmal 2*16 Mrd €.
https://blog.paradigma.de/wie-man-kosten-eines-atomkraftwerks-berechnet/
In Summe kostet also die Kraftwerk weit über 15cent/kWh was auch beim Kraftwerk Hinkley Point C zu sehen ist (da fehlt noch der Rückbau, die Versicherung und die Endlagerung, das Proliferationsrisiko und Terroristische Gefahren).
https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/publikationen/Studien/GPE_Studie_StromKosten_WEBV02_DS.pdf
Die Schweiz hat auch neue Atomkraftwerke abgelehnt.
https://www.ee-news.ch/de/erneuerbare/article/41361/ses-neue-akw-sind-sowohl-hinsichtlich-zeit-als-auch-kapitalbedarf-und-finanzierung-nicht-realistisch
Dazu:
Atom: 49g CO2/kWh und steigend
Wind <10g CO2/kWh und sinkend
PV 2020 : <20g CO2/kWh und sinkend
https://www.energyagency.at/fileadmin/dam/pdf/publikationen/berichteBroschueren/Endbericht_LCA_Nuklearindustrie.pdf
https://isa.org.usyd.edu.au/publications/documents/ISA_Nuclear_Report.pdf
Zusammenfassend kann nur Festgestellt werden, das Atomkraft Irrwitzig teuer und nicht zielführend ist, wie auch jede Fossile Energiegewinnungstechnik.
Während PV und Wind immer preiswerter werden, werden alle anderen Stromgewinnungstechniken immer teurer.
https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2018/studie-zu-stromgestehungskosten-photovoltaik-und-onshore-wind-sind-guenstigste-technologien-in-deutschland.html
https://www.solarserver.de/pv-modulpreise/
https://www.lazard.com/media/451419/lazards-levelized-cost-of-energy-version-140.pdf
Wirtschaftliche Fusionskraftwerke wird man vielleicht in den nächsten 100 Jahren nicht sehen und auch nicht unter 4-8GW.
https://www.pv-magazine.com/2021/03/26/us-government-wants-to-cut-solar-costs-by-60-in-10-years/
Dazu ist PV und Wind bereits preiswerter als die marginal costs von Atomkraftwerken und die werden nur noch preiswerter.