Antwort auf Einfache Lösungen? NICHT MIT UNS! von Klabusterbär.
Ist das der Beitrag vom BR?
Da kam aber auch drinne vor, dass für die Herstellung von genügend grünem Gas doch wieder auf "Afrika" gesetzt werden soll. Also eine Abhängigkeit von außen.
Warum? Weil die für die Herstellung von grünem Gas nötige Energie eben enorm ist und so jeder km mit grünem Gas im Vergleich zum reinen Batterieauto (Batterien haben die Brennstoffzellenautos ja auch) das vielfache an Energie benötigt.
Für Batterieautos reichen aufgrund des hohen Wirkungsgrades für jedes E-Auto 3-4kwp PV. Wenn ich aber nun 4x soviel Energie benötige wären das pro Auto eben 12-16kwp, was eine ganz andere Hausnummer ist.
Worin liegt also der große Vorteil der Brennstoffzelle? Zumal die Technik ja auch nicht kompatibel zur bisherigen Verbrennertechnik ist, d.h. neue Infrastruktur aufbauen und Gas zu den neuen Tankstellen fahren.
Der "tolle Vorteil" des 3 minuten Ladens wirkt halt nur als großer Vorteil für Leute, die sich keine andere Ladeinfrastruktur und Ladeverhalten vorstellen können als das konventionelle "ich fahre zur Tankstelle und fülle dort meinen Tank auf". Also niveliert sich auch dieser Vorteil in der Realität, denn ein BEV muss nur noch auf Langstrecken extra zu einer Tankstelle fahren.
Und dann schauen wir gerade jetzt in die USA und sehen: Solch eine Versorgungsstruktur hat leider ihre Tücken aufgrund von Single Points of Failure. Dagegen kann Energie fürs BEV dezentral generiert und distribuiert werden. Sollten große Übertragungsleitungen flach fallen kann das E-Auto trotzdem über die Solarpanels vom Dach geladen werden. Sollte aber bspw die imaginierte Pipeline von Afrika nach Europa ausfallen kommt es zu tagelangen Staus an den Tankstellen, Hamsterkäufen etc.
Ich habe nichts gegen das Brennstoffzellenautos und bin neuen Techniken auch aufgeschlossen gegenüber - aber um zu erklären, warum sich niemand wirklich für sein Projekt interessiert brauch ich keine Verschwörungstheorien o.ä. - es ist einfach nicht gut genug im Vergleich zum BEV.