Ansicht umschalten
« Ältere Neuere » Seite 1 2 3
  • Avatar von Abtrünniger Zauberer
    • Abtrünniger Zauberer

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.01.2012

    Immer noch kein physikalisches Gesetz geliefert

    Antwort auf Deine Kristallkugel verwechselt eine Schüppe Zellen mit einem Speichersystem von HassoSigb.

    Schon dumm, wenn einem die Argumente ausgehen, da muss dann direkt erfundene "ich hab aber das-und-das studiert"-Autorität behauptet werden. Funktioniert in einem anonymen Forum aber nicht.

    Weder hast du deine 1000€/kwh irgendwie belegen können, noch warum das ein fester Preis sein soll, der sich nicht ändern kann (deine Behauptung). Während ich dir mehrere Speichersysteme vorgerechnet habe, die bereits jetzt auf dem Markt für jeden zu kaufen sind und die sich auch verkaufen wie warme Semmeln.

    Ich habe dir Insiderwissen geliefert, auf das du null eingegangen bist - daher muss ich davon ausgehen, dass du kein Insider bist und deine Autoritätsbehauptung nichts weiter als geschwurbel ist. Sonst hättest du um das Dillemma in Deutschland mit den Zellen gewusst und wärest irgendwie darauf eingegangen.

    Weiterer Hinweis: Du rechnest Speicher in Lebensjahren (kalendarisch). Dabei werden gerade im Netzspeicherbereich die Lebensdauer eher in Vollzyklen gerechnet. Denn die sind entscheidender, wenn sie vor Ablauf der erwartbaren kalendarischen Lebensdauer erreicht werden. Und das ist im Netzbereich eher der Fall als im Heimbereich, wo gerade mal ein Zyklus pro Tag geschafft wird.

    Alleine die Tatsache, dass du behauptest, dass trotz billigerer Zellen (die bis dato nunmal den größten Teil am Herstellungspreis beinhalten, insbesondere wenn Kapazität aufgebaut werden soll und nicht so sehr Leistung) die Preise nicht sinken würden sondern dich auf Halbleitertechnik etc. stützt (und auch hier - vor 5 Jahren hat ein 5kw-Wechselrichter noch mehr als das doppelte von heute gekostet) macht dich einfach unseriös und es ist Blödsinn, mit dir überhaupt noch weiter zu diskutieren.

    Aber was will man von einem Atomfanboy auch erwarten, der lieber ein AKW bauen will auch wenn es teurer ist als eine PV-Anlage mit Speicher

    Nochmal: PV-Anlage mit Speicher liefert Strom zu 3-6c/kwh im Heimbereich - jetzt schon. Winter-PV-Anlage übrigens zu 9-12c/kwh. Selbst der Preis von deiner Anlage würde PV-Strom zu 13c/kwh Gestehungspreis liefern können. Hinkley-Point-C: 15c/kwh minimum. Realer Preis erst dann wenn mal irgendwann auch Strom geliefert wird und Abbau, Entsorgung, Versicherung etc. wird dem Steuerzahler aufgelastet, weils die Rechnung versauen würde.

    Und du erzählst was von unbezahlbaren Speichern...

    Bewerten
    - +
  • Avatar von HassoSigb
    • HassoSigb

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.09.2018

    Du verstehst deine eigenen Zahlen nicht

    Antwort auf Immer noch kein physikalisches Gesetz geliefert von Abtrünniger Zauberer.

    Erstens unterliegt ein Batteriesystem sowohl einer kalendarischen als auch einer Alterung durch Benutzung. Nach 20 Jahren ist es kaputt, egal ob man es benutzt oder nicht.

    Zweitens beruhen deine Zahlen auf folgender Rechnung: Das Speichersystem hat eine Nennkapazität aka Energie von X, hat eine Lebensdauer von Y Zyklen und kostet Z Euro., also betragen die Speicherkosten pro genutzter Energie S = Z / (X * Y).

    Diese Rechnung wenden wir nun auf das erwähnte 2TWh Speichersystem, das wir laut Aussagen zahlreicher Energiewendepriestern zum Ausgleich täglicher Schwankungen benötigen. Typische Zahlen für für LiFePO4 sind Y = 8000, behauptet wird von dir S = 3ct/kWh = 3 * 10**-2 EUR / kWh:

    S = Z / (X * Y ) => Z = S * X * Y = 3 * 10**-2 EUR / kWh * 2 * 10**9 kWh * 8000 = 24 * 10**10 EUR = 240 Milliarden Euro -> 120 EUR pro kWh Nennkapazität.

    Leider ist dein 120€/kWh Ökomärchensystem nicht mal entfernt den Belastungen gewachsen, die dieses Speichersystem bewältigen muss. Außerdem kann man es nirgendwo kaufen außer im Ökomärchenland.

    Das Referenzsystem in Gotha, das ich verlinkt habe, enthält nur 3 Batteriecontainer, der "Rest" dient dazu, das System mit dem Netz zu verbinden und die Lebensdauer der Akkus zu optimieren.

    Der reale Preis für solche Systeme liegt daher auch zukünftig näher an 1000EUR/kWh als an deinen Ökomärchenzahlen, wie auch folgender Link beweist:

    > https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Batterie-Speicherkraftwerken#Batteriespeicher_Jardelund

    50 MWh Kapazität, 30 Millionen Euro, Inbetriebnahme 2018. Das ist ziemlich genau der Preis von 600EUR/kWh, den ich für möglich hielt. Macht 1.2 Billionen Euro für den 2TWh Speicher.

    Über die Lithium-Krise, die ein 2TWh Speicher auslöst, haben wir auch noch nicht gesprochen. Das System könnte mit Lithium noch nicht mal dann realisiert werden, wenn man die Billionen dafür hätte. Soviel abbaubares Lithium gibt es nicht, schon gar nicht für Deutschland allein.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Abtrünniger Zauberer
    • Abtrünniger Zauberer

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.01.2012

    Dunning Kruger Effekt?

    Antwort auf Du verstehst deine eigenen Zahlen nicht von HassoSigb.

    Erstens unterliegt ein Batteriesystem sowohl einer kalendarischen als auch einer Alterung durch Benutzung. Nach 20 Jahren ist es kaputt, egal ob man es benutzt oder nicht.

    Strohmann... hab ich nie behauptet, dass es das nicht tut. Fakt ist aber, dass die Zyklenzahl für die Kostenrechnung entscheidend ist. Ein Heimspeicher schafft in seiner kalendarischen Lebenszeit keine 10.000 Zyklen zu verbrauchen, ein Netzspeicher warscheinlich schon. Daher können bei Netzspeichern die reinen Zyklen zur Berechnung verwendet werden.

    Zweitens beruhen deine Zahlen auf folgender Rechnung: Das Speichersystem hat eine Nennkapazität aka Energie von X, hat eine Lebensdauer von Y Zyklen und kostet Z Euro., also betragen die Speicherkosten pro genutzter Energie S = Z / (X * Y).

    Genau. Also wenn 1kwh Kapazität 100€ kosten liegen bei 10.000 Zyklen die kosten pro gelieferter kwh bei 1c/kwh. Es ist dabei egal, ob 2twh kapazität da ist oder 1kwh. Mit 2twh rechnen verkompliziert nur die Rechnung.

    Typische Zahlen für für LiFePO4 sind Y = 8000

    Inzwischen wird mit 10.000 Zyklen gerechnet, ab da sinkt die Kapazität deutlich. Bei Speichern spricht aber nicht viel dagegen, die trotzdem weiterhin zu benutzen auch wenn sie nur noch <80% Kapazität liefern. Ökonomisch sind die dann längst abgeschrieben und liefern quasi zu 0c/kwh. (quasi weil Wartungskosten etc.)

    Leider ist dein 120€/kWh Ökomärchensystem nicht mal entfernt den Belastungen gewachsen, die dieses Speichersystem bewältigen muss.

    Beweis durch Behauptung? Was soll denn die großartige Belastung sein von der du da redest, dass die nicht auf die Zellen verteilt werden kann? Zumal die Speicher dezentral verbaut werden - momentan in Häusern von Privatkunden, Netzspeicher dann in Zukunft warscheinlich an Knotenpunkten wie Umspannungswerken, ehemaligen KKWs etc.

    Außerdem kann man es nirgendwo kaufen außer im Ökomärchenland.

    Jein. Ich hatte dir ja schon dazu geschrieben, aber das liest du ja anscheinend nicht.
    Als Privatkunde kriege ich momentan tatsächlich auf Alibaba 280Ah-Zellen für unter 100$. Das sind tatsächlich sogar 120$ die kwh Kapazität (bzw. ~1,5c/kwh für die Zellen + BMS). In Europa versauen es aber die Shippingcost habe ich mir sagen lassen.
    Als Firma, die mittlere Mengen haben will (also nicht nur 4,8 oder 16 Zellen, sondern bspw. für 10Mwh) kriegst du aber diese Preise nicht, weil die Fabrik dir sagt, dass die gewünschten Stückzahlen zu groß sind fürs Lager und zu gering um dafür die Produktion anzuwerfen. Also musst du bei den großen Anbietern einkaufen und die haben die Preise bei ca. 300€/kwh eingefroren seit 2 Jahren weil sie ihre Zellen eben auch zu diesen Preisen loswerden. Die gehen weg wie warme Semmeln.
    Das sind die Preise, die du auch als Privatperson zahlst wenn du dir eine fertige Powerwall bestellst in Deutschland (plus Fertigungskosten für die Powerwall etc.).
    VW und Tesla haben beide verkündet, bei ca. 100$/kwh zu stehen momentan. Aber das sind eben ganz andere Kunden mit ganz anderen Größenordnungen.

    50 MWh Kapazität, 30 Millionen Euro, Inbetriebnahme 2018. Das ist ziemlich genau der Preis von 600EUR/kWh, den ich für möglich hielt. Macht 1.2 Billionen Euro für den 2TWh Speicher.

    Sieh mal einer an, jetzt kommst du ja mit einem verwertbaren Beispiel. Inbetriebnahme 2018, d.h. die Zellen können spätestens 2018 gekauft worden sein, eher früher. Seit dem sind die Preise für LiFePo4 nochmal deutlich gefallen. Wenn also ein Kraftwerk damals für 600€/kwh Kapazität möglich war (bzw. 6c/ gelieferter kwh) dann sind heute noch weniger möglich. Und ich finde, 6c/kwh ist schon ein ausreichend guter Preis ehrlich gesagt. Die magische Grenze von 5c/kwh der Pumpspeicherkraftwerke wäre damit so nah, dass der Unterschied ja wohl verschmerzbar und jenseits von "unbezahlbar" wäre.
    Gegenfrage: Was wäre denn für dich ein bezahlbarer Preis pro kwh? Bisher mussten immer die Pumpspeicherkraftwerke als Refferenz herhalten (5c/kwh).

    Über die Lithium-Krise, die ein 2TWh Speicher auslöst, haben wir auch noch nicht gesprochen. Das System könnte mit Lithium noch nicht mal dann realisiert werden, wenn man die Billionen dafür hätte. Soviel abbaubares Lithium gibt es nicht, schon gar nicht für Deutschland allein.

    Ach so. Du willst morgen den 2Twh Speicher schlüsselfertig geliefert bekommen. Klar, das schafft keiner. Zumal es einen solchen 2Twh Speicher nicht geben wird. Das sind viele kleinere, modulare Speicher, die überall dezentral aufgebaut werden. In verschiedenen Größen. Die kommen dann zusammen auf 2Twh, aber doch nicht alleine. Wäre auch total unsinnig. Je dezentraler desto besser. Momentan wie gesagt hauptsächlich Privathäuser mit Kapazitäten von 10-12kwh - also der typische Tages-Ausgleichs-Speicher.
    Dann noch Elektrokarren mit bis zu 45kwh Kapazität.

    Netzmäßig werden erstmal Frequenzstabilisierer gebaut, dann Tages-Ausgleichs-Speicher und wenn davon genügend da sind die Wochen-Ausgleichsspeicher. Saisonalspeicher wird sich davon unabhängig entwickeln, aber wohl eher später als früher kommen. Gibt einfach noch keinen Bedarf bzw. Anreiz dafür. Wenns nach der Bundesregierung geht auch bis 2038 sehr wenig. Tatsächlich wird es aber wohl früher einen Bedarf geben, wenn die Kohlekraftwerke aus wirtschaftlichen Gründen abschalten und Techniken da sind, die billiger als Gaskraftwerke anbieten können. Ich vermute, dass die Gaskraftwerke erstmal weiter mit Gas laufen, sukkzessive der Anteil von grünem Gas sich dann erhöht und hoffentlich dann das graue Gas ablöst. Aber Redox-Flow-Batterien könnten hier einen Durchbruch schaffen aufgrund ihrer Effizienz, wenn die Kosten weiter sinken und Konkurrenzfähig werden. Pumpspeicherkraftwerke laufen weiter, aber neue werden wohl keine mehr gebaut.
    Auf angekündigte Entwicklungen wie Feststoffbatterie etc. würde ich nicht setzen, das müssen erstmal Prototypen beweisen, dann können wir darüber reden.

    Aber ganz ehrlich: 10 Jahre für den Aufbau eines solchen Speichers bzw. Umbau des Systems wären schon sehr schnell. Dir ist schon klar, dass die von dir favorisierten AKWs Bauzeiten von gerne mal dem doppelten haben für ein paar Gw oder? Hinkley Point C: Beginn 2008, erstrebte Fertigstellung inzwischen: 2025... Für gerade mal 3Gw...

    Oder wolltest du sagen, es gibt nicht genügend Lithium auf der Welt um 2Twh an Zell-Kapazität insgesamt zu schaffen? Dann hast du wirklich gar keine Ahnung wovon du redest.
    Australien liefert zur Zeit ca. 40% der weltweiten Lithiumproduktion, obwohl es nur 11% der weltweiten Vorkommen besitzt. Die größten Vorkommen gibt es in Bolivien und Argentinien - und nur Argentinien fördert bisher überhaupt nennenswert mit 10% der weltweiten Lithiumproduktion. Aber sowohl Bolivien als auch Argentinien sind dabei in den Markt einzusteigen. Der Mangel an Lithium ist nicht, weil es nicht genügend erschließbare Vorkommen gibt sondern weil wir einen Boom erleben an Batterien durch die großen Autohersteller und somit der Lithiummarkt temporär leergefegt ist. Das Angebot gleicht sich der Nachfrage aber verzögert an. Gleichzeitig werden die Zellen immer effizienter und brauchen immer weniger Lithium pro kwh. Und neue Fördermethoden werden gerade erprobt, die die Lithiumausbeute drastisch erhöhen und zeitlich den Prozess deutlich verkürzen würde. Lithium wird also zukünftig eher billiger als teurer werden, wenn die Nano-Filtertechnik funktioniert sogar drastisch billiger.
    Dazu kommt noch, dass wenn genügend gebrauchte Batterien da sind auch die Recyclingsprozesse optimiert und hochskalliert werden, so dass in Zukunft dann irgendwann weniger neues Lithium gebraucht wird weil noch genügend im Kreislauf ist.

    Vielleicht passiert das gerade einfach zu schnell für dich und daher kannst du diese Preise nicht glauben. Sie sind aber real, sonst würden die ganzen Elektrokarren nicht zu diesen Preisen verkauft werden können. Und die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen sondern geht immer weiter. Ebenso an alternativen Speichermethoden. Flüssigluft-Speicher bspw. kann marktwirtschaftlich allein als Speicher nicht mithalten, aber mit Querfinanzierung durch Verkauf des Nebenproduktes flüssiges CO2 finanziell evtl. tragbar sein. Ein Pilotprojekt in Großbrittanien sieht da ganz vielversprechend aus.
    Natürlich können damit keine 2Twh gespeichert werden, weil soviel Bedarf an flüssigem CO2 gibt es nicht denke ich mal, aber es wird seine Nische füllen und so wird die Speicherkapazität insgesamt Stück für Stück erhöht.
    Ebenso durch die Speicher in Autos und Häusern, da diese zwar nicht ins Netz zurückspeisen aber als regelbare Verbraucher für das Netz eine nicht geringe Rolle einnehmen und damit das Netz und die benötigten Reserven entlasten.

    Ich habe das Gefühl, dir schwebt ein Planstaat vor, der einfach mal beschließt, wir bauen jetzt einen 2 Twh Speicher und dann haben wir genügend Energie. Aber so wird das im Kapitalismus nicht laufen. Wie sehr die Energiewende verschleppt wird siehst du ja bereits jetzt. Deutschland hinkt mit dem Ausbau von Erneuerbaren Energien in der Erzeugung bereits jetzt drastisch hinterher. Es wäre viel mehr möglich und nötig. Solange wir noch keinen wirklichen Überschuss haben lohnen Speicher einfach noch nicht. D.h. wir sollten längst bei > 100% möglichem EE-Strom im Sommer sein und das über langen Zeitraum. Daher wie mehrfach gesagt werden es erstmal die Privaten sein die die Wende voran bringen - wie bei den Panels ja auch schon. Über E-Karren und Heimspeicher.

    Bewerten
    - +
« Ältere Neuere » Seite 1 2 3
Ansicht umschalten