Und diese Bundesregierung bietet mit ihren Gesetzen, die gut gemeint sind, aber schlecht gemacht, genug Anlass für ätzende Kritik.
Ferda Ataman, Sven Lehmann liefern Steilvorlagen ab.
Ich fand Dieter Nuhr früher nicht sonderlich lustig. Aber mittlerweile schon.
Einen Shitstorm erntete er, als eine gewisse Ricarda Lang Tipps für gesunde Ernährung gab und er einfach feststellte, dass das Realsatire sei. Realsatire wie Eheunterricht von einem katholischen Pfarrer. (Diese Einordnung ist von mir, nicht von Nuhr).
Titanic kritisiert die Regierung nicht da, wo sie Mist baut.
Titanic sieht mir auch nicht so aus, als wäre sie noch das Sprachrohr der PARTEI.
Die PARTEI zog vor vier Jahren erstmals mit zwei Abgeordneten ins Europaparlament ein. Und da es bei der Wahl keine 5%-Hürde gab, gestehe ich, sie gewählt zu haben. (Ich wählte sie auch bei der letzten Bundestagswahl, weil ich mich von keiner der Parteien mit Fraktionsstärke im Bundestag vertreten fühlte und der SSW in Baden-Württemberg leider keine Liste für Exil-Dänen und ihre Sympathisanten aufstellte).
Ein gewisser Nico Semsrott zog als zweiter auf der Liste ins EP. Semsrott schloss sich anders als Martin Sonneborn der Grünen-Fraktion im EP an. Und als Sonneborn sich einmal nicht woke genug äußerte, überwarf er sich mit ihm, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
Sonneborn ist brillant, er ist zynisch, sarkastisch, politisch klassisch links, aber er ist weder politisch korrekt noch folgt er sprachlich der Woko Haram.
Semsrott dagegen versuchte, wie die Titanic jetzt auch, politisch korrekte Satire. D.h. entsprechend der woken Opferpyramide darf man nur Witze über jene machen, die in dieser Opferpyramide unten stehen. Völlig tabu ist Kritik an den Widersprüchen der woken Agenda.
Semsrott ist nicht lustig und nicht witzig.
Die Titanic ist nicht lustig und nicht witzig.
Semsrott überwarf sich mit Sonneborn, weil dieser den bekannten Umstand persiflierte, dass "Asiatinnen und Asiaten" (O-Ton "Die Zeit und der Zeiter") kein R aussprechen könnten. Das sei ja so etwas von rassistisch.
Ist es nicht. Außerdem geht es nicht um Asiaten, sondern Chinesen.
Chinesische Muttersprachler mit Chinesisch als einziger Sprache können R und L nicht gut auseinanderhalten, weil in ihrer Sprache ein Konsonant vorkommt, der für die Ohren von Europäern irgendwie wie ein fusioniertes r/l klingt. R und L fallen also zusammen und das Gehirn ist bei solchen Leuten so verdrahtet, dass es R und L nicht getrennt wahrnimmt. Das gilt für alle, die mit Chinesisch als erster und einziger Sprache aufwachsen, was aber in der Regel fast nur Chinesen in China sind, nicht Chinesen etwa aus Singapur. Die müssen auch Englisch von Anfang an lernen.
US-Amerikaner (mit Englisch als einziger Sprache) und Engländer, nicht aber Schotten, haben Schwierigkeiten mit dem ch-Laut, wie er in Loch Ness, Don Juan oder Buch vorkommt. Ein déjà vu können sie auch in der Regel nicht korrekt sprechen. Ü gibt es im Englischen nicht. Dass viele Deutsche, vor allem ältere, Schwierigkeiten mit den beiden Varianten des th haben, ist ihnen vielleicht nicht bewusst. Aber den deutschen Akzent, selbst bei korrekterm th, hört man meist sofort, wenn Deutsche versuchen, Englisch zu sprechen. Nein, nicht bei UvdL. Die kann es richtig. I zink, zat ze Germans ... so wird von den Briten gerne der deutsche Akzent persifliert.
Das ist dann aber kein Rassismus, weil Deutsche ja weiß sind. Roberto Blanco hat das ja sogar im Namen.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (10.09.2023 07:00).