Teletrabi schrieb am 27.02.2024 12:57:
Ammerländer schrieb am 27.02.2024 12:10:
Umweltfreund82 schrieb am 27.02.2024 10:11:
...
84M Einwohner zu 70GW Energiebedarf ergibt einen Pro-Kopf-Bedarf von rund 830W. Ein vierköpfiger Haushalt benötigt auf's Jahr gerechnet um die 3500kWh - also pro Tag knappe 10kWh. Das durch 24 und 4 ergibt am Ende rund 100W pro Person. Die Differenz zu den 830W beträgt 730W und das ist unsere "Zivilisation": Eisenbahn, Straßenbahn, Industrie, Internet & co sind damit abgedeckt. Selbst wenn die Wärmepumpe mal eben den Pro-Kopf-Bedarf verdoppeln sollte (auf 200W) in der kalten Jahreszeit, sind Privatpersonen eben keine Großverbraucher.
....Wir verbrauchen 2000 kWh Strom pro Jahr. Wenn wir unsere Gasheizung auf WP umstellen, kommen noch mal 6000 kWh dazu und nicht, wie von Ihnen angenommen, 2000 kWh.
Das Problem ist, dass die Versorgungsleitungen nicht dafür ausgelegt sind, dass wir alle gleichzeitig die Maximalleistung aus dem Netz ziehen. Bei 100 Wohneinheiten (ohne Durchlauferhitzer) wären das 100 * 11 kW = 1100 kW. Die Versorgungssysteme (Trafos und Leitungen) gehen aber nur von einem Gleichzeitigkeitsfaktor (für 100 Einheiten) von 7% aus, d.h. 1100 * 0.07 = 77 kW. Damit könnten nur 15 Wohnungsbesitzer ihre WP voll laufenlassen.
Die E-Mobiliät erzeugt ein ähnliches Problem. Tests in Österreich haben gezeigt, dass der reale Gleichzeitigkeitsfaktor beim E-Autoladen bei 20-80% liegt, je nach Wohnstruktur (Stadt, Land, Mehrfamilienhaus, Einfamilienhaus, etc.)
Irgendwelche Industriebetriebe abzuschalten, bringt für dieses Problem überhaupt gar nichts.
20-80% nur, wenn jedermann zu Feierabend das Laden startet. Bei durchschnittlich 30 km pro Tag und 20 kWh/100 km werden nunmal nur 6 kWh pro Fzg benötigt. Bei 11 kW-Wallbox also eine gute halbe Stunde. Hohe werte bekommt man allenfalls dann, wen gedrosselt geladen wird, weil da Auto nicht mehr kann oder man nur die Schuko-Dose zur Verfügung hat. Dafür ist dann aber auch die Leistung pro Ladepnt entprechend geringer. Am ende landet man bei ca 250 W Dauerlast pro Fahrzeug. Wenn nicht auf Arbeit geladenw erden kann halt meinetwegen auf den halben Tag konzentriert mit 500 W. Der Ret ist eine Frage einer Koordinierung der Ladevorgänge.
Wenn man die Ladevorgänge nicht koordiniert, was bisher der Fall ist, kann es passieren, 8 von 10 ihr Auto gleichzeitig laden und dafür sind die System heute nicht immer ausgelegt.
Wenn man nichts dagegen unternimmt, sind alle Häuser an dem Trafo plötzlich ohne Strom.
Es hat ja einen Grund, warum man die Installation einer Wallbox dem Versorger melden muss.