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  • Kurt Tesser

26 Beiträge seit 14.02.2024

Das Outsourcing von immer mehr Hirnfunktionen

befindet sich doch auf einem guten Weg und die meisten machen das nicht nur freiwillig, sondern wollen noch viel mehr davon. In den Bildungseinrichtungen übernimmt langsam aber sicher die Schwurbel-KI das Kommando und wird wie im täglichen Leben selbst für die trivialsten Dinge verwandt. Ich seh's schon, wenn ich in 20 Jahren mal Besuch bekomme, die Gäste staunend im Wohnzimmer stehen und der eine zum anderen sagt: Schau mal, der hat noch Lichtschalter...

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  • Avatar von RDaneelOliwaa
    • RDaneelOliwaa

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.05.2014

    Antwort auf Das Outsourcing von immer mehr Hirnfunktionen von Kurt Tesser.

    Das ist ein bisschen sehr einfach ausgedrückt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Homo Sapiens es verlernen wird, Lichtschalter zu benutzen. Sogar den Trick mit dem Bauen (Strom - kein Strom) werden immer ein paar Leute kennen.

    "Wissen" hing immer auch mit Autorität im Sinne von Vertrauen zusammen.
    Ein Beispiel ist das im Internet Nachschlagen gegenüber Gedächtnis wie früher.
    Früher war jeder irgendworin Experte und genoss in seinem Umfeld Vertrauen - z.B in Fußballstatistiken, Geschichtsdaten, Hausmittel gegen kleinere Wehwehchen, usw etc
    Das hätte sich niemand so auf die Schnelle aneignen können oder gar recherchieren.

    Ich schätze, dass die Gedächtnisleistung nicht darunter leidet, sie verlagert sich nur.
    Man kann es so defätistisch sehen, wie in "Leave the World behind", dass wir ohne Technologie hilflose, egoistische Waschlappen sind, nicht mehr überlebensfähig.
    Aber der springende Punkt scheint mir einerseits die Entwicklungsgeschwindigkeit zu sein. Wir haben alle eine Lebensspanne, um uns mehr oder weniger optimal an vorgegebene Bedingungen anzupassen. Wenn die gewohnte Kultur zusammenbricht, werden die Älteren grö0ere Probleme haben als die Jüngeren. Aber auch ohne Zusammenbruch ist es für den Menschen ungünstig, wenn mit 50 oder gar 40 seine Lebenserfahrung weniger nachgefragt wird, weil das, was er gelernt hat, aktuell nichts mehr nutzt, bzw von der jüngeren Generation auch gar nicht mehr verstanden wird, weil diese ein anderes Basiswissen vermittelt bekommen hat.
    Und 2. der Kampf um Autorität/Vertrauen, wo ich weniger den durchschlagenden Erfolg von Propaganda durch KI befürchte als einen Turmbau-zu-Babel-Effekt, Zu wenige und zu kleine Gruppen teilen nur noch ein ähnliches Bild wahrgeommener Realität. Ich denke, dass die künftige KI- oder jetzige Propagandarealität keineswegs einheitlich wahrgenommen und als Steuerungsmittel eher schwächer als stärker wird.

    Auf solche und ähnliche DInge spekulieren leider nicht die konstruktiven Geister sondern die superelitären Egomanen, wie sie dabei am besten wegkommen.

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