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  • /Rak

mehr als 1000 Beiträge seit 26.10.2001

Der Trick ist die bessere Analyse der vorhandenen Daten mit einer KI

Denn die arbeiten eben nicht mit numerischen Näherungen iterativer, nichtlinearer Gleichungen und ähnlichem, die KI kann einfach Muster im Wetter sehr gut analysieren und erkennen.Man muss sie eben nur mit vielen Wetterdaten füttern.
Und mit dem Ergebnis kann man dann wiederum deutlich bessere Gleichungssysteme und Modelle bauen als die bisherigen.Wobei man da noch (wie im anderen Posting erwähnt) auch auf die numerische Lösung verzichten und das ganze mit physics informed neural networks (pinns) lösen kann. So dass man für gute Vorhersagen eben kaum noch Rechenleistung braucht am Ende. Man braucht keine komplexen Höchstleistungsrechner mehr - es reichen einfache Workstations und so was.

Siehe auch:
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2023/11/19.html über Graphcast

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  • Avatar von Stasi
    • Stasi

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.10.2003

    Antwort auf Der Trick ist die bessere Analyse der vorhandenen Daten mit einer KI von /Rak.

    da behalte ich mir vor, skeptisch zu bleiben. Es wird nämlich mit keinem Wort erwähnt, wie der KI die Daten zur Verfügung gestellt werden. An der Stelle einfach anzunehmen, sie würde in die Rohdaten schauen und per neuronalem Orakel statt mathematischer Genauigkeit, auch noch mit weniger Energieaufwand, sogar noch eine bessere Lösung zu liefern, könnte sich als Trugschluß erweisen, wenn diese KI eben erst auf den Ergebnissen der mathematischen Modelle aufsetzt.

    Ebenso skeptisch bin ich bei den Ergebnissen selbst, denn wie sicher jeder bestätigen kann, ist so eine Wettervorhersage nicht unbedingt universell nutzbar. So wurden zum Beispiel für gestern bis zuletzt große Regenmengen für ganz Deutschland außer den Norden vorhergesagt, was in vielen Teilen zumindest einigermaßen stimmte, nur daß bei mir mitten drin kein einziger Tropfen gefallen ist, hätte wohl auch keine KI kommen sehen. Da wird die Vorhersagequalität also bereits mit den vorhandenen Modellen schlechter, je kleiner der betrachtete Raum wird. Und da solche fehlerhaften Prognosen eben aus einer gewissen Unvorhersehbarkeit resultieren (bei stabiler Hochdrucklage mehrere Tage schönes Wetter vorhersagen, braucht man weder KI noch irgendein Modell) - da sind offensichtlich Faktoren, die im Modell keine Berücksichtigung finden, weil bisher niemand das Muster erkannt hat - wird auch KI nichts ausrichten können, weil eben die Muster fehlen, anhand derer sich eine Regel aufstellen ließe.

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