Über den ganzen Planeten und den ganzen Monat gemittelt habe die Temperatur 0,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 gelegen und damit den bisherigen Rekord aus dem Juni 2019 sehr deutlich übertroffen.
Aus dem englischen:
June 2023 was just over 0.5°C above the 1991-2020 average, smashing the previous record of June 2019, according to the Copernicus Climate Change Service, implemented by the European Centre for Medium-Range Weather Forecasting. North Atlantic sea surface temperatures were “off the charts,” it said.
Das ist zunächst einmal keine Nachricht. Die Jahre, in denen sich das Wetter global genau wie im Durchschnitt eines Vergleichszeitraums verhält, dürften die absolute Ausnahme sein. Was hier als Alarm verkauft wird ist der Regelfall.
According to preliminary data from the Copernicus ECMWF ERA5 dataset, the global average 2 meter temperature reached an all-time high of 16.88° C on 3 July, breaking the previous daily record of 16.80°C from August 2016. It then broke this record again on 4 July, with a temperature of 17.03 °C, according to the preliminary data.
https://public.wmo.int/en/media/news/it-was-hottest-june-record-unprecedented-north-atlantic-warmth-record-low-antarctic-sea-0
Aha. Also wurde der bisherige Maximalwert erst um sagenhafte 0,08°C übertroffen und dann einen Tag später sogar um fette 0,23°C.
Gut, dass wir heute so präzise Satellitenmesungen haben, sonst würde man dies gar nicht merken.
Jetzt wäre es hoch interessant, wenn man den Effekt durch Abholzung und Flächenversiegelung, auch durch Solarzellen 😊, da heraus rechnen könnte. Denn bei Temperatur-"Rekorden" im unteren Zehntelbereich kann ich mir vorstellen, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Neben CO2 und Methan. Interessant wäre auch, in wie weit die Maßnahmen zur Reinhaltung der Luft die Erwämung begünstigen, weil das Sonnenlicht weniger stark durch Partikel ins All reflektiert wird. In diesem Zusammenhang müsste man auch die vulkanische Aktivität näher untersuchen. Und dass die Erdumlaufbahn um die Sonne sowie die Sonnenaktivität selbst schwankt, solche man bei solch geringen Hitze-"Rekorden" auch nicht außen vor lassen.
Und was mich auch interessiert ist die Temperatur in höheren Lagen. Denn das CO2 soll ja mit dem Licht interagieren und dessen Strahlung in Wärme umwandeln. Wenn dies einen nennenswerten Einfluss hätte, dann müsste sich dieser Effekt auch in höheren Lagen global nachweisen lassen. Nicht nur in den Bergen, wo durch Gletscherschwund und Schneemangel sich die Erwärmung von selbst verstärkt, sondern vor allem über dem Meer. Wenn man mit dem Flugzeug in 10.000 Metern Höhe fliegt, dann ist es draußen immer noch kalt. Deutlich im zweistelligen Minusbereich. Keine Spur von Klimaerwärmung? Oder doch?
Gibt es da Messungen der globalen Temperatur, sagen wir in 1.000 Metern Seehöhe über den Weltmeeren? Nach meinem theoretischen Verständnis ließe sich dort der Einfluss von CO2 und anderen Elementen auf das Klima noch am ehesten nachweisen, weil andere, bodennahe Einflüsse wie Flächenversiegelung oder Geltscherschmelze weitgehend keine Rolle spielen sollten.
Das ist, damit keine Mißverständnisse aufkommen, eine ergebnisoffene Frage.