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Avatar von void2void
  • void2void

429 Beiträge seit 06.12.2008

Re: Es gibt den zweiten Bildungsweg

So ist es, leider ist es aus finanziellen Gründen oftmals schwierig. Im wesentlichen ist aus der Forschung bekannt, dass Schul- und Studienerfolg sehr hoch mit sozialen und finanziellen Status der Familie korreliert.

Ein Pädagoge schrieb mal: "Ein Kind, dass sich nicht gegen Schule wehrt, ist nicht gesund."
Dem stimme ich zu. Besonders viel Leiden wird durch die besonders repressiven und reaktionären, neurotischen und gewaltvollen Schulsysteme in den Bundesländern (am schlimmsten in Bayern) verursacht. Die schlimmsten Bundesländer sind auch dadurch gekennzeichnet, dass sie mit ihren Beamten und auch den Lehrern wesentlich autoritärer und repressiver umgehen, die oftmals mehr leiden als die Schüler.

Letztendlich werden die jungen Menschen daraufhin trainiert, direkt vom Hamsterrad Schule "erfolgreich" im Hamsterrad Universität zu bestehen, um dann vollkommmen angepasst und maximal indoktriniert ein kleines Rädchen in der grossen Maschine der Weltwirtschaft zu funktionieren. Wenn sie Glück haben, kommt dann rechtzeitig Depression oder Burnout o.ä. und sie können mit Hilfe einer Therapie (so sie denn einen Therapeuten finden) ihr Leben neu ausrichten.

Ein Scheitern in diesen Systemen kann letztlich eigentlich ein Erfolg werden.

Häufig sind es auch die Freigeister, die anders begabten nicht stromlinienförmig angepassten bzw. von den Eltern getrimmten jungen Menschen, die einen anderen, einen eigenen Weg unter Schmerzen finden und den Ausbruch aus der Matrix schaffen.

Viele der interessantesten Menschen, die ich kennen gelernt habe, sind diese Wege gegangen.

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