Sinerider schrieb am 10.07.2023 11:31:
Nethlem schrieb am 10.07.2023 11:18:
Aber passt perfekt in die winkeladvokatische Art wie die Amerikaner gerne argumentieren und sich nationales, und auch internationales, Recht zurechtbiegen und sogar brechen.
Ich bin enttäuscht von dir. Bisher hatten deine Posts hier auf Telepolis eine gewisse Qualität. Ganz sicher haben die USA eine winkeladvokatische Art an den Tag gelegt. Bei diesem Punkt, und das war jetzt das Thema, aber nicht.
Bei diesem Thema passt das durchaus, ist nämlich pure Winkeladvukatur ein Berufungsgericht handlungsunfähig zu halten damit beim Einspruch gegen das Hauptgericht die ganze Geschichte im Prozedere einfach stecken bleibt.
Nagut; Wo steht im GATT denn was von "Zahlungsbilanzungleichgewichten"? Auf die schnelle habe ich da nur eine Version von 2003 gefunden, da gibt es das Wort nicht einmal; https://fedlex.data.admin.ch/filestore/fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1959/1745_1807_1812/20030812/de/pdf-a/fedlex-data-admin-ch-eli-cc-1959-1745_1807_1812-20030812-de-pdf-a-1.pdf
Aber IAAL und will ich auch gar nicht sein, das ist genau die Art Winkeladvukatur welche das Thema ist. Fakt ist die WTO hat gegen die USA entschieden, aber die USA haben vorsorglich schonmal das Berufungsgericht Kaputtsabotiert, somit hängt der Fall seit der Amerikanischen Berufung im prozeduralen Nirvana.
Wie so ziemlich alle anderen WTO Entscheidungen bei denen jemand Einspruch einlegt, die WTO ist nun somit praktisch noch Zahnloser als sowieso schon war.
Olle Knolle schrieb am 10.07.2023 12:41:
Sie fassen die Position der USA zur Taiwanfrage schon falsch zusammen. Die USA sehen Taiwan als Teil Chinas, aber eben nicht als abtrünnige Provinz der VR China. Machen Sie dies mit Absicht?
FreimannK schrieb am 10.07.2023 15:02:
Das sagen vor allem die Chinesen. Und das obwohl Taiwan nie ein Teil der Volksrepublik China war.
Ich fasse euch mal zusammen weil ihr beide die Situation falsch Zusammenfast; Als Nixon nach China ging um Amerikanisches Kapital profitabel zu investieren, und zu verhindern das die Volksrepublik sich zu gut mit den Soviets verstehen, da haben die USA massive Zugeständnisse an die VR China gemacht, darunter auch die Anerkennung des Ein-China Zustandes.
Hatte so einige Konsequenzen; Alle US Truppen und Atomwaffen wurden aus Taiwan abgezogen, das Verteidigungsbündnis das Taiwan mit den Amerikanern hatte wurde von den Amerikanern einseitig aufgekündigt, alles um es der Volksrepublik recht zu machen.
Sogar der UN Sitz für "China" ging von Taiwan zur Volksrepublik, weswegen Taiwan ja bis Heute keine wirkliche UN Repräsentation hat.
Weswegen UN Angestellte, wie zB bei der WHO, ziemlich komische Antworten geben wenn auf Taiwan angesprochen.
In der Praxis stellen aber sowohl die Volksrepublik auf dem Hauptland als auch die Republik in Taiwan den selben Alleinherschaftsanspruch an "Gesamtchina". Ist das Resultat eines Zivilkrieges der niemals wirklich beendet wurde weil die Amerikaner aus dem einen Land im Zivilkrieg einfach zwei separate Länder gemacht haben.
Sehr ähnlich zu der Situation warum wir auch bis Heute noch Nord und Süd Korea haben, bevor die Amerikaner dort die Japanische Besetzung übernommen hatten war das einfach nur Korea.
Und alles zusammen halt auch sehr ähnlich mit dem was da gerade in der Ukraine passiert, nur sind da diesmal die Russen die "Landesspalter".
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (11.07.2023 11:06).