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Strom

Wir würden 1.200 TWh Strom mehr im Jahr brauchen um alle km die jetzt mit Benzin gefahren werden mit dem im Artikel beschriebenen Verfahren mit Methanol Brennstoffzellen zu fahren.

Zur Erinnerung bei normalen eAutos würden wir nur rund 30 TWh mehr brauchen.
Die 30 TWh schaffen wir locker, die werden nicht mal anfallen weil die Autos weniger werden durch die Autonomie, aber eine Verdreifachung der Stromproduktion ist nicht zu schaffen.

Die Idee ist noch toter als die H2 Brennstoffzelle im PKW.

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  • Avatar von hubid
    • hubid

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.12.2000

    Antwort auf Strom von FLxxxxT.DE.

    FLxxxxT.DE schrieb am 31.05.2021 23:49:

    Wir würden 1.200 TWh Strom mehr im Jahr brauchen um alle km die jetzt mit Benzin gefahren werden mit dem im Artikel beschriebenen Verfahren mit Methanol Brennstoffzellen zu fahren.

    Zur Erinnerung bei normalen eAutos würden wir nur rund 30 TWh mehr brauchen.

    Hmh, auf die Rechnung wäre ich jetzt gespannt: Wieso denkst Du, dass 40x (in Worten: vierzig) mehr Energie benötigt wird, um mit Methanol rumzufahren als mit Akkus? Ich würde mich freuen über eine Aufklärung, da ich mir sicher bin, dass Du Dir einen Gedanken gemacht hast, der mir im Moment nur gerade entgeht ...

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  • Avatar von Kosto10

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.06.2002

    Antwort auf Strom von FLxxxxT.DE.

    FLxxxxT.DE schrieb am 31.05.2021 23:49:

    Wir würden 1.200 TWh Strom mehr im Jahr brauchen um alle km die jetzt mit Benzin gefahren werden mit dem im Artikel beschriebenen Verfahren mit Methanol Brennstoffzellen zu fahren.

    Zur Erinnerung bei normalen eAutos würden wir nur rund 30 TWh mehr brauchen.
    Die 30 TWh schaffen wir locker, die werden nicht mal anfallen weil die Autos weniger werden durch die Autonomie, aber eine Verdreifachung der Stromproduktion ist nicht zu schaffen.

    Die Idee ist noch toter als die H2 Brennstoffzelle im PKW.

    Die Alternativen zum Stromauto sind leider begrenzt. Die hochtrabenden Wasserstoffpläne sind ja auch nicht umzusetzen. Das Fraunhofer Institut hat eine Studie vorgelegt, nach der 2050 allein der deutsche Flug- und Schifffahrtsverkehr mit Wasserstoff, so viel Strom benötigt wie heute die Bundesrepublik verbraucht.

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  • Avatar von hubid
    • hubid

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.12.2000

    Antwort auf Strom von FLxxxxT.DE.

    FLxxxxT.DE schrieb am 31.05.2021 23:49:

    Wir würden 1.200 TWh Strom mehr im Jahr brauchen um alle km die jetzt mit Benzin gefahren werden mit dem im Artikel beschriebenen Verfahren mit Methanol Brennstoffzellen zu fahren.

    Zur Erinnerung bei normalen eAutos würden wir nur rund 30 TWh mehr brauchen.

    Da Du nach Einwerfen Deiner unerklärten Zahlen auf Tauchstation gegangen bist hier ein Näherungsversuch: Im Moment schluckt der Strassenverkehr etwa 600TWh pro Jahr, davon entfallen etwa 450TWh auf den PKW-Verkehr².

    E-Autos sind nicht nur wesentlich effizienter als Autos mit Verbrennungsmotor (hoher Wirkungsgrad der E-Motoren, Rekkuperation), sondern werden zumindest aktuell oft auch weniger überdimensioniert, sprich: Man achtet von Beginn weg darauf, auch Effizienz durch Rightsizing zu erreichen¹. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 100TWh im rein elektrischen PKW-Verkehr und etwa 200TWh im rein elektrischen Gesamtverkehr benötigt würden³. Deine Zahl von 30TWh im PKW-Verkehr ist also schlicht falsch und liegt um mindestens Faktor 3 zu tief. Gut, jetzt können wir noch Haare spalten: Du hattest explizit von Benzinern gesprochen, während ich die Diesler auch reingerechnet habe.

    Deine 1200TWh hingegen sind völlig aus der Luft gegriffen. Ja, durch Umwandlungsverluste ginge beim PtG-GtP (resp. PtL-LtP) einiges verloren. Selbst wenn wir von einem (hohen) Verlust von 70% ausgehen würden, wären im PKW-Verkehr lediglich rund 330TWh elektrische Energie notwendig, um die PKWs zu versorgen, 600TWh (also so viel wie heute, nur eben neu elektrisch), um den Gesamtverkehr per Methanol-System zu elektrifizieren. So schlecht ist aber der Wirkungsgrad nicht. Nicht berücksichtigt habe ich hier, dass die Methanol-Fahrzeuge wesentlich leichter werden als rein akkubetriebene Fahrzeuge. Nicht berücksichtigt habe ich auch, dass Methanol auch auf andere Weise hergestellt werden könnte als auf dem elektrischen Weg.

    Wie gesagt: Ich wäre gespannt darauf zu erfahren, wie Du auf Deine Zahlen kommst.

    ____
    ¹wenn alle Teslas fahren würden, dann würde sich der geschätzte Verbrauch um 10-30% erhöhen
    ²https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/UGR/verkehr/Publikationen/Downloads/ugr-transportleistungen-energieverbrauch-5850010179004.html
    ³https://edison.media/erklaeren/so-viel-strom-braeuchte-ein-vollstaendig-elektrischer-strassenverkehr/23204256.html

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  • Avatar von Skarrin
    • Skarrin

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2001

    Antwort auf Re: Strom von hubid.

    hubid schrieb am 01.06.2021 08:22:

    Nicht berücksichtigt habe ich hier, dass die Methanol-Fahrzeuge wesentlich leichter werden als rein akkubetriebene Fahrzeuge.

    Sicher nicht.
    Der 52kWh-Akku in meinem Zoe wiegt 330kg.
    Ein H2-System mit Pufferakku, Tank, Reformer etc. wäre auch nicht leichter, vor allem dann nicht wenn die FC deutlich mehr Leistung haben muß als im Gumpomobil.
    DMFC sind wegen ihres niedrigen Wirkungsgrades auch keine Lösung.

    Nicht berücksichtigt habe ich auch, dass Methanol auch auf andere Weise hergestellt werden könnte als auf dem elektrischen Weg.

    Wieviele Millionen Liter täglich könnten auf diese andere Weise hergestellt werden?

    Lt. Artikel braucht das Gumpomobil 134kWh/100km (Quelle-Rad) wenn es mit Ethanol fährt.
    Bei einem normalen BEV (kein überschwerer Audi Kackhaufen etc.) BEV sind es mit großzügig angenommenen Lade- und Leitungsverlusten 20-22kWh/100km.

    Also immerhin Faktor 6-7 um den wir die EE-Produktion erhöhen müssten, nur für ein paar Laternenparker und Langstreckenraser-Freaks.
    Da ist es meiner Meinung nach ökologischer und ökonomischer, wenn die einfach weiter Fossilverbrenner fahren. Oder anderen Bio/Agro/Algensprit tanken.

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  • Avatar von MartinP
    • MartinP

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.01.2000

    Antwort auf Re: Strom von hubid.

    Die Rechnung verstehe ich auch nicht

    Gehen wir vom heutigen Status Quo aus (40 Millionen Fahrzeuge x 15000 km/Jahr)

    Bei 18 kWh/100 km ...

    18 x 40 000 000 x 150 = 108 Mrd kWh

    ... komme ich also auf 108 TWh

    Faktor ~10 würde ich aber für zu optimistisch halten

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  • Avatar von FLxxxxT.DE
    • FLxxxxT.DE

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.01.2000

    Antwort auf Re: Strom von hubid.

    Du kannst die rund 100 TWh die man spart wenn man kein Benzin mehr herstellen muss von den am eMotor benötigten 130 TWh nur 1x abziehen.

    Muss aber die Verluste die der Umweg über H2 und Carbonisierung kostet erzeugen.

    Du hast 2 Stufen mit jeweils über 50% Verlust, das Herstellen des H2 und das Stromerzeugen in der Brennstoffzelle. Sollte die Carbonisierung wie im Märchen gelingen kostet die nur weitere 25% Verlust.

    Also

    130 * 2 * 1,25 * 2 - 100 TWH = 550 TWh die wir mehr an Strom brauchen.

    Nicht ganz meine Ansage aber hier habe ich extrem positiv angesetzt, real sind Verluste von 70% beim H2 erzeugen und auch in Minibrennstoffzellen die zudem bewegt werden und jeden Tag ein und ab geschaltet werden, das mögen die nicht. Mit diesem Verlust landen wir bei 1.700 TWh und in diesem Fenster wird es liegen.

    Fazit:

    Völlig illusorisch

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    • FLxxxxT.DE

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.01.2000

    Antwort auf Re: Strom von hubid.

    Ja sorry das ich kurz vor Mitternacht ins Bett wollte.

    Aber du machst es richtig mir geht es darum die Leute zum selber nachforschen zu bringen, einfach vorkauen hilft vielen nicht und endet gerne in Beleidigungen.

    Etwas weiter oben gibt es noch eine Anregung von mir.

    Auf deine Denkfehler gehe ich nicht ein => reine Zeitverschwendung.

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  • Avatar von FLxxxxT.DE
    • FLxxxxT.DE

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.01.2000

    Antwort auf Re: Strom von Skarrin.

    Vielen Dank.

    Noch eine Anmerkung, das Gewicht eines reinen eAutos ist nahezu irrelevant, weil die Energie die beim Beschleunigen der Masse gebraucht wird beim Bremsen zurück kommt und für die Reibungsverluste beim Fahren irrelevant ist.

    Auch die oftmals hohe PS Zahl der eMotoren ist nicht Verbrauchsrelevant weil ein eMotor immer nur die abgerufene Leistung verbraucht und nicht die theoretisch zur Verfügung stehende. Im Unterschied zum Verbrenner (Kolben rauf und runter) werden für die Mehr PS ja keine Mehr Massen tausende Male pro Minute beschleunigt. Und mit zu wenig PS gelingt das rekrutieren beim Bremsen nicht.

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  • Avatar von robinx99
    • robinx99

    mehr als 1000 Beiträge seit 30.06.2017

    Antwort auf Re: Strom von FLxxxxT.DE.

    FLxxxxT.DE schrieb am 01.06.2021 11:50:

    Vielen Dank.

    Noch eine Anmerkung, das Gewicht eines reinen eAutos ist nahezu irrelevant, weil die Energie die beim Beschleunigen der Masse gebraucht wird beim Bremsen zurück kommt und für die Reibungsverluste beim Fahren irrelevant ist.

    Auch die oftmals hohe PS Zahl der eMotoren ist nicht Verbrauchsrelevant weil ein eMotor immer nur die abgerufene Leistung verbraucht und nicht die theoretisch zur Verfügung stehende. Im Unterschied zum Verbrenner (Kolben rauf und runter) werden für die Mehr PS ja keine Mehr Massen tausende Male pro Minute beschleunigt. Und mit zu wenig PS gelingt das rekrutieren beim Bremsen nicht.

    Naja so irrelevant ist das gewicht nun auch wieder nicht. Man liest zwar ständig andere Zahlen aber hier ca. 62,5 - 64,2% kommt zurück https://www.heise.de/autos/artikel/Bremsenergierueckgewinnung-und-ihr-Wirkungsgrad-4340576.html hier wird sogar von 80% geredet https://schneider-solar.de/mythen-der-elektromobilitaet-4-ein-elektroauto-bietet-keine-wirklichen-vorteile/

    Bei einem sehr sportlichem Fahrstil muss evtl. auch öfters die klassische Bremse eingreifen.

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