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  • unbekannter Benutzer

mehr als 1000 Beiträge seit 31.07.2018

Methanol ist zu einfach ...

Methanol anstelle von gasförmigem Wasserstoff als Energieträger ist für die Industrie zu einfach. Dafür könnte man einfach die bestehende Tankstellen und Pipeline Infrastruktur nutzen und keine neuen Verteilungsmonopole schaffen.

Das geht nun wirklich nicht!

Auch technisch ist Methanol bereits weitgehend zu Ende gedacht, so dass sich keine Heerenscharen akademischer Stümper an den Elitehochschulen des Landes in geförderten Projekten mit sinnfreien Fragen beschäftigen könnten.

https://www.wiley.com/enus/Beyond+Oil+and+Gas%3A+The+Methanol+Economy%2C+3rd+Edition-p-9783527805679
https://de.wikipedia.org/wiki/Methanolwirtschaft

Aber wer weiß schon, ob man einem Nobelpreisträger trauen darf.

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  • Avatar von VapingDad
    • VapingDad

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.11.2018

    Antwort auf Methanol ist zu einfach ... von .

    Das Problem ist das viele kein Bock haben zu ner Tankstelle zu fahren. Nach Hause kommen anstecken fertig. Aber viele trauern ja auch noch den Pferdekutschen hinterher.

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  • Avatar von ReneFranz Stefanez
    • ReneFranz Stefanez

    69 Beiträge seit 31.05.2021

    Antwort auf Re: Methanol ist zu einfach ... von VapingDad.

    Wer die Möglichkeit hat, der soll diese nutzen. Ein EFH mit PV ist eine tolle Sache, keine Frage, aber für einen Großteil der Menschen nicht umsetzbar bzw. skalierbar. 50-70% der Weltbevölkerung leben im urbanen Raum mit einer Dichte von 1000-30000EW/km2. In Mitteleuropa haben mittelgroße Städte mit 100.000-500.000EW schon eine Dichte von >2000EW/km2, ohne derart in die Höhe zu schießen wie in Asien.

    Wie soll das bei einem dort anzutreffen Wohnkomplex auf 1ha mit 800EW funktionieren? Das sind hier aber gerade mal 4-5 Stockwerke.

    In Asien wird es nicht funktionieren, ohne dezentrale Erzeugung/Speicherung in anderen Energieträgern, weshalb auch dort aufgrund der Schwierigkeiten mit H2 auf Methanol gesetzt wird.

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  • Avatar von x2kx2k
    • x2kx2k

    613 Beiträge seit 27.04.2012

    Antwort auf Methanol ist zu einfach ... von .

    Nein es liegt daran das Methanol giftig ist, hautresorbtiev und eine höhen gasdruck hat.

    Damit kann man umgehen aber die menschen sind ja inzwischen schon zu dumm um mit putzmitteln richtig umgehen zu können. Wie soll es denn dann erst mit potentiell giftigen sachen ablaufen?
    Der trend geht ja dazu den leuten hier alles zu verbieten oder zu reglementieren wenn sich nur irgend ein vollidiot an einer sache verletzt.
    Das wir noch Küchenmesser besitzen dürfen ist ja schon ein wahres wunder.

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  • Avatar von ReneFranz Stefanez
    • ReneFranz Stefanez

    69 Beiträge seit 31.05.2021

    Antwort auf Re: Methanol ist zu einfach ... von x2kx2k.

    Hoher Gasdruck?
    Zum Vergleich: Der DVPE liegt bei Benzin im Sommer bei 7-9PSI, im Winter bei 10-14PSI.
    Methanol: rund 5 PSI.

    Oder anders gesagt: Temperaturen unter 50°C sind auch am Berg unkritsch. Die Kontaminierung der Atmosphäre lässt sich bei Methanol vollständig verhindern. Dafür bedarf es Tanks mit 200-400hPa Druckbeständigkeit, aktuell Stand der Technik bei PHEVs.

    Es reicht sich mit dem Zeug nicht einzureiben oder zu trinken. Letzteres ist auch der einzige Fall, der ernste gesundheitliche Gefahren birgt. Hier würde sich die Mischung mit Ethanol und Wasser anbieten, um im Fall der Fälle Gesundheitsschäden zu verzögern.
    Letzteres wäre auch bzgl. Reduzierung der Aggressivität im Bezug auf Korrosion sinnvoll.

    Eine Möglichkeit wäre eine Mischung mit geringerer Toxizität und Verzögerung der Motabolisierung wie zb. 10% Ethanol, 10% Wasser, 80% Methanol. Die Energiedichte sinkt dabei um 6,6% auf 4,1kWh/L, ohne Berücksichtigung des positiven Einflusses auf den Wirkungsgrad. Wirkungsgrad Steigerungen auf 40-50% sind durchaus möglich im Betrieb als Rangeextender.

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  • Avatar von x2kx2k
    • x2kx2k

    613 Beiträge seit 27.04.2012

    Antwort auf Re: Methanol ist zu einfach ... von ReneFranz Stefanez.

    Glaub mir menschen sind unfassbar dumm, es gibt immer einen deppen der damit nicht umgehen kann.

    Und das mit dem " einreiben" reicht aus um schwere schäden davon zu tragen.
    Es muss nur irgendwas auf die kleidung kommen.

    In der chemischen Industrie passiert das gelegentlich. Ist z.b. einem Arbeitskollegen passiert. Da ist ein Fass geplatzt und er war von oben bis unten klatsch nass.
    Er sprang sofort unter die nächstgelegene notdusche und hat sich komplett entkleiden müssen. Danach ist er zum Werksarzt der die entsprechende notversorgung durchgeführt hat.
    (In der Methanol verarbeitenden Industrie steht deswegen immer eine Flasche billiger korn im Medizinschrank.)
    Und danach gings erstmal ab ins Krankenhaus.
    Was wohl passiert wenn sowas mit unvorbereiteten personen passiert die keine Sicherheitseinricbtung oder einweisung erhalten haben kannst du dir (hoffentlich selber deneken)

    Wenn wir mehr Methanol verwenden wird es zwangsläufig mehr LAU Anlagen geben und somit das risiko für unfälle steigen.
    Methanol unterliegt der Stöfrall verordnung und ist daher auch nochmal besonders zu betrachten.

    H Sätze : 225, 331, 311, 301, 370

    ^ ich denke mal ich hab da mehr Ahunung und jede menge mehr Berufserfahrung zu dem Thema

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  • Avatar von ReneFranz Stefanez
    • ReneFranz Stefanez

    69 Beiträge seit 31.05.2021

    Antwort auf Re: Methanol ist zu einfach ... von x2kx2k.

    x2kx2k schrieb am 03.06.2021 17:59:

    Glaub mir menschen sind unfassbar dumm, es gibt immer einen deppen der damit nicht umgehen kann.

    Und das mit dem " einreiben" reicht aus um schwere schäden davon zu tragen.
    Es muss nur irgendwas auf die kleidung kommen.

    In der chemischen Industrie passiert das gelegentlich. Ist z.b. einem Arbeitskollegen passiert. Da ist ein Fass geplatzt und er war von oben bis unten klatsch nass.
    Er sprang sofort unter die nächstgelegene notdusche und hat sich komplett entkleiden müssen. Danach ist er zum Werksarzt der die entsprechende notversorgung durchgeführt hat.
    (In der Methanol verarbeitenden Industrie steht deswegen immer eine Flasche billiger korn im Medizinschrank.)
    Und danach gings erstmal ab ins Krankenhaus.
    Was wohl passiert wenn sowas mit unvorbereiteten personen passiert die keine Sicherheitseinricbtung oder einweisung erhalten haben kannst du dir (hoffentlich selber deneken)

    Wenn wir mehr Methanol verwenden wird es zwangsläufig mehr LAU Anlagen geben und somit das risiko für unfälle steigen.
    Methanol unterliegt der Stöfrall verordnung und ist daher auch nochmal besonders zu betrachten.

    H Sätze : 225, 331, 311, 301, 370

    ^ ich denke mal ich hab da mehr Ahunung und jede menge mehr Berufserfahrung zu dem Thema

    Und dass man selbst mit Stoffen hantiert heißt im Umkehrschluss, dass andere Menschen keine Erfahrungen damit/ Wissen dazu haben? Ich empfehle gleiche Dusche mit Superbenzin, ich verspreche Ihnen dass auch das nicht gesundheitsfördernd ist.

    Als jemand in der Fahrzeugentwicklung hantiere auch ich damit schon seit vielen Jahren in diversen Dosierungen in Mengen, die dem Anwendungsfall entsprechen. Neben diesen Erfahrungen habe ich zusätzlich ausreichend experimentelle Erfahrung durch Brandversuche und div. anderen Erprobungen, u.a. Prüfungen mit defekten Zapfventilen.

    Ich sprach nicht davon, dass Methanol nicht gesundheitsgefährdent wäre, und ich widerspreche nicht, dass ausreichend missbräuchlicher Umgang auch anderweitig zu Gesundheitsproblemen führt.

    Dermal liegt die LD50 bei Methanol bei ungefähr 20ml/kg, das wird dir bekannt sein. Die LD50 von Motorenbenzin ist ebenso toxisch, und dennoch gibt es hier durch Hautkontakt nicht täglich 100te Vergiftungsopfer. Es ist also gelebte Realität, dass die Menschen damit zurecht kommen und sich bei Kontamination waschen.

    Um den Worst case abzufedern, habe ich ja schon auf die Möglichkeit einer Mischung mit Wasser und Ethanol verwiesen, um die Metabolisierung des Methanol zu verzögern.

    Bzgl. Umgang und Abgabe müssen Menschen sensibilisiert werden, ebenso wie bei Motorenbenzin. Zu Plutonium mutiert es aber auch nicht.

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  • Avatar von ReneFranz Stefanez
    • ReneFranz Stefanez

    69 Beiträge seit 31.05.2021

    Antwort auf Re: Methanol ist zu einfach ... von ReneFranz Stefanez.

    Noch eine Anmerkung:

    Ich halte Methanol nicht für der Weisheit letzter Schluss, ganz und garnicht.
    Der Alkohol ist giftig, brennbar, hat eine gute, aber nicht sehr gute Energiedichte und hinterlässt neben Energie CO2.

    Aber im Vergleich zu Wasserstoff in gasförmiger oder kryogener Form sowie Ammoniak ist es das kleinere Übel. Falls sich Ethanol in Zukunft ebensoleicht synthetisieren lässt, wäre dieser natürlich vorzuziehen, da weniger giftig und höhere Energiedichte.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 31.07.2018

    Antwort auf Re: Methanol ist zu einfach ... von x2kx2k.

    x2kx2k schrieb am 03.06.2021 12:34:

    Nein es liegt daran das Methanol giftig ist, hautresorbtiev und eine höhen gasdruck hat.
    ....

    Benzin ist nicht gesünder, der Dampfdruck ist höher und die Diffusion und Resorbtion auch.

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