ReneFranz Stefanez schrieb am 01.06.2021 12:31:
Die Argumentation entbehrt völlig jeglicher gelebten Realität.
Soso. Nee. Mittlerweile baut man Speicher in Häuser, Ladesäulen auf Firmenparkplätzen und ETW-Bewohner können ihre eigenen Dosen installieren lassen. Bei mir im Bekanntenkreis wurde ein Wohnhaus saniert. Es kam eine gekühlte PV aufs Dach, Wärmepumpe, 6kWh Speicher im Keller. Meine Eltern haben seit 25Jahren eine PV auf dem Dach und sie haben Netto mehr produziert als verbraucht. Jeder, der neu baut, sieht eine Wallbox vor (man wäre ja blöd, wenn man es nicht täte). Dörfer in Afrika stellen PV neben die Hütten. Saudi Arabien investiert hart in PV-Technik.
Neulich habe ich auf YT ein Video gefunden, indem jemand sein Haus vom Netz trennt und das Haus stattdessen mit einem stinknormalen BEV versorgt. Dann kocht er drinnen mit Strom aus dem BEV ein Ei auf dem Herd.
Aber ja, hast Recht. Das entbehrt jeder Realität. Physikalisch unmöglich. Nichts wird sich ändern, weil sich nichts ändern darf. Schon klar.
Diese Erde besteht nicht nur aus Mitteleuropa, EFH Besitzer, Sonne/Wind/Solar-Strom.
Der allergrößte Teil der Erde liegt dort, wo mehr Sonne scheint als hier. Nördlich des Polarkreises kann gut mit Wasserkraft, Gezeitenkraft, Geothermie und Wind gearbeitet werden.
Wer das so wie von Ihnen dargestellt umsetzen kann, dem gönne ich es auch ehrlich. Wenn die Batterietechnik dort angekommen ist, was flüssige Energieträger aktuell liefern, dann sage auch ich ohne Murren: Akku und gut ist. Nur entspricht das leider weder dem Technologiestand, noch ist es weltweit umsetzbar.
Aptera (Hocheffizienz-Zweisitzer) und Lightyear One (Hocheffizienz-Fünfsitzer-Limousine) sollten als Beispiel für Machbarkeiten genügen. Beide bieten sehr hohe Reichweiten, sind effizient unterwegs und laden im Stand, zum Beispiel während 2 Homeofficetagen und am Wochenende, die typisch durchschnittlich benötigten Kilometer über ihre Dach-PV nach.
Die Batterietechnik ist jetzt (fast) dort, wo Alltagsgebrauchsverbrenner sich befinden. Das ist der Stand der Technologie. Diese wird, das zeigten die turbulenten letzten 20 Jahre, besser und besser und besser.
Sie machen den Kardinalfehler und halten unsere Strominfrastruktur auch ohne fossile Energieträger als ein unkaputtbares,sich selbst stützendes System, man brauche ja nur Strom aus Wind, Sonne + Akkus, und damit wäre es getan.
Ja, warum denn nicht? Im Extremfall Dunkelflaute kann man immer noch als Notnagel ein Biodieselgeneratorkraftwerk o.Ä. anwerfen oder Müll thermisch verwerten. Das mit dem Dieselkraftwerk zusammen mit BEV wäre sogar immer noch effizienter als den Diesel in den KFZ zu verfeuern. Aber wie oft kommt so eine extreme Dunkelflaute eigentlich vor? Ansonsten: Wasserkraft gibts ja auch noch. Das Problem ist durch mehr WKA und PV lösbar. Einfach mehr aufstellen. So einfach ist das. Und ich hoffe, man wird genau das tun. Weil es nämlich Sinn stiftet.
Und DANN, nur genau DANN hat man wirklich grüne Überschüsse. Mit denen darf man, sobald alle Speicher voll geladen sind, gerne Gas oder Plörre herstellen. Dies wird für Flugzeuge, Spezialmaschinen und Schiffe benötigt. Und gaaaaaaanz zuletzt fällt vielleicht was für PKW ab (also nie).
Das, was sie hier im kleinen Maßstab gut umsetzen können, funktioniert entsprechend hoch skaliert nicht mehr und wird immer schwieriger, je größer die Anzahl derer wird, die Einspeisen wenn es nicht benötigt wird und entnehmen wenn nichts da ist.
Teile und herrsche. Etwas, das im kleinen Maßstab daheim, auf dem Feld, auf der Scheune, auf dem Autodach oder auf dem Industriedach funktioniert, funktioniert natürlich(!) auch zusammengesetzt im großen Maßstab. Autarkie entfernt Abhängigkeiten und wischt Großmaßstabsprobleme zauberhaft einfach beiseite.
Auch Akkus haben ihren fixen Platz in diesem System, da sie noch dynamischer eingesetzt werden können, als Pumpspeicher oder Gasturbinen.
Richtig. Deshalb ist es gut, wenn Akkus wie wild unter die Leute gebracht werden. Sie sind gefahrlos regelbare und abwerfbare Lasten, die sogar bidirektional funktionieren. Genau das, was benötigt wird.
Gegen die Elektrifizierung des Individualverkehrs spricht garnichts, aber es braucht eine Lösung wie man das System dahinter stützen kann
Batterien tun das.
und das ursprüngliche Problem löst: CO2 vermeiden.
Batterien tun das.
Und da bietet sich auf naturwissenschaftlicher Basis H2 gebunden im einfachsten Alkohol am besten an.
Nein. Es verschwendet Strom.
Der Wirkungsgrad ist nicht das allumfassende Qualitätsmerkmal einer idealen Lösung!
Doch.
Sie propagieren hier 100kWh+ Akkus
Nein. Sondern effiziente Fahrzeuge.
mit alleine 10t CO2 Äquivalent.
Schwachsinn.
Dann idealerweise für 2-4 Jahre geleast
Warum das denn?
und dann auf was aktuelleres gewechselt, bei 30000-60000km Laufleistung,
Lüge. Batterien halten länger.
wovon ein Gutteil durch Kohlestrom gespeist wurde,
Lüge.
was wiederum 2,5-5t CO2 hinzufügt.
Lüge.
Es ist zum einen arrogant
3-Affen-Prinzip macht auch arrogant.
gegenüber weniger solventen Mitmenschen,
Strom tanken ist günstig.
zum anderen borniert hier den einzig wahren heiligen Gral zu sehen.
Sorry, BEV sind der Gral.
Frei nach dem Motto: Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen!
Dieser BEV-Kuchen ist günstiger als Brot und schmeckt sogar besser.