Wie bereits hier geschrieben wurde, war die "Nakba"" die Folge des ersten arabisch-israelischen Krieges, bei der die Araber in ihrer Gesamtheit (alle umliegenden arabische Staaten und die auf dem ehemaligen Mandatsgebiet lebenden Araber) den israelischen Staat vernichten wollten - im Gegensatz zur UNO-Resolution, die die Bildung je eines jüdischen und eines arabischen Staates auf dem Gebiet des ehemaligen britischen Mandatsgebietes vorsahen.
Nachdem der Krieg verloren war, haben die Nachbarstaaten die Flüchtlinge aus politischen Gründen nicht in integriert, wodurch es zur heutigen Situation kam. Und nein, die arabischen Staaten in der dortigen Region waren lediglich durch koloniale Grenzziehungen nach dem ersten Weltkrieg entstanden, die die Araber nicht anerkannt hatten, vorher gehörten sie gemeinsam zum Osmanischen Reich. Es waren also Araber, die ihre arabischen Brüder und Schwestern nicht aufnehmen und integrieren wollten.
Jetzt mal zum Vergleich: Meine Großeltern väterlicherseits stammen aus Ostpreußen. Meine Großeltern mütterlicherseits aus Schlesien. Beides Gebiete, die Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg (1945) verloren hatte und aus denen die deutsche Bevölkerung vertrieben wurde, wenn sie nicht schon vorher geflüchtet war. Ist mein Enkel jetzt Flüchtling in der fünften Generation mit Heimkehrrecht nach Ostpreußen und Schlesien inklusive des Rechtes, die inzwischen von Polen bewirtschafteten Bauernhöfe meiner Großeltern wieder in Besitz zu nehmen und die dort jetzt Ansässigen zu vertreiben?
Wie lange ist man eigentlich Flüchtling?
-
Antwort auf Wie lange ist man eigentlich Flüchtling? von Garfield Lasagne.
Ach, die zionistische Geschichtsschreibung war, ist und wird es wohl auch immer sein, sehr selektiv und, vor allem, eigentlich auch nie korrekt.
Der Angriff der arabischen Staaten nach dem 14.5.1948 wurde mit der Vertreibung von rund 250.000 Nicht-Juden durch die bewaffneten israelischen Kräfte seit November 1947 begründet.
Zur Erinnerung, das Massaker in Deir Jasin durch militante jüdische fand am 9.4.2024 statt.
Die Nicht Integration der Flüchtlinge, welchen eine Rückkehr entgegen des Völkerrechts durch den Staat Israel gewaltsam verhindert wurde, wurde erhalten, damit der Flüchtlingsstatus erhalten blieb, der sonst durch den Staat Israel in Zweifel gezogen wird.
Der Vergleich der deutschen Vertriebenen mit den Nakba Flüchtlingen wird zwar gerne von der pro zionistischen Seite gemacht, hält aber bereits auf den ersten Blick keine Nachfrage stand.
Die Grenzverschiebungen nach dem WK 2 sind das Ergebnis der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands.
Richtig verwirrend wird es, wenn für den jüdischen Anspruch auf dieses Land angeführt wird, dass die Juden vor 2000 Jahren dort lebten und deshalb deren Land sei.
Um die Eingangsfrage zu beantworten; offensichtlich kann der Flüchtlingsstatus 2000 Jahre anhalten. -
Antwort auf Re: Wie lange ist man eigentlich Flüchtling? von p.maxwell.
p.maxwell schrieb am 27.03.2024 10:15:
Um die Eingangsfrage zu beantworten; offensichtlich kann der Flüchtlingsstatus 2000 Jahre anhalten.
Das ust Unsinn Niemand beruft sich auf einen Flüchtlingstatus vor 2000 Jahren. Allerdings ist der Flüchtlingstatus der bei der UNRWA vererbt wird, politisch gewollt, weil man so den Konflikt am köcheln hält und verstetigt. Man möchte die Frage gar nicht politisch lösen.
-
Antwort auf Re: Wie lange ist man eigentlich Flüchtling? von p.maxwell.
Natürlich können wir jetzt in alle Ewigkeiten die Massaker der einen Seite gegen die der anderen aufrechnen. Dem Massaker von Deir Jassin gingen diverse arabische Massaker an Juden voraus und folgten ihm nach, wie z.B. in Jaffa 1921 und im gesamten Mandatsgebiet sowohl 1929 als auch 1936-1939 und 1947/48.
Und der Vergleich mit dem 2. Weltkrieg ist ebenfalls korrekt, in beiden Fällen handelt es sich um verlorene Kriege, in deren Folge die Verlierer Territorien verloren.
Im Übrigen wurden in diesem Zeitraum und direkt danach nicht nur 700.000 Araber aus Israel vertrieben oder sind geflohen, sondern auch 750.000 Juden aus den arabischen Staaten. Die wurden übrigens in Israel integriert und nicht über Jahrzehnte in Flüchtlingslagern kaserniert, um den politischen Konflikt weiter am kochen zu halten. -
Antwort auf Re: Wie lange ist man eigentlich Flüchtling? von Garfield Lasagne.
Garfield Lasagne schrieb am 27.03.2024 11:05:
Im Übrigen wurden in diesem Zeitraum und direkt danach nicht nur 700.000 Araber aus Israel vertrieben oder sind geflohen, sondern auch 750.000 Juden aus den arabischen Staaten. Die wurden übrigens in Israel integriert und nicht über Jahrzehnte in Flüchtlingslagern kaserniert, um den politischen Konflikt weiter am kochen zu halten.
Was auch spannend ist, ist die Geschichte der palästinensischen Flüchtlinge in Kuwait. Erstens waren sie da offenbar Bürger 2. Klasse (Danke an die Kuwaitis!) und hatten 1991 nichts besseres zu tun, als die Invasion von Saddam Hussein jubelnd zu unterstützen.
Klar, was als nächstes passiert ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung_der_Pal%C3%A4stinenser_aus_Kuwait_1991
-
Antwort auf Wie lange ist man eigentlich Flüchtling? von Garfield Lasagne.
wer wird denn so kleinlich sein und den Palästinenser verweigern, was Israel als selbverständlich für sich beansprucht:
- ein Rückkehrrecht in das Land, aus dem vor 1800 Jahren die Juden vertrieben wurden. -
Antwort auf Re: Wie lange ist man eigentlich Flüchtling? von Garfield Lasagne.
Der Vergleich mit dem 2. WK ist absolut nicht korrekt.
Die Bevölkerung Palästinas befand sich, da es ja keine Staat Palästina gab, nicht im Krieg mit Israel. Ergo, konnten diese auch keinen Krieg gewinnen/ verlieren.
Zu den „ Vertreibungen der Juden „ siehe „ One Million Plan „ https://en.wikipedia.org/wiki/One_Million_Plan#:~:text=The%20One%20Million%20Plan%20(Hebrew,a%20state%20in%20that%20territory. -
Antwort auf Re: Wie lange ist man eigentlich Flüchtling? von sauseente.
Offensichtlich haben Sie erst geantwortet und dann gelesen.
Die 2000 Jahre beziehen sich auf den jüdischen Anspruch.
Einfach vorher lesen und dann erst schreiben. -
Antwort auf Re: Wie lange ist man eigentlich Flüchtling? von parasio.
parasio schrieb am 27.03.2024 13:28:
wer wird denn so kleinlich sein und den Palästinenser verweigern, was Israel als selbverständlich für sich beansprucht:
- ein Rückkehrrecht in das Land, aus dem vor 1800 Jahren die Juden vertrieben wurden.Die Juden wurden aber nicht komplett vertrieben, sondern wurde als Bürger 3. Klasse von den arabischen / türkischen Kolonialherren unterdrückt. Die Algerier durften ja auch nach über 100 Jahren Kolonialismus die Franzosen raus werden.
-
Antwort auf Re: Wie lange ist man eigentlich Flüchtling? von p.maxwell.
p.maxwell schrieb am 27.03.2024 13:42:
Offensichtlich haben Sie erst geantwortet und dann gelesen.
Die 2000 Jahre beziehen sich auf den jüdischen Anspruch.
Einfach vorher lesen und dann erst schreiben.Im Gegensatz zu Arabern, Türken und Christen gab es in den letzten 2000 Jahren es immer eine jüdische Bevölkerungin der Region - sie wurden aber durch arabische, türkische und christliche Eroberer unterdrückt.