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  • ratwol22

mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2022

Militärischer Terror

Für das Jahr 2022 wurden insgesamt 238.000 tote Zivilisten weltweit gezählt, die während bewaffneter Konflikte ums Leben kamen. Das ist die höchste Zahl an zivilen Opfern seit knapp 30 Jahren, also seit dem Völkermord in Ruanda im Jahr 1994.
Die meisten zivilen Opfer wurden während des Tigray-Konfliktes in Äthiopien gezählt, einem Krieg, der kaum noch in den deutschen Medien berücksichtigt wird und der 2022 mindestens 170.000 zivile Todesopfer zählte.

Zum Vergleich: Im Jahr 2021 kamen ca. 7.200 Zivilisten während bewaffneter Konflikte weltweit ums Leben.

Zitat des Artikels:
„Der Islamismus liefert die entsprechende Ideologie. Was ein General mit seiner abenteuerlichen Doktrin für zweckvoll halten mag, würde ein Psychologe unschwer als ein Programm identifizieren, um systematisch Terroristen zu produzieren.“

Nein, dem stimme ich so nicht zu.
Angefangen bei dem „Moral Bombing“ des WW2 zielt militärischer Terror überwiegend auf die Zivilbevölkerung, um diese zu schwächen – zu zermürben – und dem militärischen Gegner auf diese Weise die Weiterführung des Krieges zu erschweren.
Besonders verheerend kam jüngster Vergangenheit diese Vorgehensweise während des Tigray-Konfliktes zur Anwendung.

Zweifellos: der militärische Terror der rechtsradikalen jüdischen Siedler im Westjordanland und der IDF genau in diese Kategorie. Allerdings zeigt die Operation Al-Aksa-Sturm der HAMAS genau die gleiche Taktik: Zermürbung der zivilen Bevölkerung durch Anwendung von militärischen Terror.
Im Ukraine-Krieg, der im Februar 2014 begonnen wurde, zeigt sich das gleiche verheerende Bild: Terror gegen Zivilisten.

Wer den Finger in die eine Wunde legt, sollte die anderen Wunden tunlichst nicht übersehen. Terror gegen Zivilisten war auch im Dreißigjährigen Krieg die Regel der kriegerischer Auseinandersetzungen. Unter den Zivilisten forderte dieser Krieg Millionen von toten Zivilisten (Schätzungen von Forschern liegen zwischen 3 und 9 Millionen Opfer).

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