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  • OochNee

933 Beiträge seit 26.11.2021

Zerstörung der heimischen Solarindustrie unter der Regierung Merkel ab 2012

nach der systematischen Zerstörung der heimischen Solarindustrie unter der Regierung Merkel ab 2012

Statt großer Investoren oder Energiekonzerne sollen Bürger:innen aus ganz Europa selbst den Aufbau dieser Bürger-Solarfabrik finanzieren und an den Gewinnen daraus beteiligt werden. Dr. Paul Grunow, Mitgründer von Solon und Q-Cells, ist Projektleiter.

Irre. Der merkt nicht einmal was er für einen Blödsinn verzapft.

Am 13. Dezember 2011 beantragte Solon die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.[5] Für die Tochtergesellschaften SOLON Photovoltaik GmbH, SOLON Nord GmbH und SOLON Investments GmbH wurde ebenfalls ein Insolvenzantrag gestellt.[5]

https://de.wikipedia.org/wiki/Solon_(Unternehmen)

Q-Cells SE schrieb im Geschäftsjahr 2011 erhebliche Verluste. Mehr als die Hälfte des Grundkapitals war aufgezehrt. Im Herbst 2011 wurde die Aktie zunehmend Ziel von Spekulanten.[11] So boten die Banken BNP Paribas, Commerzbank, Deutsche Bank und die DZ Bank sogenannte Call- und Put-Optionen als Derivate an, mit denen auf steigende oder fallende Kurse gewettet werden kann. Diese Derivate wurden teilweise in Millionen Stückzahlen gehandelt und übertrafen in der Summe die Zahl der tatsächlich vorhandenen Aktien. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg unterlagen 45 Prozent der Q-Cells-Aktien auf diese Weise der Spekulation.

https://de.wikipedia.org/wiki/Q_Cells

Die beiden Unternehmen des tollen neuen Bürgergründers waren schon 2011 gründlichst im Arsch. Im Jahr 2011 erfolgte in Deutschland mit 7,9 GW Peakleistung, der bisher größte Zubau an Photovoltaikanlagen. Im Jahr 2012 wurden nochmals 7,6 GW Peakleistung installiert. Da waren die Unternehmen des Bürgerenergiehelden schon insolvent. Damals wurden über das EEG die KWh Solarstrom noch mit 20 bis 30 Cent vergütet. Ebenfalls erfolgte noch eine Zuzahlung von 10 bis 16 Cent für selbstverbrauchten Strom.

https://www.sfv.de/artikel/eeg_2009_inkl_aenderungen_eeg_2012_bis_3132012_einspeiseverguetung

Die sind schon selbstaktiv in die Pleite gegangen. Da brauchte es keinen Merkel und keinen Altmeier. Da werden die Bürger noch viel Freude haben.

Claudia Kemfert, Energie-Abteilungsleiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, hält es für notwendig, die Zuschüsse für Solaranlagen schneller zu senken als bisher geplant: "Da sich die Kosten massiv vermindert haben, müssen die Vergütungssätze und somit die Kosten für die Verbraucher reduziert werden." Beim Erneuerbare-Energien-Gesetz gehe es nicht um eine Dauersubventionierung, sondern darum, die Technologien bis zur Marktreife finanziell zu unterstützen.

https://taz.de/Streit-der-Woche/!5102071/

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  • Avatar von Naturzucker
    • Naturzucker

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

    Re: auch die SPD hatte damals die Reduzierung der EE Kosten im Wahlprogramm

    Antwort auf Zerstörung der heimischen Solarindustrie unter der Regierung Merkel ab 2012 von OochNee.

    Manche nehmen es mit den Fakten nicht so genau. Alle großen Parteien hatten im Wahlkampf 2013 das Ziel, den Anstieg der Energiekosten durch die irrwitzige Subventionierung der EE zu bremsen. Denn 2013 wie heute werden EE nach wie vor durch konventionelle Kraftwerke subventioniert, weil auch solche Leute wie Herr Fell bis heute nicht begriffen haben, wie wichtig die Speicherthematik für die Energiewende ist.

    Bis heute sind Solarpanels und Windräder reine Gelddruckmaschinen, die Strom liefern, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Trifft beides nicht zu, hängt Deutschland Energieversorgung zu 100% an Kohle, Gas und Atom.

    Aber vielleicht ist dies Herrn Fell durchaus bekannt und er macht halt nur das, was alle Lobbyisten tun. Für seine Klientel das Maximum an Subventionen und das Minimum an Regulierung heraus schlagen.

    Hätte man von vorne herein nur Solaranlagen und Windräder gefördert, die mindestens für 24 Stunden Energie liefern, auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, die also eine garantierte Leistung für einen garantierten Zeitraum liefern, hätte dies entweder einen Schub bei der Entwicklung von Speichern gegeben. Oder man hätte schnell fest gestellt, dass sich das alles in Deutschland nicht rechnet.

    https://www.bundestagswahl-bw.de/wahlprogramm-spd-2013

    Die Energiewende wollen die Sozialdemokraten durch ein eigenes Energieministerium steuern. Dabei wollen sie die Bezahlbarkeit der Energiewende gewährleisten und weitere Belastungen für die produzierende Wirtschaft und die privaten Haushalte vermeiden, etwa durch die Senkung der Stromsteuer. Aus diesem Grund wollen sie das Erneuerbare-Energien-Gesetz grundlegend reformieren. So wollen sie die Förderung der erneuerbaren Energien und das System der Strompreisbildung unter den Prämissen der Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit grundlegend neu konzipieren. Das sei „zusammen mit der Steigerung der Energieeffizienz und dem Energiesparen entscheidend für das Gelingen der Energiewende.“

    Dennoch soll der Einspeisevorrang für erneuerbare Energien weiterhin erhalten bleiben. Technischer Fortschritt und Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien würden dazu führen, dass die Herstellungskosten mittel- bis langfristig sinken. So werde es möglich, die Einspeisevergütung schrittweise zu reduzieren.

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    558 Beiträge seit 06.01.2017

    Ach!

    Antwort auf Zerstörung der heimischen Solarindustrie unter der Regierung Merkel ab 2012 von OochNee.

    OochNee schrieb am 02.04.2023 00:57:

    https://taz.de/Streit-der-Woche/!5102071/

    Die Grünen wollten 2012 also bei der Photovoltaik bremsen.

    "Die Grünen-Spitzenpolitikerin Bärbel Höhn spricht sich dafür aus, dass in diesem Jahr ein Drittel weniger neue Solarzellen auf Deutschlands Dächer kommen als im vergangenen Jahr. Die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende kommentiert in einem Gastbeitrag für die sonntaz, die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz habe die Neuinstallation von Solaranlagen im Jahr 2011 auf "überzogene 7,5 Gigawatt hochgetrieben". Höhns Ansicht nach sollte es in diesem Jahr deutlich weniger neue Solaranlagen geben: "5 Gigawatt wären für 2012 ein vernünftiges Ziel."

    Und ich hatte mir fast schon einreden lassen, dass das die alleinige Schuld der CDU gewesen wäre.

    Da sollten sich hier im Forum aber schleunigst ein paar Leute bei Merkel und Altmaier entschuldigen.

    Und zu Hr. Fell:
    Lebt der vollständig in einem Parallel-Universum?
    Oder ist er darauf aus, gutgläubigen Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen?

    Man erinnere sich an Prokon.

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  • Avatar von käring
    • käring

    175 Beiträge seit 16.01.2023

    Antwort auf Zerstörung der heimischen Solarindustrie unter der Regierung Merkel ab 2012 von OochNee.

    TOPP !!!! Danke! Dem ist nichts hinzuzufügen

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  • Avatar von ollid
    • ollid

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.10.2000

    Antwort auf Ach! von .

    gmahdewiesn schrieb am 02.04.2023 09:35:

    OochNee schrieb am 02.04.2023 00:57:

    https://taz.de/Streit-der-Woche/!5102071/

    Die Grünen wollten 2012 also bei der Photovoltaik bremsen.

    "Die Grünen-Spitzenpolitikerin Bärbel Höhn spricht sich dafür aus, dass in diesem Jahr ein Drittel weniger neue Solarzellen auf Deutschlands Dächer kommen als im vergangenen Jahr. Die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende kommentiert in einem Gastbeitrag für die sonntaz, die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz habe die Neuinstallation von Solaranlagen im Jahr 2011 auf "überzogene 7,5 Gigawatt hochgetrieben". Höhns Ansicht nach sollte es in diesem Jahr deutlich weniger neue Solaranlagen geben: "5 Gigawatt wären für 2012 ein vernünftiges Ziel."

    Und ich hatte mir fast schon einreden lassen, dass das die alleinige Schuld der CDU gewesen wäre.

    Wenn es bei 5 Gigawatt, mit jährlich langsam steigenden Ausbau, geblieben wäre, wäre alles bestens gewesen. Nach den 7,5 Gigawatt Spitze in 2011 ist der Zubau bis 2016 auf nur 1,1 Gigawatt eingebrochen. Wie 2011 von CDU/CSU und FDP Politikern gewünscht.
    Wir haben erst gerade letztes Jahr wieder die 7 Gigawatt überschritten. Und damit sind sämtliche Handwerker wieder aus bis überlastet. Das gleiche Problem gab es durch Vorzieheffekte schon in 2011.

    https://de.statista.com/infografik/27650/jaehrlich-installierte-leistung-von-photovoltaikanlagen/

    P. S.: Man muss auch Bedenken das wir in D aktuell nur etwa 225 Gigawatt Kraftwerks Nennleistung haben. Wenn so eine Solaranlage 30 Jahre lang Strom produziert, wären 7,5 mal 30 bereits diese 225 GW. Das müssen das Netz und die Verbraucher dauerhaft aufnehmen können. Ansonsten ist die Produktionskapazität überhöht.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.04.2023 17:24).

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    933 Beiträge seit 26.11.2021

    Leistung und Arbeit

    Antwort auf Re: Ach! von ollid.

    Man muss auch Bedenken das wir in D aktuell nur etwa 225 Gigawatt Kraftwerks Nennleistung haben. Wenn so eine Solaranlage 30 Jahre lang Strom produziert, wären 7,5 mal 30 bereits diese 225 GW

    Nachts ist kälter, als draußen !?

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    • ollid

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.10.2000

    Antwort auf Leistung und Arbeit von OochNee.

    OochNee schrieb am 03.04.2023 21:49:

    Man muss auch Bedenken das wir in D aktuell nur etwa 225 Gigawatt Kraftwerks Nennleistung haben. Wenn so eine Solaranlage 30 Jahre lang Strom produziert, wären 7,5 mal 30 bereits diese 225 GW

    Nachts ist kälter, als draußen !?

    Ich weiß was der Unterschied zwischen GW und GWh ist. Das war genauso gemeint wie ich es geschrieben habe.

    Wenn man jährlich Anlagen mit 7,5 GW Leistung produzieren und installieren würde und die Anlagen 30 Jahre halten, hätte man am Ende der 30 Jahre 225 GW installierte Leistung aufgebaut.
    Danach würden dann nur noch fortlaufend alte durch neue Anlagen ersetzt.

    Das Ganze ist natürlich stark vereinfacht, beschreibt aber ein Grundproblem der Kapazitätsplanung, was man z. B. momentan auch beim Glasfaserausbau hat. Man läuft Gefahr am Ende des Ausbaus Überkapazitäten im Vertrieb, Fertigung, Bau und Planung zu haben. Nachdem man vorher rum getrödelt hat und dann extrem beschleunigt hat, um den Zeitverlust aufzuholen. Es gibt keine vernünftige, nachhaltige, langfristige Kapazitätsplanung. Oder sie wird zumindest nicht umgesetzt.

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