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  • Wagenrad

mehr als 1000 Beiträge seit 07.08.2001

Das Kapital wird von den Berliner Akteueren gerettet

Es ist nicht fragwürdig, wenn die Arbeitnehmervertreter sich Sorgen um die Jobs der Arbeitnehmer machen. Und sich über den Kapitalismus negativ auszulassen mag en vogue sein. Die Alternative, also eine neue Variante von Staatswirtschaft a la DDR nur diesmal im grünen Gewand ist keine Lösung.
Der aktuelle intellektuelle Ansatz "ich will frei sein, sagte die Marionette, und schnitt die Fäden durch" mag in Pizza Connections beim Glas Rotwein gut klingen. Der muss aber ggf in Südafrika gekauft und hergeschafft werden. Bezahlt von dem Geld, welches Abgeordnete/r vom "Staat" bekommt, welches der durch Abgaben von Firmen und Arbeitnehmern kassiert. Insofern läge es im logischen Interesse der politischen Akteure, eben keinen ökologistischen Morgenthau Plan umzusetzen.

Es gibt keine Schnittmenge zwischen funktionierender Wirtschaft und dogmatischer Politik.

Es gäbe sehr wohl Möglichkeiten das Kapital mehr an den Kosten der Gesellschaft in der es floriert zu beteiligen. Aber weniger über den Strompreis als vielmehr über Steuern eben auf das Kapital und seine Gewinnung und dessen Erträge, zb Tobin Tax.
Nicht der Kapitalismus ist das Problem, sondern daß das Kapital sich nicht ausreichend an den Kosten der gesellschaftlichen Infrastruktur beteiligt.

Was im Umfeld von Wirecard-Verstehern und Warburg-Bank-Verstehern auch nicht verwunderlich ist.

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  • Avatar von rjb26
    • rjb26

    356 Beiträge seit 02.02.2022

    Antwort auf Das Kapital wird von den Berliner Akteueren gerettet von Wagenrad.

    Danke und schön, dass Sie wenn auch nur am Rande das eigentliche Ziel der Regierenden erwähnen. Es geht ausschließlich um Steuereinnahmen zum Wohlr der Regierenden und ihrer Helfer, letztendlich die Finanzierung von Macht. Nur deshalb wird etwas gegen den Wegzug von Unternehmen und Arbeitnehmern unternommen

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    • Saul Goodmen

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.03.2015

    grad

    Antwort auf Das Kapital wird von den Berliner Akteueren gerettet von Wagenrad.

    gehts aber um den Strompreis. Das Problem löst du nicht mit ner Tobin Steuer, auch wenn die mir sinnvoll erscheint.
    Und von Sozialismus redet grad auch keiner.

    Versuchs nochmal.

    Wagenrad schrieb am 06.04.2023 11:48:

    Es ist nicht fragwürdig, wenn die Arbeitnehmervertreter sich Sorgen um die Jobs der Arbeitnehmer machen. Und sich über den Kapitalismus negativ auszulassen mag en vogue sein. Die Alternative, also eine neue Variante von Staatswirtschaft a la DDR nur diesmal im grünen Gewand ist keine Lösung.
    Der aktuelle intellektuelle Ansatz "ich will frei sein, sagte die Marionette, und schnitt die Fäden durch" mag in Pizza Connections beim Glas Rotwein gut klingen. Der muss aber ggf in Südafrika gekauft und hergeschafft werden. Bezahlt von dem Geld, welches Abgeordnete/r vom "Staat" bekommt, welches der durch Abgaben von Firmen und Arbeitnehmern kassiert. Insofern läge es im logischen Interesse der politischen Akteure, eben keinen ökologistischen Morgenthau Plan umzusetzen.

    Es gibt keine Schnittmenge zwischen funktionierender Wirtschaft und dogmatischer Politik.

    Es gäbe sehr wohl Möglichkeiten das Kapital mehr an den Kosten der Gesellschaft in der es floriert zu beteiligen. Aber weniger über den Strompreis als vielmehr über Steuern eben auf das Kapital und seine Gewinnung und dessen Erträge, zb Tobin Tax.
    Nicht der Kapitalismus ist das Problem, sondern daß das Kapital sich nicht ausreichend an den Kosten der gesellschaftlichen Infrastruktur beteiligt.

    Was im Umfeld von Wirecard-Verstehern und Warburg-Bank-Verstehern auch nicht verwunderlich ist.

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  • Avatar von Gizmo-53
    • Gizmo-53

    127 Beiträge seit 31.01.2016

    Antwort auf Re: Das Kapital wird von den Berliner Akteueren gerettet von rjb26.

    Dann müssten die Regierenden in Griechenland jetzt am Hungertuch nagen.

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  • Avatar von alterpinguin
    • alterpinguin

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.12.2002

    Stell Dir vor den Politikern läuft das Volk weg... und wenn nur dem Kapital hint

    Antwort auf Re: Das Kapital wird von den Berliner Akteueren gerettet von rjb26.

    rjb26 schrieb am 06.04.2023 12:12:
    Re: Das Kapital wird von den Berliner Akteueren gerettet

    Danke und schön, dass Sie wenn auch nur am Rande das eigentliche Ziel der Regierenden erwähnen. Es geht ausschließlich um Steuereinnahmen zum Wohlr der Regierenden und ihrer Helfer, letztendlich die Finanzierung von Macht. Nur deshalb wird etwas gegen den Wegzug von Unternehmen und Arbeitnehmern unternommen

    Stell Dir vor den Politikern läuft das Volk weg... und wenn nur dem Kapital hinterher.
    .....
    ..........
    Ups...... hatten wir das nicht schon mal und auf einmal ging alles ganz schnell, obwohl viele glaubten der kalte Krieg würde fast ewig bestehen?

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  • Avatar von TheCalyx
    • TheCalyx

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.03.2010

    Antwort auf Das Kapital wird von den Berliner Akteueren gerettet von Wagenrad.

    Soziale Marktwirtschaftsnostalgie wird uns in einer globalisierten Welt nicht weiter bringen. Das Kapital einzuhegen, hat für uns nur eine Zeit lang halbwegs funktioniert, weil es andernorts ungestört wüten konnte, Wachstum möglich war, es durch den Kommunismus der Sowjets eine ernsthafte Systemkonkurrenz gab und die Welt viel weniger vernetzt und automatisiert war, bei viel weniger Weltbevölkerung.

    Das ist heute alles sehr anders.

    Nicht der Kapitalismus ist das Problem, sondern daß das Kapital sich nicht ausreichend an den Kosten der gesellschaftlichen Infrastruktur beteiligt.

    Wenn Kosten vermeidbar sind, meidet das Kapital sie auch. Die globalisierte freie Marktwirtschaft ist schon das Hauptproblem, dass das Kapital auf immer weniger Akteure akkumuliert, ist allerdings schon ein kapitalistisches Problem.

    Gruß

    Calyx

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.04.2023 07:34).

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  • Avatar von Green Tentacle
    • Green Tentacle

    mehr als 1000 Beiträge seit 08.02.2009

    Antwort auf Re: Das Kapital wird von den Berliner Akteueren gerettet von rjb26.

    rjb26 schrieb am 06.04.2023 12:12:

    Danke und schön, dass Sie wenn auch nur am Rande das eigentliche Ziel der Regierenden erwähnen. Es geht ausschließlich um Steuereinnahmen zum Wohlr der Regierenden und ihrer Helfer, letztendlich die Finanzierung von Macht. Nur deshalb wird etwas gegen den Wegzug von Unternehmen und Arbeitnehmern unternommen

    Das Problem ist leider das die arbeitende Bevölkerung bereits mit einer Abgabenlast im Bereich 60-70% belegt ist nimmt man alle direkten und indirekten Steuern/Abgaben zusammen. Der Michel kann also wenn er sparsamer isst und wohnt noch locker 25% mehr Quer Subventionen für die "strauchelnde" Kapital, Energie und Produktionswirtschaft abdrücken. Oder man macht es wie in China. Wohnung auf dem Werksgelände mit Futter Versorgung zur Arbeit im 12h 2-Schicht Betrieb. Da kann man dann eh nicht mehr viel machen am Feierabend. Mit diesem KZ-Arbeitslagermodell werden die Träume der Macht endlich wahr, wir besitzen nichts, sind glücklich weil wir wie in Bhutan leben werden und die Wirtschaft ist Klima neutral dank der ganzen Ablassgelder die man von Arbeitenden Menschen abpressen kann. Ein Eldorado der Glücklichen sozusagen. In gewisser Hinsicht ist es mir auch ein Rätsel warum Leute wie Richard Kalergie diesen Viehbestand nicht zu schätzen wußten. Nirgends gibt es duldsameren "Lifestock" als hier....warum sollte man das zerstören wollen? Anderes "Vieh" auf der Welt ist meist deutlich störrischer je weiter man südlich auf der Karte schaut. Das ist meist nicht gewillt für lau zuarbeiten. Denn das ist es was diese Region Mitteleuropas erfolgreich gemacht hat...Vieh das nur der Arbeit willen um jeden Preis arbeitet. Woanders arbeitet man maximal zum leben aber nicht umgekehrt.

    Denke daher kommt auch die Fehleinschätzung bezüglich der Tragfähigkeit aktueller Politik hier...dass "Vieh" rastet erst aus wenn der Futtertrog leer bleibt,vorher knurrt es nicht mal....oder: der langmmütige Michel hat eine extrem lange Leitung aber kurze Zündschnur
    ... diesen Moment abzupassen sich rechtzeitig zu verdrücken scheint ein Sport der Eliten unseres Kulturraums zu sein...

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