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Avatar von kleinermüller
  • kleinermüller

903 Beiträge seit 11.07.2022

Das Merit-Order ist nur ein Problem.

Das größere Problem sind die starken Schwankungen in der Versorgung durch Ökostrom und die fehlenden Speichermöglichkeiten.

Wir zahlen an guten Öko-Strom-Tagen noch zusätzliches Geld, weil der Überschuß so hoch ist, dass selbst die Interkonnektoren ins Ausland an der Belastungsgrenze sind. Dadurch fällt der Preis ins negative. Wir müssen also neben Abschaltungen noch zusätzlich für die Abnahme des Stroms im Ausland zahlen.

Für das Ausland wird es schwierig, weil sie die Zahlungen gerne annehmen, dafür aber eigene Kraftwerke runterfahren müssen. Frankreich ist davon besonders betroffen; deshalb hat die frz. Wirtschaftsministerin vor einigen Wochen schon die mangelhafte Versorgungssicherheit in Deutschland beklagt und angemahnt.

Bei der aktuellen Ausbaustufe von RegEn müsste der Ausbau von Erzeugern sofort gestoppt werden, während der Ausbau der Speicher maximiert werden müsste. Ansonsten laufen wir weiter bei den Kosten ins Negative und haben nicht bei der Energiewende gewonnen.
Das muss man sich mal geben; mindestens bis Minute 10:30.
https://youtu.be/7JrxQUJnIw4?t=557

Oder auch das:
https://youtu.be/qLA8c_u57x4?t=24

Die Energiewende wird von Vollpfosten medienwirksam diskreditiert! Es werden Leute befragt, die nicht den Hauch einer Ahnung von Physik haben oder einfach mal ein Büchern blättern, weil es im ZDF so schöne Bilder gibt.

Die Energiewende ist gescheitert, wir haben heute einen höheren CO2-Output als vor Corona und den Russlandsanktionen. Und wir haben keinen einzigen Experten, der eine geschlossene Lösung präsentieren kann.

Der Kaiser ist nackt!

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  • Avatar von 12jk34
    • 12jk34

    468 Beiträge seit 01.07.2022

    Antwort auf Das Merit-Order ist nur ein Problem. von kleinermüller.

    Frage:
    Gibt es denn überhaupt schon taugliche Speichermöglichkeiten, die umweltverträglich sind? Oder nur Systeme, wie die umweltschädlichen Akkus in den ach so guten E-Autos oder den Mogel-Hybrid-Panzern?

    Wasserkraft ist auch schädlich für die Umwelt und nur an wenigen Standorten überhaupt möglich.

    So oft die Windräder wegen zuviel Wind abgeschaltet werden, weil nur negative Strompreise drohen, welche Speichermöglichkeiten siehst Du für diesen überschüssigen Strom?

    Oder „da müßte mal was erfunden werden“ mit der Hoffnung, dass „irgendwem“ mal schnell was tolles einfällt. Ja, aber das ist nur ein Hoffnug, die Realität sieht aber noch anders aus.

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  • Avatar von SATFVT
    • SATFVT

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.12.2011

    Antwort auf Re: Das Merit-Order ist nur ein Problem. von 12jk34.

    Wie Umweltverträglich soll es denn sein? Sauberer als Kohleverbrennung?

    Wer auf Umweltverträglichkeit achten will könnte sich Organic-SolidFlow-Batterien mit voll recyclebaren, organischen Elektrolyt kaufen.

    https://www.cmblu.com/de/technologie/

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  • Avatar von LtData2000
    • LtData2000

    mehr als 1000 Beiträge seit 04.03.2002

    Antwort auf Re: Das Merit-Order ist nur ein Problem. von 12jk34.

    12jk34 schrieb am 29.08.2023 01:03:

    Frage:
    Gibt es denn überhaupt schon taugliche Speichermöglichkeiten, die umweltverträglich sind? Oder nur Systeme, wie die umweltschädlichen Akkus in den ach so guten E-Autos oder den Mogel-Hybrid-Panzern?

    Es würde sich ja zuerstmal mal anbieten, den Strom gar nicht zu speichern sondern direkt zu verbrauchen. Das kostet nicht mal viel Geld und man muss dafür auch keine Landschaft umpflügen!
    Beispiel: Meine WP läuft immer 15 Uhr und bereitet Warmwasser. Aber nicht, weil da der Strom billig ist, sondern weil die Außentemperatur im Tagesverlauf am höchsten ist. Im Moment passt das noch gut mit der Solarstromerzeugung zusammen. Im Winter wäre es sicherlich besser, Warmwasser und die Erzeugung von dann benötigter Heizenergie an die Verfügbarkeit von Windenergie zu koppeln. Aber warum sollte ich letzteres tun? Für mich kostet der Strom im Tagesverlauf das selbe - auch Anbieter wie Tibber rechnen sich nicht, weil einfach die Sockelabgaben auf den Strom so hoch sind, dass von heftigen Börsenstrompreischwankungen bei mir quasi nix ankommt, so dass es sich lohnen würde zu Gunsten von netzdienlicherem Stromverbrauch auf ein paar % Effizienz der WP zu verzichten.

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  • Avatar von Stimmy
    • Stimmy

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.01.2018

    Antwort auf Das Merit-Order ist nur ein Problem. von kleinermüller.

    kleinermüller schrieb am 28.08.2023 22:12:

    Die Energiewende wird von Vollpfosten medienwirksam diskreditiert! Es werden Leute befragt, die nicht den Hauch einer Ahnung von Physik haben oder einfach mal ein Büchern blättern, weil es im ZDF so schöne Bilder gibt.

    Die Energiewende ist gescheitert, wir haben heute einen höheren CO2-Output als vor Corona und den Russlandsanktionen. Und wir haben keinen einzigen Experten, der eine geschlossene Lösung präsentieren kann.

    Der Kaiser ist nackt!

    Vorsicht. Man sollte aufpassen, nicht Ursache und Wirkung zu vermischen.

    Eine sicher funktionierende Art, Strom im nötigen Maßstab zu speichern, wäre:
    - Man baut Elektrolyseanlagen, die aus Strom und Wasser Wasserstoff machen. Funktioniert großtechnisch, kostet aber gut 1 € pro Watt Leistung (also 1 Mrd. € pro Gigawatt). Ist damit unrentabel und müsste subventioniert werden.
    - Man baut Kavernenspeicher in Salzstöcken, die sind als Erdgasspeicher etabliert und sicherlich auch für Wasserstoff dicht genug, ggf. kann man auch bestehende Erdgasspeicher umwidmen. So kann man mehrere 100 TWh Energie in Form von Wasserstoff speichern
    - Man baut Gaskraftwerke (GuD) wasserstofftauglich um
    - Man baut noch mehr Photovoltaik und Windräder
    Und der Rest ist naheliegend: Die EE-Überschüsse werden genutzt, um mit den Elektrolyseanlagen Wasserstoff zu produzieren und ihn in den Kavernenspeicher zu pumpen. Der Wasserstoff kann dann bei Dunkelflaute wieder verstromt werden. Zudem kann man den Wasserstoff in der Industrie nutzen, z.B. auch für die Herstellung von e-Fuels für Flugzeuge und Schiffe.
    Es gibt daran nichts Unmögliches, nur die Elektrolyse-Anlagen sind aktuell eben so teuer, dass sie sich wirtschaftlich nicht lohnen und subventioniert werden müssten.

    Will man da nicht subventionieren, dreht sich die Sache im Kreis. Zu teuer => weiter LNG importieren => erfordert mehr teure LNG-Terminals => nie die zu teuren Speicher für erneuerbare Energie bauen (wozu auch, wenn's LNG gibt) => immer mehr Geld für fossile Energie ausgeben => in ein paar Jahrzehnten hat man mehr Geld für fossile Energie ausgegeben, als die EE-Umstellung gekostet hätte
    Die politischen Nebeneffekte - nämlich dass viele Länder von fossilen Energien profitieren und 100% EE auch ein großes Stück politische Unabhängigkeit bedeuten - lasse ich mal absichtlich außen vor.

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  • Avatar von kleinermüller
    • kleinermüller

    903 Beiträge seit 11.07.2022

    Hab ich doch gesagt: Der Kaiser ist nackt!

    Antwort auf Re: Das Merit-Order ist nur ein Problem. von Stimmy.

    Stimmy schrieb am 29.08.2023 14:40:

    kleinermüller schrieb am 28.08.2023 22:12:

    Die Energiewende wird von Vollpfosten medienwirksam diskreditiert! Es werden Leute befragt, die nicht den Hauch einer Ahnung von Physik haben oder einfach mal ein Büchern blättern, weil es im ZDF so schöne Bilder gibt.

    Die Energiewende ist gescheitert, wir haben heute einen höheren CO2-Output als vor Corona und den Russlandsanktionen. Und wir haben keinen einzigen Experten, der eine geschlossene Lösung präsentieren kann.

    Der Kaiser ist nackt!

    Vorsicht. Man sollte aufpassen, nicht Ursache und Wirkung zu vermischen.

    Eine sicher funktionierende Art, Strom im nötigen Maßstab zu speichern, wäre:
    - Man baut Elektrolyseanlagen, die aus Strom und Wasser Wasserstoff machen. Funktioniert großtechnisch, kostet aber gut 1 € pro Watt Leistung (also 1 Mrd. € pro Gigawatt). Ist damit unrentabel und müsste subventioniert werden.
    - Man baut Kavernenspeicher in Salzstöcken, die sind als Erdgasspeicher etabliert und sicherlich auch für Wasserstoff dicht genug, ggf. kann man auch bestehende Erdgasspeicher umwidmen. So kann man mehrere 100 TWh Energie in Form von Wasserstoff speichern
    - Man baut Gaskraftwerke (GuD) wasserstofftauglich um
    - Man baut noch mehr Photovoltaik und Windräder
    Und der Rest ist naheliegend: Die EE-Überschüsse werden genutzt, um mit den Elektrolyseanlagen Wasserstoff zu produzieren und ihn in den Kavernenspeicher zu pumpen. Der Wasserstoff kann dann bei Dunkelflaute wieder verstromt werden. Zudem kann man den Wasserstoff in der Industrie nutzen, z.B. auch für die Herstellung von e-Fuels für Flugzeuge und Schiffe.
    Es gibt daran nichts Unmögliches, nur die Elektrolyse-Anlagen sind aktuell eben so teuer, dass sie sich wirtschaftlich nicht lohnen und subventioniert werden müssten.

    Will man da nicht subventionieren, dreht sich die Sache im Kreis. Zu teuer => weiter LNG importieren => erfordert mehr teure LNG-Terminals => nie die zu teuren Speicher für erneuerbare Energie bauen (wozu auch, wenn's LNG gibt) => immer mehr Geld für fossile Energie ausgeben => in ein paar Jahrzehnten hat man mehr Geld für fossile Energie ausgegeben, als die EE-Umstellung gekostet hätte
    Die politischen Nebeneffekte - nämlich dass viele Länder von fossilen Energien profitieren und 100% EE auch ein großes Stück politische Unabhängigkeit bedeuten - lasse ich mal absichtlich außen vor.

    Was anderes schreiben Sie hier auch nicht.

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