Antwort auf Warum bashing gegen diese Internetseite? von manhu.
Es geht hier im Artikel ja nicht um inhaltliches Bashing des Rubikon, sondern – das wird an mehreren Stellen deutlich, selbst wenn man nicht über Insiderkenntnisse verfügt – vor allem um das undurchsichtige, oft ins Tyrannische ausartende Verhalten Wernickes. Da ich das einige Zeit aus nächster Nähe (gemeinsam mit anderen) beobachten konnte, kann ich bestens nachvollziehen, warum die vier Prominenten ihren Abschied nehmen – ich kann nur nicht nachvollziehen, warum das erst jetzt geschieht. Gaby Webers Austritt war eigentlich schon ein klares Zeichen, nicht nur, weil der Name des Projekts und anteilig auch die Idee (wohl) von ihr stammen. Damals konnte man noch hoffen, Wernicke "fängt sich wieder", hat nur eine psychologisch schwere Phase, aber das wiederholte sich in immer kürzeren Abständen – und seine Mails, in denen er dies – seine ganz persönliche, himmelschreiende Notsituation inkl. Selbstmordgedanken etc. – schilderte, wurden auch immer schriller.
Dazu kommt eben die finanzielle Intransparenz – was m.E. ÜBERHAUPT nicht geht.
Und – last but not least – sein herrischer Umgang mit Autoren und Mitarbeitern, von denen viele sehr viel "Herzblut" und Freizeit investiert haben. Aber der einzige, der wirklich (öffentlich und lautstark bis zur höchsten Peinlichkeit) "blutete", war und ist Wernicke. Er scheint wirklich zu glauben, er sei so etwas wie der neue Messias und müsste entsprechend leiden. Und "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!" – wie schon der andere Möchtegern-Messias gesagt haben soll.
Dass er sich dann noch vorzugsweise mit jungen Esoterikerinnen umgibt und diese unangemessen bevorzugt, ist dann wohl das k.o.-Kriterium.
Das Projekt Rubikon ist hervorragend gestartet, hat viele wichtige, namhafte oder einfach "nur" gute Leute zusammen gebracht – aber Wernicke fährt das Ganze gegen den Baum. Mit Karacho! Und der erfreuliche Erfolg des Verlags führt nur dazu, dass er sich in seinem Kurs bestätigt fühlt (an Größenwahn mangelt es Manisch-Depressiven ja selten) und seine Position gefestigt sieht = das "Sterben" des Rubikon durch Weglaufen der besten Leute nur noch hinaus zögert.
SEHR bedauerlich, das Ganze.
Dabei macht Wernicke "in lichten Momenten" durchaus und immer wieder mal den Eindruck, man könne doch mit ihm "reden" – und dann kommt plötzlich wieder einer seiner Ausfälle, wo man denkt: "Das hat der jetzt nicht wirklich geschrieben … oder?" Aber wenn man dann zurückfragt, höflich, sachlich aber bestimmt – kommt etwas noch Schlimmeres, gern in der Art (kein wörtliches Zitat): "Du fällst mir in den Rücken! Auch Du, Brutus! Bist Du vom Feind gekauft? Sollst Du uns unterwandern und mich in den Wahnsinn treiben?" usw. usf.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.06.2021 14:01).