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Avatar von kleinrudi
  • kleinrudi

mehr als 1000 Beiträge seit 10.05.2017

Rinks und Lechts

Dieses Wortspiel ist schon recht alt. Das Problem dieser Einteilung ist auf jeden Fall die Eindimensionalität dieser Einteilung. Zwar gibt es die Ansicht, daß "Rechts" von der Ungleichheit der Menschen und "Links" von der Gleichheit der Menschen ausgeht. Aber da fängt schon das Problem an. Denn daß die Menschen "gleich" im Sinne von "nicht unterscheidbar" sind, wird wohl kaum jemand behaupten. Denn schon die beiden Geschlechter machen einen biologischen Unterschied. Genauso Merkmale wie Hautfarbe und das Alter. Ist also das Feindbild der "alten weißen Männer" dann "rechts"? Neben diesen "angeborenen" Merkmalen gibt es noch einige erworbene Merkmale. Ist das Feststellen davon schon "rechts".

Anders sieht es bei der "Gleichheit vor dem Gesetz" aus. Dies kann man schon akzeptieren. Nur welche Kriterien sollen dann dem Gesetz zugrunde liegen?

Daneben gibt es noch Dinge wie Nationalismus, der hier angesprochen wird. Er galt wohl früher als "links", aber heute wird er eher als "rechts" angesehen.

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  • Avatar von elklynx
    • elklynx

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.04.2004

    Gleichheit und Gleichheit, das musst du genauer betrachten

    Antwort auf Rinks und Lechts von kleinrudi.

    Natürlich geht es bei linker, das ist sozialistischer, "Gleichheit" und den gleichen Wert, der allen zugesprochen wird. So wie vor dem Gesetz alle gleich seien, in diesem Fall nicht Kojunktiv der Möglichkeit sondern des Sollens. Die Begriffe sind leider so gewachsen, dass das ohne nähere Betrachtung zu Verwirrung führt. Wenn alle gleich, im Sinn von gleiche Mitgabe von Abilities*, wären, bräuchte man kein Sozialsystem, weil das ja eben gerade dafür da ist, Benachteiligung auszugleichen und diese Benachteiligung entsteht aus "Ungleichheit" im letzteren Sinne.

    In der Populärkultur bürgert sich gerade die Unterschiedung zwischen Euality und Equity ein, dafür gibts ein nettes Youtube-Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=Uvoios7frIs

    * Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Deutsche die Begriffe Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht klar lexikalisch mappen, auch wenn sie im Wörterbuch klar abgezeichnet sind. Deswegen verwende ich die englischen Abilities und Skills. Die kennt zumindest jeder, der schonmal irgendwas in der Richtung Rollenspiel gespielt hat.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (29.12.2023 12:57).

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  • Avatar von Klaus N
    • Klaus N

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.09.2004

    Antwort auf Rinks und Lechts von kleinrudi.

    kleinrudi schrieb am 29.12.2023 10:44:

    Dieses Wortspiel ist schon recht alt. Das Problem dieser Einteilung ist auf jeden Fall die Eindimensionalität dieser Einteilung. Zwar gibt es die Ansicht, daß "Rechts" von der Ungleichheit der Menschen und "Links" von der Gleichheit der Menschen ausgeht.

    Die bessere Unterscheidung zwischen "Rinks und Lechts" bietet nach meiner Meinung Thomas Sowell. Er unterscheidet zwischen der utopischen (links) und der tragischen Weltsicht.

    In der utopischen Weltsicht geht man davon aus, dass der Mensch von Natur aus gut ist, und dass nur falsche gesellschaftliche Institutionen für das Übel auf der Welt verantwortlich sind.

    In der tragischen Weltsicht geht man davon aus, dass der Mensch inhärent unvollkommen ist, und sich das auch auf alles menschengemachte erstreckt. Typisch ist die Sichtweise von Madison: "Wenn die Menschen Engel wären, bräuchten wir keine Regierung. Wenn die Regierenden Engel wären, bräuchten wir keine Gewaltenteilung".

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