TP-Hobby-Kriegsstrategen diskutieren Waffentechnik, Frontverläufe, taktische und strategische Kriegsführung, usw. usw. bzgl. eines Hegemonialkonfliktes um Einfluss- und Machtzonen im eurasischen Bereich, der seit acht Jahren allmählich vom Wirtschaftskrieg zum Schießkrieg wurde und mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat. Diese TP-Hobby-Kriegsstrategen schwingen sich dabei zu Prognosen auf, wie dieser Krieg ausgehen wird.
Es stört sie nicht, unabhängig davon, ob sie dem westlichen (USA, NATO, Deutschland, Frankreich, Großbritannien usw.) oder dem russischen Kriegsnarrativ nahezu kritiklos folgen, dass ihre Informationsbasis wegen der üblichen Vernebelungstaktiken beider Seiten in den offiziellen Verlautbarungen während eines Krieges extrem klein oder überhaupt nicht vorhanden ist.
Oder haben Dich hier im Forum auch die epischen Diskussionen rund um Corona gestört?
Abgesehen von manch falschen Begrifflichkeiten wie z.B. "Putin-Faschismus" (wer den italienischen und deutschen Faschismus studiert hat, weiß wie falsch diese Zuschreibung ist, ohne das autokratisch-oligarchische System Russlands verharmlosen zu wollen) oder "Freiheit des Westens" (wer darin lebt und diese "Freiheit" kritisch hinterfragt, weiß wie schimärenhaft diese zu großen Teilen ist) bieten beide Seiten nur sehr wenig Aufschluss über die tatsächlichen Ursachen und Verlaufsformen des aktuellen Hegemonialkonflikts im eurasischen Raum.
Erkennst Du hier keine Parallelen zu Russland:
Robert O. Paxton beschreibt Faschismus als „Form des politischen Verhaltens“. Dies sei gekennzeichnet „durch eine obsessive Beschäftigung mit dem Niedergang, der Demütigung oder der Opferrolle einer Gemeinschaft sowie durch einen kompensatorischen Kult um Einheit, Stärke und Reinheit.“ Hinzu kommen eine „Massenpartei entschlossener militanter Nationalisten“, die mit traditionellen Eliten zusammenarbeitet und demokratische Freiheiten abschafft. Innere Säuberung und äußere Expansion sollen „mit einer als erlösend verklärten Gewalt erreicht werden“.[11]
https://de.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie
Wie diese Phase des Hegemonialkonflikts ausgeht, wird nämlich nicht durch aktuelle Entwicklungen des Frontverlaufes und aktuell einzelne Kriegsereignisse Anfang Januar 2023 entschieden, sondern durch die nicht seriös einschätzbare Fähigkeit der Protagonisten - Russland, Ukraine, USA/NATO, Deutschland/Frankreich/EU etc. - diesen Hegemonialkonflikt ohne Weltenbrand, also ohne atomare Auseinandersetzung, zu einem für sie akzeptablen Ende zu bringen. Und das ist überhaupt keine Frage der aktuellen "Kriegslage" (die ohnehin nicht seriös eingeschätzt werden kann), sondern der "Ressourcen" beider Seiten, diese Schießkrieg-Zuspitzung lange durchhalten zu können.
Falsch, natürlich wird basierend auf der aktuellen Kriegslage verhandelt, wenn dann mal verhandelt wird was nicht einfach wird da die Russische Verfassung die Rückgabe der Gebiete verbietet und das ohne Frage eine Forderung der Urkaine sein wird. Aber Du kannst das ja sicher mal näher erläutern... also wie das ablaufen soll?!
Das Grundproblem ist, dass es diesen Hegemonialkonflikt überhaupt gibt und dass er irgendwie (!) gelöst bzw. zumindest geregelt werden muss.
Momentan ist auf allen Seiten keine Vernunft erkennbar. Am weitesten von dieser Vernunft sind allerdings die TP-Hobby-Kriegsstrategen entfernt.
Wie kann der denn deiner Meinung nach gelöst werden? Oder hast Du vorsorglich keine eigene Meinung zum Konflikt und verbreitets lieber mehr allgemeines?
Zur Erinnerung, das ist ein Forum ;-)