Unglaublich aber doch wahr?
Die, ich meine, kanadische Studie zum globalen Rückgang des Photoplanktons um 40% in den letzten 50 Jahren ist im Netz zu finden.
Über die massive Verschmutzung der Ozeane findet man unendlich viel - ich erinnere da eine Angabe von über 6000 Tonnen schädlicher Abfälle pro Stunde, die ins Meer eingeleitet werden. Immerhin leben über 50% aller Menschen am Meer. Und es ist ja an sich egal über was für Verschmutzung wir reden, ob Zahnpasta oder synthetischen Dünger.... Das alles gehört nicht in den Ozean, soviel steht fest.
Natürlich wird auch die langsam steigende Wassertemperatur mit dem Schwund in Verbindung gebracht, aber vor allem die immer größere Aufnahme von Kohlenstoffen, die zu Übersäuerung des Meerwassers führt etc.
Ich muss allerdings zugeben, dass mir auf die Schnelle was die Zahlen angeht Flüchtigkeitsfehler unterlaufen sind... und sogar ein Tippfehler, denn es fehlt eine wichtige Null im obigen Beitrag. Die Verhältnisse sind noch radikaler.
Die Ozeane nehmen nicht 3600 Gigatonnen Kohlenstoff pro Jahr auf, sondern 38000, während die verbleibenden Wälder, bzw. Pflanzen es global nur auf 500 Gigatonnen bringen und die Böden, also der Humus auf etwa 3000. Die Zahlen musste ich erst noch mal nachschlagen. Der Sauerstoff, der dabei entsteht ist freilich nur ein "Abfallprodukt". Die Ozeane erzeugen mit dem Phytoplankton aber immerhin etwa 50% allen Sauerstoffs in der Atmosphäre.
Es gibt übrigens auf der Suche nach Lösungen zum Problem der Klimaerwärmung eine interessante Studie der französischen Regierung, die ergab, dass man die Humusmenge global nur um etwa 0,4 % vergrößern müsste, um den menschengemachten Anteil am CO2 auszugleichen, also zu binden. Leider ist die gegenteilige Tendenz, der rasante Verlust humusreicher Böden und Anbauflächen bekannter.
Es sind also durch Umweltzerstörung Rückkopplungseffekte entstanden, die zeigen, dass man eben nicht durch simple CO2 Reduktion das Erwärmungproblem in den Griff bekommen kann. Es handelt sich bei dieser Simplifiziereung faktisch um eine Negierung des Problems. Das wird indirekt durch die Ergebnislosigkeit jahrzehntelang abgehandelter Klimagipfel belegt. Wenn dann auch noch Pseudolösungen wie der "New Green Deal" oder die "Industrielle Ökologie" (Macron) mit zunehmend gesetzlich geregeltem Konsumzwang neue Wachstums, bzw. Produktions, Müll und Zerstörungszyklen auslösen sollen, um das Kapital anstatt die "Klimaanlage" Natur zu retten, wird es wohl keine Rettung vor weiteren Katastrophen geben können.
Die entsprechend Informationen sind alle im Internet auffindbar, selbst die alamierenden Worst Case Szenarien, die nie wirklich schädlicher sein können als jede Ignoranz, selbst wenn sie niemals eintreten würden. Auch Sie wissen wahrscheinlich wie viel Geld die Industrie in den letzte 40 Jahren dafür ausgegeben hat, um die Schädlichkeit ihrer gigtigen Aktivitäten zu negieren.
Zuletzt wundert mich der schrille Tonfall ihrer Kommentare hier. Geht das nicht etwas sachlicher ? Denn inhaltlich haben sie nicht viel beigesteuert. Wieso?
Gerade ihr Beispiel von den Düngemitteln im Ozean wird durch die katastrophale Situation im Golf von Mexico wiederlegt, weil dort zuviel dieser Stoffe quasi zu einem Ersticken des Ozeans führte, bzw. zu tötlicher Saurestoffarmut.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (19.12.2021 17:47).